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Am Oderdeich bei Eisenhüttenstadt stehen die Reste eines gewaltigen Bauvorhabens. Kraft- und saftlos, eine mystische Hülle, die einst ein Kraftwerk war oder eigentlich auch nie. Bis in den letzten Tagen des 2.Weltkrieges wurde daran gebaut. Und dennoch hat das Kraftwerk nicht eine Kilowattstunde Strom erzeugt.
Fünf Kraftwerke gleicher Bauart entlang der Oder wurden gebaut. Sie sollten mit der Braunkohle aus der Region Strom erzeugen für die neuen Waffenschmieden, die nach der Zeit der Blitzsiege in Windeseile errichtet wurden. Russische Kriegsgefangene und Zwangsarbeiter haben hier mit bloßen Händen geschuftet und ihr Leben gelassen für ein nie genutztes Projekt.
130 deutsche Jugendliche, die in den letzten Tagen des Krieges noch das Kraftwerk verteidigen wollten, starben sinnlos in den letzten Kriegstagen. Als die Rote Armee längst in Berlin einmarschierte, kämpften sie noch um das Gebäude. Das Innenleben wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht. Lediglich als Filmkulisse schien es sinnvoll.
Ein Bauhistoriker ging auf Spurensuche und forderte Denkmalschutz für den Ort, der wie eine Mahnung an der Oder steht.
Bericht: Boris Römer
130 deutsche Jugendliche, die in den letzten Tagen des Krieges noch das Kraftwerk verteidigen wollten, starben sinnlos in den letzten Kriegstagen. Als die Rote Armee längst in Berlin einmarschierte, kämpften sie noch um das Gebäude. Das Innenleben wurde nach dem Krieg als Reparationsleistung in die Sowjetunion gebracht. Lediglich als Filmkulisse schien es sinnvoll.
Ein Bauhistoriker ging auf Spurensuche und forderte Denkmalschutz für den Ort, der wie eine Mahnung an der Oder steht.
Bericht: Boris Römer

