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„Die Kirche im Dorf lassen.“ Für viele Brandenburger ist das nicht nur ein Spruch – etwa, um eine hitzige Diskussion zu beruhigen. Viele nehmen „Die Kirche im Dorf lassen“ auch ganz wörtlich. Sie engagieren sich für den Erhalt ihres Gotteshauses.
Seit Jahrhunderten bildet die Kirche den Mittelpunkt des Dorfes und nicht wegzudenken ist. Fast überall ist der Erhalt der alten Bauten, ob große Pfarrkirche oder kleine Dorfkirche, für die Menschen vor Ort eine große Anstrengung. Denn das Geld fällt nicht vom Himmel, muss man sich etwas einfallen lassen. Theodor fragt in Bölzke in der Prignitz nach, wie das kleine 65-Seelen-Dorf es geschafft hat. 254-tausend Euro wurden investiert.
Auch in anderen Orten wird um die Kirche im Dorf gekämpft. Die Wallfahrtskirche in Alt-Krüssow oder die Kirche in Brüsenhagen sollen auch im neuen Glanz erstrahlen. In Alt-Krüssow laufen schon Bauarbeiten. Rund 80.000 Euro konnten die Krüssower schon verbauen. 600.000 Euro werden sie noch brauchen. In Brüsenhagen steht man noch ganz am Anfang und will erst einmal nächste Woche das Dach provisorisch abdichten.
Bölzke, Alt-Krüssow, Brüsenhagen stehen für ganz Brandenburg. Der Förderkreis Alte Kirchen e.V. führt in seiner Liste 930 Kirchengebäude auf. Der Förderkreis setzt sich für die Erhaltung und Nutzung gefährdeter Kirchenbauten in Berlin und besonders in Brandenburg ein und unterstützt die einzelnen Projekte. Allein in Brandenburg gibt es 275 Fördervereine und Kircheninitiativen. So benennt der Verein die Kirche des Monats, die sich dann über 2500 Euro Preisgeld freuen können.
Fast jedes Dorf in Brandenburg besitzt eine eigene Kirche - insgesamt sind es etwa 1400.
Gesprächsgast der Sendung zum Schwerpunktthema: Susanne Gloger, Förderkreis Alte Kirchen e.V.
Autoren: Friedrich Herkt/ Dagmar Lembke
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/theodor/archiv/theodor_vom_16_10/eigeninitiative_gefragt.html