Die Sendung im Detail

Weitere Infos zur aktuellen Sendung

Funkerberg Königs Wusterhausen um 1938 (Modell)

Die Wiege des Rundfunks in Deutschland - Der Funkerberg Königs Wusterhausen

Der Funkerberg in Königs Wusterhausen ist die Wiege des deutschen Rundfunks.  Am 22. Dezember 1920 versammelte sich eine kleine Gruppe musikalisch talentierter Mitarbeiter des Reichstelegraphenamts in einem mit Decken abgehängten Waschraum des Sendegebäudes und spielte ein kleines Weihnachtskonzert, das von einem Ansager moderiert und von Grammophon-Einspielern ergänzt wurde.  

Das Funkerberg-Museum in Königs Wusterhausen

Rundfunktechnik zum Miterleben - Sender, Masten, Detektoren

Das Sender- und Funktechnikmuseum Königs Wusterhausen bietet einen einzigartigen Einblick in die Rundfunkgeschichte. Angefangen vom Ort der ersten Rundfunksendung 1920 bis zu vergleichsweise moderner Fernsehtechnik. Gezeigt werden Sendeanlagen unterschiedlicher Zeiten, ergänzt um viele Informationen zur Rundfunkhistorie.

Hans Bredow bei Rundfunkversuchen im ersten Weltkrieg

Vom Ingenieur zum Rundfunk-Chef - Der Rundfunkpionier Hans Bredow

Hans Bredow (1879 - 1959) hat den Rundfunk in Deutschland zu wesentlichen Teilen erfunden und geprägt. Nach seinem Ingenieurstudium kam Bredow zur Telefunken AG, organisierte den drahtlosen Funkverkehr zwischen Deutschland und den USA. Schon lange hatte er die Idee, dass mit der drahtlosen Nachrichtenübermittlung mehr zu machen sei als Morsezeichen.

Die Radioausstellung von Friedersdorf

Im Kunstspeicher Friedersdorf bei Seelow haben Radioenthusiasten ein kleines Museum aufgebaut. Der besondere Clou: In einer Werkstattecke halten versierte Techniker Sprechstunden beim Radiodoktor ab.   

Röhrenradio mit Korbgehäuse (Foto: picture alliance/dpa/dpaweb)

Medienwissenschaftler Wolfgang Ernst - "Das Radio entlastet unseren Alltag"

Am 29. Oktober 1923 wurde der tägliche Radiosendebetrieb aufgenommen, der Tag gilt als Geburtsstunde des Rundfunks in Deutschland. Revolutionär zum Zeitpunkt seiner Erfindung hilft uns das Radio auch heute noch bei der Strukturierung unseres Alltags, sagt der Medientheoretiker Wolfgang Ernst von der Humboldt-Universität zu Berlin. Im Interview mit Kulturradio erklärt er auch, warum der Apparat Radio immer mehr an Bedeutung verliert, während das Format auch in Zukunft weiter Bestand haben wird.

Schild am RIAS-Übertragungswagen (Bild: Imago)

Freie Sender und RIAS-Spione

Nach dem Krieg entwickelte sich das Radio zu einem Massenmedium. Auch der Kalte Krieg wurde im – und mit dem Radio ausgetragen. Zentraler Schauplatz war Berlin. Vanessa Loewel berichtet.
Das RIAS-Gebäude in der Kufsteiner Straße (Bild: DPA)

Rundfunk in Ost und West - Kalter Krieg im Radio

Nicht einmal eine Woche nach dem Kriegsende können die Deutschen wieder Radio hören. In den folgenden Jahren entwickelte es sich schnell zum Massenmedium. Auch der Kalte Krieg wurde im und mit dem Radio ausgetragen. Zentraler Schauplatz war Berlin. Von Vanessa Loewel

Theodor Archiv

  • Theodor vom 04.12.2016

    Radiogeschichten - vom Funkerberg-Museum Königs Wusterhausen +++ Der erste Rundfunkversuch +++ Briefe an den RIAS +++ Radio Glasnost +++ Radio Wolga +++ Moderation: Gerald Meyer

    Der erste Radioversuch

    1917. Stellungskrieg im ersten Weltkrieg. An der Westfront in Frankreich trauen die Militärfunker ihren Ohren nicht. Statt verschlüsselter Morsesignale tönen plötzlich Harmonikaklänge durch den Äther.

