Die Sendung im Detail

THEODOR - Geschichte(n) aus der Mark

Das kulturhistorische Magazin des rbb aus Brandenburg.

Es entdeckt Hintergründe oder erzählt Geschichten, die lange im Verborgenen lagen, ist offen für neue Entdeckungen über historische Begebenheiten und Persönlichkeiten.
Die Sendung wird im Wechsel in den rbb-Regionalstudios Cottbus und Frankfurt (Oder) produziert und von Gerald Meyer moderiert.
Alle 14 Tage sonntags um 18:30 Uhr - eine halbe Stunde Fernsehen aus fünf Regionen Brandenburgs.

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor 06.04.2014 18:32

    Ein Panzer blieb stehen +++ Geheimer Streit ums Pieck-Denkmal +++ Die Retter der Stadtschloss-Figuren +++ Der Mann hinter der Quadriga +++ Jedem Tierchen sein Denkmal +++

    Blick von oben auf ein Panzerdenkmal ( Quelle rbb)

    Ein Panzer blieb stehen

    In der DDR gehörten sie in vielen Orten zum festen Stadtbild: auf Sockel gestellte T34 – Panzer der einst siegreichen Roten Armee.

    Der Kopf einer Steinfigur liegt auf Betontrümmern (Quelle rbb)

    Die Retter der Stadtschloss-Figuren

    Der Fassade des wiederaufgebauten Potsdamer Stadtschlosses sieht man an, dass sie nicht nur aus neuen Steinen rekonstruiert wurde. Viele alte Originalteile konnten eingebaut werden. Sie waren 1959/60 geborgen worden während Sprengungen und Abriss schon liefen.

    Blick von oben auf die Quadriga (Quelle rbb)

    Der Mann hinter der Quadriga

    Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist weltbekannt und das Werk von Johann Gottfried Schadow. Anlässlich seines 250. Geburtstages wird der Bildhauer neu entdeckt, der auch an ungewöhnlichen Orten in Brandenburg seine Spuren hinterlassen hat.

    ...auf einer Galopprennbahn steigt ein Schwarzer Hengst auf (quelle rbb)

    Jedem Tierchen sein Denkmal

    Erschossene Wölfe, schnelle Pferde oder imposante Hirsche – es ist schon erstaunlich, welchen Tieren im Land Brandenburg ein Denkmal gebaut wurde.

  • Theodor vom 23.03.2014

    +++ Sportgeschichten: 150 Jahre Hermann Weingärtner - Bademeister und Olympiasieger +++ Der Sturz eines Rennfahrers: Wolfgang Lötzsch +++ Wie der FC Vorwärts dem Mielke-Club BFC weichen musste +++ Vergessene Sportstätten an der Oder +++

    Hermann Weingärtner - Bademeister und Olympiasieger

    Als Kaufmannslehrling machte er Handstand auf dem Ladentisch, zu den Spielen nach Athen fuhr Hermann Weingärtner gegen den Willen der Deutschen Turnerschaft, die sich mit anderen Sportlern nicht auf eine Stufe stellen wollte. 

    Sturz eines Radsportlers – Wolfgang Lötzsch

    April 1975: Bei einem Straßenrennen in Frankfurt (Oder) stürzt der Radsportler Wolfgang Lötzsch und erleidet eine lebensgefährliche Kopfverletzung. Doch Fahrerfeld und die meisten Teamfahrzeuge rollen achtlos an dem Verunglückten vorbei.

    Als der FC Vorwärts aus Berlin verschwand

    1969 wird der FC Vorwärts Berlin zum 6. Mal DDR-Meister. Rekord! Wieder hatte der Armeesportclub den ewigen Hauptstadt-Rivalen BFC Dynamo in den Schatten gestellt. Der für den BFC zuständige Staatssicherheits-Minister Mielke sorgt jetzt dafür, dass der Konkurrent aus Berlin verschwinden muss.

