Familie eines umherziehenden Wandermarionettenspielers vor dem Wohnwagen.

Theatergeschichten aus der Mark und aus Berlin - Theodor

+++ Das Theater auf der Insel in Guben +++ Corona Schröter - Goethes Schwarm +++ Fontane als Theaterkritiker +++ An der Wiege des Wander-Marionetten-Theaters +++ Filmstar Henny Porten in Neuruppin wiederentdeckt +++

Die Sendung im Detail

Bilderserie

Gedenkstätte Seelower Höhen (Quelle: imago)

Die Gedenkstätte Seelower Höhen - Wo die Schlacht um Berlin begann

Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die größte Schlacht auf deutschem Boden. Am 16. April 1945 begann die letzte sowjetische Großoffensive auf europäischem Territorium. Die "Berliner Operation" hatte das Ziel, den deutschen Widerstand endgültig zu brechen und den Krieg zu beenden. Zehntausende Soldaten beider Seiten starben bei den Kämpfen. Bereits im November 1945 wurde das heroische Monument mit dem siegreichen Sowjetsoldaten eingeweiht. Es ist eine der ersten Gedenkstätten auf deutschem Boden, die an den Sieg der Roten Armee über Hitlers Wehrmacht erinnern.  

Hintergrund

Zerstörtes Frankfurt (Oder), Quelle: Stadtarchiv Frankfurt (Oder)

Wie Frankfurt (Oder) zerstört wurde - Als der Kirchturm von innen brannte

Nach dem 23. April 1945 ging die Innenstadt von Frankfurt (Oder) in Flammen auf - ein Geschehen, das seit Jahrzehnten Stoff von Spekulationen ist. Zu DDR-Zeiten hieß es immer wieder, abziehende SS-Einheiten hätten die Stadt in Brand gesetzt. Eine Behauptung, die heute vermutlich zu Recht von vielen angezweifelt wird. Aus den wenigen überlieferten Augenzeugenberichten und einer Darstellung der damaligen Stadtverwaltung ergibt sich ein anderes Bild. Fakt ist: In den letzten Kriegstagen war Frankfurt eine evakuierte und faktisch nicht verwaltete Stadt  - Chaos und Wut konnten sich offenbar frei entfalten.

Literaturtipps

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 22.03.2015

    70 Jahre Kriegsende - von der Gedenkstätte Seelower Höhen:

    +++ Der Deserteur +++ Die Gedenkstätte +++ Das Massaker von Hartmannsdorf +++ Wie Frankfurt zerstört wurde +++ Absturz über Schlunkendorf +++

    Günter Debski floh mit 16 vor seiner Einberufung

    Der Deserteur

    Als der 16jährige Prenzlauer Günter Debski im März 1945 zur Wehrmacht einberufen wurde, wollte er sich in der Nähe seines Elternhauses verstecken. Debski wurde gefangen und von einem Schnellgericht zum Tod durch Erschießen verurteilt. In letzter Minute zum Dienst in einem Strafbataillon “begnadigt”, erlebte Debski in den letzten Wochen des Krieges dessen schlimmste Seiten mit.

    Russische Kriesgsgräber in Seelow (Quelle: imago)

    Die Gedenkstätte Seelower Höhen

    Die Gedenkstätte Seelower Höhen erinnert an die größte Schlacht auf deutschem Boden. Am 16. April 1945 begann die letzte sowjetische Großoffensive auf europäischem Territorium. Die "Berliner Operation" hatte das Ziel, den deutschen Widerstand endgültig zu brechen und den Krieg zu beenden.

    Das Massaker von Hartmannsdorf

    In Hartmannsdorf bei Fürstenwalde spielte sich zum Kriegsende eine besonders dramatische Episode ab. Nachdem im Ort ein Vorauskommando der Roten Armee aufgetaucht war, entschloss sich die Mehrzahl der verbliebenen Dorfbewohner, einer Kapitulaltionsaufforderung zu folgen und weiße Bettlaken und Tischtücher aus den Fenstern zu hängen. Mit den Folgen hatten sie nicht gerechnet.  