    Das klingende Sonntagsrätsel - Briefe an den RIAS

    Es war die wohl am wenigsten politische Sendung des RIAS, des "Rundfunks im amerikanischen Sektor": Das klingende Sonntagsrätsel. Auch Tausende DDR-Bürger beteiligten sich an dem Gewinnspiel - doch nur ein Bruchteil der Zuschriften erreichte den Sender.  

    Radio Glasnost

    Über die Mauer hinweg - Radio Glasnost funkt ab Sommer 1987. Eine Redaktion im Westen sendet Material aus dem Osten. Bislang hatten DDR-Oppositionelle in Kirchen und Umweltgruppen ihre Informationen heimlich mit selbstgemachten Heften verbreitet - nun aber haben sie eine Radiosendung! Unter dem Dach des linksalternativen Privatsenders Radio Hundert in Westberlin.

    Radio Wolga

    Radio Wolga war der offizielle Sender der sowjetischen Truppen in der DDR, Polen und der Tschechoslowakei. Die Redaktion saß in Potsdam. Doch anders als etwa das amerikanische Pendant AFN blieb der Sender den Menschen jenseits der Kasernen so gut wie unbekannt.

    Radiodoktor Dirk Mahrenholz repariert einen alten Röhrenempfänger

    Aus alt mach neu - beim Radiodoktor in Friedersdorf

    Im Kunstspeicher Friedersdorf bei Seelow gibt es auf der obersten Etage eine Ausstellung "Radios aus Omas und Opas Zeiten". Das kleine Museum bietet einen besonderen Service. In einer Werkstattecke nehmen sich fachlich versierte "Radiodoktoren" alte Röhrenempfänger vor und machen sie für zeitgemäßen Empfang tauglich.

  • theodor_708.jpg

    Theodor vom 20.11.2016

    +++ Der Elektropionier Werner von Siemens +++ Ein Unternehmer schon in Kindertagen +++ Siemensstadt: Hier steht die Hauptstadt unter Strom +++ Wie Berlin zur schnellsten Stadt der Welt wurde +++

  • Gerald Meyer ist dieses Mal Geldfälschern auf der Spur

    Theodor vom 06.11.2016

    Von Falschgeld und Fälschern:+++Die Zeit der Kipper und Wipper+++Die Kunst des Fälschens+++Mein Opa, der Fälscher+++Geldfälscher in der DDR+++Meine Geschichte: Als ich einmal Fälscher war+++ Moderation: Gerald Meyer

    Kipper und Wipper brachten viele Menschen um ihr Geld, Quelle: rbb

    Die Zeit der Kipper und Wipper

    Falschmünzerei gehörte einst zu den schwersten Verbrechen – die meisten Ertappten wurden hingerichtet. Die größten Falschmünzer aber waren Fürsten und Könige. Statt Strafe durften sie meist gute Gewinne einstreichen. 

    Der Kunstfälscher Andreas Uckert, Quelle: rbb

    Die Kunst des Fälschens

    Andreas Uckert ist ein Künstler aus Gransee, der sich auf Fälschungen spezialisiert hat. Mit Kopien von Meisterwerken der Kunst hat er sich international einen Namen gemacht. Die Irritiation seiner Zuschauer ist Teil von Uckerts Kunst. Dabei macht er vor der Fälschung von Geld keinen Halt.  

    Charlotte Krüger in Sachsenhausen, Quelle: rbb

    Mein Opa, der Geldfälscher

    Die Baracken 18 und 19 im früheren KZ Sachsenhausen waren eine geheime Geld-Fälscherwerkstatt.  Das Kommando führte hier der SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger. Erst nach dessen Tod erfuhr Krügers Enkelin Charlotte von der Vergangenheit ihres geliebten Großvaters. Später recherchierte Charlotte Krüger das Leben ihres Großvaters.

