- Schweden in Altdöbern

Schloss und Park von Altdöbern gehören neben Branitz und Fürstlich Drehna zu den bedeutendsten historischen und gartenkünstlerischen Anlagen im südlichen Brandenburg. Hier findet der Besucher Garten- und Baukunst aus zwei unterschiedlichen Epochen, aus dem Barock und dem späten 19. Jahrhundert.

Schloss und Park haben dabei sehr wechselvolle fast 300 Jahre Geschichte hinter sich. Bereits um 1720 ließ der sächsische Genera Dietrich von Eickstedt seien Ruhesitz in Altdöbern zu einem stattlichen Barockschloss mit Lustgarten ausbauen. Eine große Glanzzeit erlebte das Anwesen Mitte des 18 Jahrhunderts unter Karl Heinrich von Heinicken. Er verpflichtete Künstler des sächsischen Hofes, die ein außergewöhnliches Rokokoensemble aus Natur und Kunst schufen. Spätere Besitzer, wie der Baron Heinrich von Witzleben - Ende des 19. Jahrhunderts- oder der jüdische Zigarettenfabrikant Eugen Laib Garbáty – zu Beginn des 20. Jahrhunderts - ließen Schloss und Park nach ihrem und dem Zeitgeschmack umgestalten.

Mit dem Machtantritt Hitlers begann eines der dunkelsten Kapitel auch für das einmalige Ensemble aus Architektur und Landschaft. Der jüdische Industrielle Garbáty wurde gezwungen, es zu verkaufen. Die Nazis wollten es zunächst selbst nutzen. Schließlich erwarb es ein Fürst aus Detmold. Kurz vor Ende des Krieges zwischen 1943 und 1945 suchte hier die schwedische Gesandtschaft vor den Bomben auf Berlin Zuflucht. Horst Bernstein, ehemaliger Bürgermeister , Sabine Rönnau und ihre ehemalige Lehrerin, Annemarie Scholtyssek, drei bekennende Altdöberner, begeben sich auf Spurensuche. Sie machen dabei erstaunliche Entdeckungen.

Beitrag von Uta Greschner