    Die Zerstörung von Frankfurt (Oder)

    Nach dem 23. April 1945 ging die Innenstadt von Frankfurt (Oder) in Flammen auf - ein Geschehen, um das sich zahlreiche Legenden ranken. Zu DDR-Zeiten hieß es immer wieder, abziehende SS-Einheiten hätten die Stadt in Brand gesetzt. Eine Behauptung, die heute vermutlich zu Recht von vielen angezweifelt wird.

    Absturz über Schlunkendorf

    Beim Bombenangriff der US-Luftwaffe auf das Flugzeugmotorenwerk in Genshagen am 6. August 1944 wurden insgesamt acht B 17 – Bomber, genannt „Fliegende Festungen“, abgeschossen. Eine Maschine stürzte am Rand des Dörfchens Schlunkendorf,  nahe Beelitz, ab.

  • Die 1930 abgerissene Halbmondmoschee in Wünsdorf bei Berlin. - Quelle: Museum des Teltow.

    Eine Moschee für Kaisers Krieg

    Vor 100 Jahren wurde im brandenburgischen Wünsdorf bei Berlin die erste Moschee auf deutschem Boden feierlich eingeweiht. Sie wurde als das persönliche Geschenk des Kaisers an die muslimischen Kriegsgefangenen propagiert.    

    Der Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, half den Nazis im 2. Weltkrieg. - Quelle:rbb

    Muslime unterm Hakenkreuz

    Der Mufti von Jerusalem, Amin al-Husseini, hat Hitler bewundert, den Umgang der Nazis mit den Juden – nämlich ihre Vernichtung – befürwortet. Er half den Nazis bei der Aufstellung von muslimischen Einheiten auf dem Balkan. Er hat selbst dafür gesorgt, dass Juden aus Bulgarien und Rumänien nicht nach Palästina auswandern konnten, sondern in die Vernichtungslager geschickt wurden. Das alles geschah aus einem tiefen Hass auf die Juden. Den predigte er auch in der Ahmadiyya-Moschee in Berlin. Die Moslems aus Indien, denen Hass in ihrer Religion fremd ist, mussten sich fügen. 

    Das Dampfmaschinenhaus in Potsdam sieht aus wie eine Moschee. - Quelle: rbb

    Wie ein Minarett zum Schornstein wurde

    In Potsdam, dem Zentrum Preußens, wünschten sich die Machthabenden eine Moschee. Hofarchitekt Ludwig Persius ist von diesem Auftrag begeistert. Islamische Gebetshäuser gehören noch nicht ins Repertoire des äußerst produktiven Schinkelschülers. Also macht er sich an die Arbeit. Allerdings stand schon von Beginn an fest, dass von hier aus nie ein Muezzin zum Freitagsgebet rufen wird. 

    Im 19. Jahrhundert liebten es die Herrscher, sich als Pascha zu verkleiden. - Quelle:BPM Wustrau

    Orientbegeisterung in der Mark

    Die historischen Verbindungen zwischen Deutschland, dem Osmanischem Reich und dem Orient reichen bis in 11. Jahrhundert zurück. Einerseits von Rivalität und religiösen Auseinandersetzungen geprägt, andererseits prägten enge kulturelle, militärische und soziale Verbindungen die historischen Ereignisse. 

    Lev Nussimbaum alias Essad Bey hatte ein sehr wechselvolles Leben. - Quelle: rbb.

    Das wilde Leben des Essad Bey

    »Vater: Ölmillionär. Mutter: radikale Revolutionärin. So begann mein Dasein.« - Und es sollte ein Leben voller Spannungen und unerwarteter Wendungen werden, das den jungen Juden Lev Nussimbaum, 1905 in Baku geboren, in den Jahren der russischen Revolution über Zentralasien, Persien und die Türkei schließlich bis ins Berlin der Wilden Zwanziger Jahre führte. 

  • Fidus - Der Jugendstilhippie von Woltersdorf

    Fidus – der Getreue. Hinter diesem Namen steckte der als Jugendstilmaler bekannt gewordene Hugo Höppener – er wurde gleichzeitig Synonym für eine breite Gegenbewegung zur Industrialisierung: die Lebensreform. Licht, Luft und Freiheit forderten die Lebensreformer, die eine geradezu prophetische Aufgabe spürten: den Menschen als Teil der Natur zu seiner Vollkommenheit zu führen.