    Frühe DDR-Scheine waren leicht zu fälschen

    Geldfälscher in der DDR

    Ganze 250.000 Mark - so wenig Falschgeld wurde in 40 Jahren DDR durch die Staatsbank eingezogen. Die wenig kaufkräftige DDR-Mark war für die meisten Fälscher nicht sehr verlockend. Und dennoch: Auch das Ostgeld wurde gefälscht - zum Teil auf erstaunliche Weise.

    Meine Geschichte: Als ich einmal ein Fälscher war. Quelle: rbb/Bark

    Meine Geschichte: Als ich einmal ein Fälscher war

    Ein Kollege aus dem Theodor-Team verriet während der Dreharbeiten, dass auch er einmal Geld gefälscht hatte. Zur Strafe musste der Kollege für anderthalb Minuten den Platz hinter der Kamera mit dem davor tauschen. Hier das erschütternde Geständnis unseres Kollegen!

    Gerald Meyer im Gespräch mit Mirko Galen, LKA Berlin

    Im Gespräch mit Mirko Galen, Landeskriminalamt Berlin - Vorsicht, falsche Fuffziger!

    Glasnegative mit Geldscheinmotiven, Druckplatten aus Aluminium, Teile einer kleinen Offsetdruckmaschine - in der Polizeihistorischen Sammlung lagern interessante Fälscherutensilien aus der jüngeren Vergangenheit.  Mirko Galen vom Landeskriminalamt Berlin kennt sich mit diesen Dingen aus. Gerald Meyer sprach mit dem Falschgeldspezialisten über historische und aktuelle Fälschungen.

  • theodor_708.jpg

    Theodor vom 23.10.2016

    +++ Die Folgen von Martin Luthers Thesenanschlag +++ Luthers Spuren in Bad Liebenwerda +++ Der Ablassprediger Joahnn Tetzel +++ Kirche und Politik heute +++

  • Theodor vom 09.10.2016

    +++ Die Vorgänger des Traktors +++ Die ersten Biobauern +++ Der Ratgeber für den praktischen Landwirt +++ Der letzte Milchmann +++ Die Erfindung der Süßlupine +++ Moderation: Gerald Meyer

    Dampflkomobile bei Schauvorführung, Quelle: NDR

    Vom Dampfpflug zum Traktor

    Ende des 19. Jahrhunderts kamen sie immer öfter auf die Felder Brandenburgs: Dampfpflüge. Ihre Antriebsmaschinen, die sogenannten Lokomobile, waren soetwas wie Dampfloks auf Rädern.  Ab und zu sieht man sie noch bei Schauvorführungen.

    Heckenpflanzen bei Bad Saarow, Quelle: Fam. Bartsch

    Bad Saarow - Deutschlands erster Demeterhof

    Der Boden karg, und Regen ist oft Mangelware auf der Marien-Höhe, dieser einst so öden Landschaft westlich vom Scharmützelsee. Doch genau diese Herausforderung sucht der Landwirt Erhard Bartsch. 1928, als er anfängt, die biologisch-dynamische Landwirtschaft auszuprobieren.

    Hans Haase, Fotograf des Landlebens, Quelle: Domäne Dahlem

    Hans Haases praktischer Ratgeber

    Ein Berliner Journalist und Musiker begeistert sich vor 70 Jahren für die Landwirtschaft und zog wie einer der Brüder Grimm durch die Lande, um die Weisheiten der Bauern zu sammeln. Das Ergebnis war ein Bestseller mit hohem Gebrauchswert.  

    Bis 1973 fuhr der Milchkutscher in Westberlin. Quelle: Domäne Dahlem

    Der letzte Milchkutscher von Berlin

    Sie waren ein echter Anachronismus, die pferdegezogenen Milchkutschen der Domäne Dahlem. Bis in die 70er Jahre zogen sie an sechs Tagen in der Woche im Süden West-Berlins ihre Runden und verkauften die sogenannte Vorzugsmilch des Stadtguts.