    Alte Sportstätten an der Oder

    Erstaunlicher Anblick: an einem Oder-Seitenarm bei Brieskow-Finkenheerd stehen ein verlassener Schiedsrichterturm und von Bäumen überwucherte Zuschauerbänke. Überbleibsel einer mehr als 100 Jahre alten Regattastrecke.

  • Theodor 09.03.2014 18:32

    +++  Die Notfallmedizin der Mönche +++  Die ersten Rettungswagen +++ Carl Thiem: Vater der Unfallmedizin  +++ Geheimsache Zugunglück +++ Soldaten ohne Gesicht

    In einem Klosterraum giesst ein Mönch einen Krug Wasser in ein anderes Gefäß. (Quelle rbb )

    Die Notfallmedizin der Mönche

    Leichte Verletzungen konnten im Mittelalter zu einer tödlichen Bedrohung werden, weil das Wissen über Heilmethoden vielfach fehlte.

    Im Museum ist eine historische Rettungs-Karre zu sehen ( Quelle rbb)

    Die ersten Rettungswagen

    Einen Verwundeten zu einem Arzt zu bringen, das war früher eine langsame und schmerzhafte Angelegenheit für die Betroffenen.

    Wir schauen auf ein Gemälde von Carl Thiem ( Quell rbb )

    Carl Thiem: Vater der Unfallmedizin

    Es war die Zeit der Eisenbahnunglücke, der explodierenden Dampfmaschinen und des 1. Weltkrieges: Im April 1914 nahm der Unfallmediziner Carl Thiem in Cottbus ein Krankenhaus in Betrieb, das die Unfallheilkunde zu einer bis dahin ungeahnten Blüte brachte.

    Mit Blut verschmierte Sachen auf einer Bank in einem Flur ( Quelle rbb )

    Geheimsache Zugunglück

    Nur wenige sollten von einem der schwersten Zugunglücke in der DDR erfahren. Es ereignete sich am 1. März 1962 auf der Eisenbahnstrecke Berlin-Leipzig bei Trebbin.

    Blick auf zwei Fotos, in einer Ausstellung, von entstellten Soldaten ohne Nasen( Quelle rbb)

    Soldaten ohne Gesicht

    Der I. Weltkrieg veränderte nicht nur die Waffentechnik, sondern auch die Art der medizinischen Versorgung. Zum ersten Mal wurden im großen Stil Bluttransfusionen eingesetzt und weiterentwickelt - eine Folge der blutigen Schlachten.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor 23.02.2014 18:32

    August Bier - der Erfinder des Stahlhelms +++ Kummersdorf – das Labor der Kriege +++ Uranwettlauf und die Bomben von Oranienburg +++ Raketen in Pinnow +++ Kanonenkugeln aus Peitz +++

    Im Wald sind Überreste eines Gebäudes zu erkennen (Quelle rbb)

    Kummersdorf – das Labor der Kriege

    Jegliches Kriegsgerät, dass deutsche Soldaten auf den Schlachtfeldern benutzten – von der Kanone bis zum Kochgeschirr wurde von 1874 bis 1945 in Kummersdorf auf seine Kriegstauglichkeit getestet.

    Die Kamera blickt durch ein großes Fadenkreuz (Quelle rbb)

    Raketen in Pinnow

    Vom Rüstungsstandort zum Abrüstungsstandort. Einst wurden in Pinnow Raketen der NVA gewartet, Panzerfäuste gebaut - ein Hochsicherheitsobjekt in der Uckermark, das zu bestimmten Zeiten auch das Interesse der alliierten Militärmissionen in der DDR fand.

    Großaufnahme von gestapelten Kanonenkugeln (Quelle rbb)

    Kanonenkugeln aus Peitz

    Alle kennen Peitz wegen seiner Karpfenteiche, aber aus der gleichen Zeit entstammt das Hüttenwerk. Der erste Hochofen Brandenburgs wurde hier gebaut und zwar aus nur einem Grund, um den brandenburgischen und später preußischen Truppen Munition zu liefern.