    Der Soldatenkönig als Künstler

    Preußens Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. galt immer als ausgesprochener Feind der Künste. Am Hofe schaffte er jeglichen Prunk ab, demütigte seinen musisch begabten Sohn und machte sich im Tabakscollegium von Königs Wusterhausen über Wissenschaftler und Künster lustig.

    Die Kaiserproklamation - eine Entstehungsgeschichte

    Anton von Werner - ein Stubenmaler aus Frankfurt wird zum staatstragenden Künstler der Kaiserzeit. Mit seiner geradezu fotorealistischen Hofmalerei stellte er sich uneingeschränkt in den Dienst der kaiserlichen Propaganda. Wer immer auf seinen Protokoll-Bildern abgebildet war - sein Platz im Bild entspach dem offiziellen Machtgefüge des Kaiserreichs. Jede Geste, jeder Standpunkt bekam so eine Bedeutung. Die Realität wurde immer wieder diplomatisch korrigiert.

    Adolph Menzel: Der Meister des genauen Hinschauens

    Unter den Gästen der Krönung von Wilhelm I. in Königsberg hatte er wohl den unbequemsten Platz: der Maler Adolph von Menzel. Auf einem wackligen Stuhl in der Menge stehend, skizziert er 1861 wie ein Wilder Blatt um Blatt. Mit seiner Körpergröße von 1,40 Meter hätte er die Zeremonie sonst nicht beobachten können. Zwar ein Auftragsbild - dennoch biedert sich Menzel nicht an. Menzel fühlt sich dem Realismus verpflichtet - das macht ihm nicht nur Freunde.

    Bernhard Heisig in Strodehne

    Im havelländischen Strodehne verbrachte der Maler Bernhard Heisig (1925 - 2011) seine letzten Jahre.  Erst im hohen Alter fand Heisig hier zur Ruhe. Zeitlebens war er Anfeindungen ausgesetzt.

  • Dreh Eisenhüttenwerk Peitz. Quelle: rbb

    Eisenstein - geheimnisvoller Bodenschatz im märkischen Sand

    Tief unterm märkischen Sand liegen viele Schätze: Braunkohle, Kupfer, Silber und sogar Gold. Nach einem Metall mussten sich unsere Vorfahren nur bücken. So genannte Eisensteine liegen im Süden Brandenburgs auf dem Boden verstreut und bildeten über Jahrhunderte den Rohstoff einer florierenden Waffen- und Werkzeugindustrie. Noch zu DDR-Zeiten wurde es eingesammelt.  

    Die Freifrau von Löwendal erlitt schwere Schicksalsschläge. Quelle: rbb

    Geschäftsfrau Benedicta Margaretha von Löwendal

    Die junge Frau Benedicta Margaretha von Rantzau (Nordeutschland) trifft den über 20 Jahre älteren Witwer Woldemar von Löwendal, einen stattlichen Mann mit geschätztem Vermögen von 170.000 Talern. Eine unvorstellbar große Summe, wenn man bedenkt, dass das Jahreseinkommen eines Soldaten bei 25 Talern lag.

    Wie hohle Köpfe zum Exportschlager wurden

    Wer Herrscher und Denker als Statuen im XXL-Format verewigen wollte, bekam schnell Gewichtsprobleme. Massive Figuren waren zu schwer und zu teuer. Und so erforschten zwei Eisengießer in Lauchhammer die technischen Möglichkeiten des Hohlgusses. Als das Experiment endlich gelang, wurden ihre Arbeiten zum weltweit gefragten Exportschlager und ihre Werkstatt zum Magneten für Künstler aus ganz Europa.