    Erwin Baur, Süßlupinenfeld Müncheberg Quelle: MPIZ

    Die Erfindung der Süßlupine

    Winter 1916/17, in Deutschland sterben 800.000 Menschen an Hunger und Folgekrankheiten. Der Botaniker und Arzt Erwin Baur will das Land mit wissenschafltichen Züchtungserfolgen vor solchen Katastrophen sichern und importunabhängig machen. Baur dehnt seine Züchtungstheorien jedoch auch auf den Menschen aus.

  • theodor_708.jpg

    Theodor vom 25.09.2016

    +++ Willy Brandts Dauerrivale Franz Neumann +++ Duell-Lesestoff: "Effi Briest" +++ Borsig versus Stephenson +++ Zwei Radsprint-Asse im Dauerwettstreit +++

    So könnte der Schauplatz für das Duell im Roman "Effi Briest" ausgesehen haben. - Quelle: rbb

    Theodor Fontane: "Effi Briest", 28. Kapitel: Das Duell - Ehebruch und rauchende Pistolen

    Theodor Fontane fand im Schicksal der Effi Briest die Vorlage für die Abrechnung mit einem bürgerlichen Ritual, das 1886 längst aus der Zeit gefallen war. Zwei Männer treffen sich zum Duell früh morgens in der Berliner Hasenheide zum Duell. Ein gehörnter adliger Offizier und ein bürgerlicher Amtsrichter, der für eine Romanze mit der Ehefrau des Adligen schließlich mit dem Leben bezahlt. Es ist der Stoff für einen Bestseller - damals wie heute. (Das Video zum Beitrag ist aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar.)

    August Borsig (li.) forderte George Stephenson heraus - und gewann! - Quelle: rbb/Technikmuseum Berlin

    August Borsig gegen George Stephenson - Das wilde Rennen der Lokomotiv-Könige

    Der Berliner August Borsig fordert im Juli 1841 einen übermächtigen Gegner heraus: George Stephenson aus England hatte den europäischen Markt für die damals neuartigen Lokomotiven fest im Griff. Dann bietet ihm ein weitgehend unbekannter Berliner ein Rennen an. Wer fährt auf der Strecke Berlin-Jüterbog die schnellste Zeit?

  • Theodor

    +++ Lenné gegen Pückler: die verfeindeten Gartenkünstler+++ Der Buddelpeter: Lenné als Stadtplaner in Berlin+++ Warum gute Gärtner zeichnen lernen+++ Rollrasen-Visionäre: eine grüne West-Ausstellung in der DDR+++

    Moderation: Gerald Meyer  

    Kokurrenten: Pückler und Lenné, Quelle: rbb

    Zwei Gartenkünstler - zwei Rivalen - Lenné gegen Pückler

    Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau verband eine beinahe lebenslange Rivalität. Beide waren geniale Garten- und Landschaftsgestalter, der eine bürgerlich, der andere von Adel. Bindeglied zwischen beiden war auch Staatskanzler Karl August von Hardenberg, Pücklers Schwiegervager - der jedoch nicht seinen Schwiegersohn mit der Gestaltung von Klein-Glienicke und Neuhardenberg beauftragte, sondern den von ihm weitaus höher geschätzten Lenné.

    Botanisches Zeichnen Quelle: rbb

    Die Kunst des Botanischen Zeichnens - Noch immer von großem Wert

    Botanisches Zeichnen - eine Kunst, die seit Sibylla Maria Merian (1667-1717) nicht nur Naturschönheiten detailgetreu darstellt, sondern auch wissenschaftliches Instrument zur Bestimmung von arttypischen Merkmalen ist - kann man mit Talent, Muße und Ausdauer selbst erlernen.

    Luisenstädtischer Kanal und St. Michael

    Als Lenné Berlin umbaute - Sie nannten ihn Buddelpeter

    Heute ist er längst zugeschüttet, Mitte des 19. Jahrhunderts war er ein Berliner Großprojekt: der Luisenstädtische Kanal. Landschaftsgärtner Lenné durfte bis zu 5000 Arbeitskräfte allein dafür bewegen. Das brachte ihm seinen Spitznamen ein: Buddelpeter.