  • Theodor 09.02.2014 18:32

    + Der Möhring-Chor aus Alt Ruppin
    + Weltkriegslieder
    + Roter Adler, braune Vergangenheit
    + Gerhard Gundermanns spröde Heimatlieder
    + Der Lieddichter Paul Gerhardt

    Möhring Männerchor singt vor der Möhringbüste (Quelle rbb)

    Der Möhring-Chor aus Alt Ruppin

    1873 gründete Ferdinand Möhring in Alt Ruppin einen Männerchor - der noch heute existiert. Der Königliche Musikdirektor Möhring sorgte dafür, dass der Männergesang Einzug hielt im Ruppiner Land - und das in bis dahin ungekannter Qualität.

    Notenblatt, durchschimmernd sieht man eine Truppe marschieren ( Quelle rbb)

    Weltkriegslieder

    Mit welchen Liedern auf den Lippen sind deutsche Soldaten vor hundert Jahren in den Krieg gezogen? Die Zeitungen waren voll mit selbstgedichteter Kriegsbegeisterung.

    Brandenburgfahne im Wind

    Roter Adler, braune Vergangenheit

    Kiefernwälder, Sand und blaue Seen - nur selten wurde die karge Schönheit Brandenburgs so inbrünstig besungen. Kein Wunder, dass die von Gustav Büchsenschütz komponierte Märkische Heide zur inoffiziellen Landeshymne wurde. Kein Zweifel: ein Heimatlied, das heute unbefangen gesungen wird.

    Gerhard Gundermann schaut aus einem Baggerfenster heraus ( Quelle rbb)

    Gerhard Gundermanns spröde Heimatlieder

    Er saß selbst auf dem Kohlebagger und dachte in seinen Liedern kritisch nach über eine Heimat, "von dessen Haut er schon gefressen hat“. Aus der Arbeit und dem Leben im Lausitzer Braunkohlerevier nahm Gerhard Gundermann Inspirationen für eine einzigartige Poesie.

    Gemälde von Paul Gerhardt, rechts davor sind Orgelpfeiffen zu sehen (Quelle rbb )

    Paul Gerhardt

    Seine Lieder finden sich noch nach mehr als 300 Jahren in jedem evangelischen Gesangsbuch. Paul Gerhardt war einer der größten deutschen Liederdichter. Und einer der ersten, die das Ich in die religiöse Dichtung einführten.

  • Theodor 26.01.2014 18:32

    Verschwunden und wieder aufgetaucht +++ Die "Puff-Apostel" von Prenzlau +++ Die Rückkehr der Frankfurter Marienkirchfenster +++ Nazi-Kunst im Döllnsee +++ Schirmers Geständnis: Einbruch um ein Bild zu retten +++ Klingmühl: wie Dorfbewohner ihren Ort retteten

    Die "Puff-Apostel" von Prenzlau

    Vor der Roten Armee konnten sie erfolgreich versteckt werden, dem Geschick technisch versierter Einbrecher nach der Wende waren sie nicht gewachsen: Die Altarfiguren der Prenzlauer Marienkirche verschwanden scheinbar spurlos. Bis ein Kriminalbeamter aus Köln sie zufällig entdeckte: in einem Bordell.

    Die Rettung der "Feldbaubrigade"

    Staatliche Auftragskunst in der DDR - was war das schon? Sozialistischer Realismus? Proletarische Helden? Weg damit auf den Müll, so mögen viele gedacht haben damals. Doch so eng und staatstragend ist die Kunst in der DDR oftmals gar nicht gewesen.

    Die Rückkehr der Frankfurter Marienkirchfenster

    Eine ganze Bilderbibel - gemalt in Bleiglasfenstern. Kaum jemand hatte bis 1991 daran geglaubt, dass der alte Schatz der Frankfurter Marienkirche noch einmal auftauchen könnte. Theodor zeichnet das machtpolitische Spiel um die Rückkehr der Kunstwerke nach.