    Kunstschmied Karl-Heinz Hantel. Quelle: rbb

    Globalisierung einer Kunstschmiede

    Die Kunstschmiede von Karl-Heinz, Dietmar und Marwin Hantel in Krampnitz agiert weltweit. Drei Genrationen von Kunstschmieden pflegen ihr Handwerk wie es in der Barockzeit betrieben wurde. Werkzeuge, Arbeitsmethoden und die Produkte - alles wie vor 300 Jahren. Das ist teure Handarbeit, für die es bei uns kaum noch einen Markt gibt. Deshalb arbeiten sie jetzt für Kunden in Dubai, Russland, der Ukraine, Großbritannien. Mit ihrer Globalisierung haben sie den 1969 gegründeten Betrieb gerettet.  

    Spenden für neue Kirchenglocken in Gruhno

    Wie viele Kirchen in der Niederlausitz stammt auch die im 117-Seelen-Ort Gruhno bei Finsterwalde aus dem Mittelalter. Sie wurde aus Feldsteinen und Raseneisenerz gebaut. Der backsteinerne Turm ist ein Anbau aus den Jahren 1885/ 86. Wie vielerorts musste auch Gruhno während des ersten Weltkriegs zwei seiner drei Bronzeglocken für Rüstungszwecke abgeben.

  • Spielkonsolen aus Frankfurt (Oder)

    Das BSS-01, das Bildschirmspiel 1 aus dem VEB Halbleiterwerk, war das erste Videospiel aus DDR-Produktion. Theodor testet die Uralt-Konsole aus den 1980er Jahren mit heutigen Jugendlichen und erzählt die Geschichte einer aufwändigen Produktentwicklung.

    Campingwagen aus der Kohle

    Das Gaskombinat Schwarze Pumpe produzierte aufgrund seiner Größe eine ganze Reihe von Konsumgütern, von der Kinderwiege über den Beistelltisch bis hin zur Forellenzucht in den Kühlteichen. Das wohl komplexeste Konsumgut war allerdings der Wohnanhänger „Lausitz 310“, der 1985-1990 in dem Kombinat hergestellt wurde - oftmals unter schwierigen Bedingungen. 

    Wegwerfwindeln gegen Westtapeten

    Normalerweise stellte die Schwedter Papierfabrik zu DDR-Zeiten große Rollen für den Industriebedarf her, dazu kostbare Prägetapeten für den Westexport. Aber, da auch hier ein gewisser Prozentsatz des Produktionsvolumens für den Bevölkerungsbedarf verordnet wurde, produzierte das Werk auch Wegwerfwindeln.

    Konsumgüter in der DDR

    Sogenannte Waren des täglichen Bedarfs waren in der DDR immer knapp. Unter anderem eine Folge der radikalen Verstaatlichung des privaten Mittelstands in der DDR-Industrie. Die DDR-Führung verpflichtete daher alle Unternehmen, fünf Prozent ihrer Produktion für Konsumgüter bereitzustellen.

    Warmes Wasser aus der Wand und andere Wunder

    Wohnungen mit Fernwärme-Heizung, die Toilette im Bad (und nicht mehr draußen oder auf dem Flur) und dazu noch gut geschnittene Zimmer mit einem gewissen Komfort– das war die Währung, mit der die neue Stadt an der Oder ihre ersten Einwohnen anlockte. Und das, obwohl es dort am Anfang überhaupt nicht nach besonderem Komfort aussah. 

  • Der alte Fritz mit Sprechblase: Deutsch sei nur gut, um mit den Pferden zu reden.

    Französisch bei Hofe

    Friedrich der Große sprach fließend Französisch, wie es sich für einen Monarchen gehörte. Es war die Zeit der Lingua Franca, Französisch gehörte zum guten Ton, wie heute Englisch Usus ist. Deutsch dagegen sprach der Alte Fritz wie ein Kutscher.

    Mann und Frau auf einer berliner Straße; dazu die Begriffe "knorke,Atze, Keule".

    Icke, dette, kieke mal - Berliner Jargon

    "Etepetete", "Fisimatenten" und "bonfortionös" - diese und andere Begriffe aus dem Berliner Dialekt gehen auf die französisch-protestantischen Hugenotten zurück, denen der Große Kurfürst ab 1685 als Glaubensflüchtlinge in Preußen eine neue Heimat bot. 