    Nazi-Kunst im Döllnsee

    Nicht alle Kunstgegenstände konnte Hermann Göring 1945 rechtzeitig aus seinem pompösen Landsitz Carinhall in der Schorfheide retten. Drei Skulpturen des Bildhauers Arno Breker wurden erst 1990 aus dem Großen Döllnsee geborgen. Innenminister Diestel leitete die Aktion.

    Klingmühl: wie Dorfbewohner ihren Ort retteten

    Klingmühl bei Finsterwalde war schon leergezogen, zum großen Teil abgerissen, als die Kohlebagger am Dorfrand stoppen mussten. Mit großer Hartnäckigkeit und gegen viele Widerstände eroberten sich die Klingmühler daraufhin ihr Dorf zurück.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor 12.01.2014 18:32

    +++ Gesetzlose Gesellschaft +++ Fontane und die Rosenkreuzer +++ Druidenorden in Guben +++ Freimaurer in Cottbus +++ Christian Morgenstern und die Galgenbrüder +++

    auf einem antiken Zettel steht in alter schrift 1809 - 1820 Gesetzlose, auf dem Zettel liegt über Eck noch ein Buch.Quelle rbb

    Gesetzlose Gesellschaft

    Als Preußen durch die Demütigung durch Napoleon am Boden lag, entwickelte sich Widerstand zunächst in der geistigen Elite. So entstand auch die „Gesetzlose Gesellschaft“. Das war keine Vereinigung von Gesetzlosen sondern eine Vereinigung kluger und freiheitsliebender Männer, die ungezwungen ohne Gesetze und Statuten miteinander diskutierten.

    als Schattenumriss ist vorne Theodor Fontane, hinten sitzt Friedrich Wilhelm II,Quelle rbb

    Fontane und die Rosenkreuzer

    Nach dem Tod Friedrich des II. sahen die Rosenkreuzer ihre Chance gekommen. Sein Nachfolger Friedrich Wilhelm II. war ihnen zugetan. Das Zeitalter der Toleranz unter Friedrich II. wollten die Rosenkreuzer durch eine mystisch und religiös gefärbte Machtausübung ablösen.

    Im Vordergrund brennen vier Fackeln , dahinter geht ein Mann im schwarzen Umhang vorbei, Quell rbb

    Druidenorden in Guben

    1908 gründete sich in Guben die Druidenloge „Zur Hoffnung“. Sie gehörte damit zu den mehr als 260 Druidenlogen in Deutschland, die 1936 von den Nazis verboten worden sind. Zu DDR-Zeiten hielt das Verbot an. Erst 1992 besannen sich einige Gubener auf die Existenz dieses Ordens in ihrer Stadt und gründeten sich neu.

    auf einem Buch liegt ein Degen Quelle rbb

    Freimaurer in Cottbus

    "Zum Brunnen in der Wüste", so nennt sich eine Cottbuser Freimaurerloge, die fast in Vergessenheit geraten ist. Der Männerorden hat es sich zum Ziel gesetzt, dass ihre Mitglieder, durch ständiges Arbeiten an sich selbst, ihren Charakter verbessern. Das ist der Kern des geheimnisvollen Freimaurer-Rituals, das vor den Blicken Fremder abgeschirmt wird.

    an einer Hand wird eine Puppe am Galgenstrick gehalten Quelle rbb

    Christian Morgenstern und die Galgenbrüder

    Mit seinen Galgenliedern schuf Christian Morgenstern vor gut 100 Jahren ein ganz eigenes Genre in der Literatur. Seine grotesken Dichtungen sind bis heute berühmt. Weniger bekannt ist, dass der Name Galgenlieder seinen Ursprung in Brandenburg hat – auf dem Galgenberg in Werder.