    Landschaft mit Bäumen in winterlicher Abendstimmung (RBB).

    Was die Flamen mit Brandenburg zu tun haben

    1159 kamen die Flamen: Markgraf Albrecht der Bär holte sie nach Brandenburg. Sie sollten das Land fruchtbar machen. Vieles Neues brachten die Ankömmlinge den Märkern mit: bessere Pflüge für die Feldarbeit, das Klemmkucheneisen, eine Art Waffeleisen, und auch Flammkuchen. 

    Schiefertafel an der Tür mit Aufschrift "Kinner School Psst!" (RBB).

    Ungewohnt und fast ausgestorben - das Prignitzer Platt

    Die Sprache des platten Landes - im Norden Brandenburgs, in der Prignitz, wurde sie bis ins 20. Jahrhundert in vielen Dörfern gesprochen. Es entwickelte sich zwischen Mecklenburg und der Mark eine ganz eigene Strömung des Niederdeutschen, das Prignitzer Platt.  

    Ins "platte" Oderbruch, auch sprachlich - Fontanes Schlittenfahrt nach Hohen-Vietz, Quelle: F. Pilarski

    Lebuser Platt in Fontanes Literatur

    Unser Namenspatron Theodor Fontane hat nicht nur den Herrn Ribbeck von Ribbeck im Havelland etwas Mundartliches sagen lassen. Gleich in seinem ersten Roman “Vor dem Sturm” bringt Fontane uns das "Lebusische Platt" nah. 

    Ein Spreewälder Ehepaar in Arbeitskleidung am Tisch sitzend (RBB).

    Spreewälder Mundart

    Die ursprüngliche Sprache der Spreewälder ist Niedersorbisch oder allgemein gebräuchlicher: Wendisch - der westlichste Vorposten des slawischen Sprachraums. Allerdings wurde die Sprache der Sorben schon im 19. Jahrhundert so weit zurückgedrängt, dass selbst Fontane bemerkte, mit dem Wendischen sei es ja nicht mehr so weit gediehen. 

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 07.12.2014

    "Mit schönen Grüßen" - Geschichten von Briefen und Postwegen

    +++ Briefe aus Ziesar in die Welt +++ Die größte Rohrpost der Welt +++ Fontane und seine Briefe +++ Kunst auf dem Kuvert

    Günter Wetzel sitzt zu Hause vor seinen Briefschätzen aus aller Welt ( Quelle rbb ).

    Briefe aus Ziesar in alle Welt

    Durch Brieffeunde in fernen Ländern konnten sich DDR-Bürger die große weite Welt nach Hause holen. Auf dem Papier jedenfalls. Der Lehrer Günter Wetzel aus Ziesar hatte so großes Fernweh, dass er sich zeitweise mit 30 Brieffreunden gleichzeitig schrieb.  

    Eingang zum Haupttelegrafenamt in der Oranienburger Strasse in Berlin, der Hauptumschlagbahnhof für die kleine U-Bahn - der Rohrpost. (Quelle rbb)

    Die Geschichte der Berliner Rohrpost

    Das faszinierendste Kommunikationsmittel seiner Zeit war wohl die Berliner Rohrpost. Die kleine U-Bahn, wie sie auch genannt wurde, liegt noch im Untergrund der Hauptstadt.

    Kunst auf dem Kuvert, ein kleines schwarz weiß Bild von Karl Marx wird gerade bunt ausgemalt. ( Quelle rbb )

    Mail-Art: "Wer zuletzt lacht, lacht im Westen"

    Mail-Art, Kunst auf dem Kuvert, war wohl die witzigste Art des Briefwechsels zwischen Ost und West. Man schickte sich Briefe oder Postkarten mit provozierenden Botschaften, die für jedermann sichtbar waren. "Mit besten Wünschen zum Wehrkundeunterricht" stand auf einer zweckentfremdeten Geburtstagskarte.

    Fontane als Briefschreiber

    Fontanes Liebesbriefe im Feuer

    Theodor Fontane, der Namensvetter unserer Sendung, bezeichnete sich selbst als echte Plaudertasche. Er nannte sich sogar einen "Briefschwärmer".