Theodor

Bitte lächeln! Fotografen auf Wanderschaft +++ Immer Rummel: Schausteller im Osten +++ Bildschöne Häuser vom Wandermaler +++ Hollywood kommt ins Dorf +++ Nirgendwo zu Hause – Das Leid der Roma und Sinti

Die Sendung im Detail

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Das Brandenburger Haus in den Ötztaler Alpen

Wo der Rote Adler am höchsten flattert - Das Brandenburger Haus in den Alpen

Seit mehr als einhundert Jahren thront das „Brandenburger Haus“ über einem Gletscher in den Ötztaler Alpen. Es zählt zu den höchsten Schutzhütten in den Alpen und wird von der Alpenvereins-Sektion Berlin bewirtschaftet. Geöffnet von Juni bis September, kann man von hier aus zahlreiche Gipfel besteigen und das Klettern im Gletschereis üben. Dass die Hütte da steht, ist nicht nur eine bautechnische Meisterleistung, sondern auch das Ergebnis einer unheilvollen Konkurrenz. 

Gerhard Neumann (vorn Mitte) mit Mitarbeitern bei General Electric

Gerhard Neumann aus Frankfurt (Oder) - Der Düsenjet-Erfinder

Gerhard Neumann (1917 – 1997) war ein Erfinder und Flugzeugingenieur, der Entscheidendes für die Entwicklung von Düsentriebwerken geleistet hat.  Als deutscher Jude hatte er im eigenen Land keine Chance – dafür machte er in den USA Karriere, wo er es bis an die Spitze eines Weltkonzerns schaffte.  In seinem Geburtsort Frankfurt (Oder) ist eine Straße nach ihm benannt, in Bayern ein Museum.

Der Ballon "Preußen" beim Start am 31.7.1901. Forscher Berson und Süring. (Fotomontage)

Zwei Ballonfahrer entdecken die Stratosphäre - Der Höhenrekord im Ballon

Arthur Berson und Reinhard Süring sind Meteorologen und Pioniere der wissenschaftlichen Luftfahrt. 1901 wollen sie durch Augenzeugenschaft beweisen, was unbemannte Ballonflüge erbrachten: In zehntausend Metern bleibt die Temperatur konstant oder steigt sogar. Und so starten sie auf dem Tempelhofer Feld auf eine Reise in eine bis dahin unbekannte Luftschicht: die Stratosphäre - in einer offenen Gondel. Ein lebensgefährliches Unterfangen.

Museumstipp 1

Museumstipp 2

Würdigung in Bayern - Das Gerhard-Neumann-Museum

Nicht in Neumanns Geburtsstadt Frankfurt (Oder) sondern im niederbayrischen Niedralteich gibt es ein Gerhard-Neumann-Museum. Josef Voggenreiter, einst Techniker bei der Bundesluftwaffe, hat das Museum rund um einen früheren Kampfjet aufgebaut, den skandalbehafteten Starfighter. Voggenreiter ist begeistert von der Triebwerkstechnik Neumanns. Die vielen Abstürze, die den Ruf des Jets in Westdeutschland ruiniert haben, hätten mit Neumanns Erfindungen nichts zu tun. Nach Voggenreiters Ansicht sei das Flugzeug durch die Militärführung mit zu vielen Funktionen überfrachtet worden.

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer auf dem Dach des 88 Meter hohen Oderturms

    Theodor vom 30.08.2015

    Brandenburg - ganz oben! +++Das Brandenburger Haus in den Alpen+++Rekordfahrt im Ballon+++Der Düsenjet-Erfinder Gerhard Neumann+++Wir sind die Größten!+++Der Berliner Fernsehturm+++

    Das Brandenburger Haus in den Ötztaler Alpen

    Geschichte - Das Brandenburger Haus in den Alpen

    Das Brandenburger Haus  in den Ötztaler Alpen liegt auf 3277 Metern Höhe - es ist die höchstgelegene Schutzhütte des Deutschen Alpenvereins.  Errichtet wurde sie Anfang des 20. Jahrhunderts durch Mitglieder der Brandenburger Sektion des Alpenvereins, der eine unrühmliche Geschichte hat.

    Ballon Preußen mit den Forschern Berson und Süring

    Rekordfahrt im Ballon

    Arthur Berson und Reinhard Süring sind Meteorologen und Pioniere der wissenschaftlichen Luftfahrt. 1901 starten sie auf dem Tempelhofer Feld eine Reise in eine bis dahin unbekannte Luftschicht: die Stratosphäre - in einer offenen Gondel. Ein lebensgefährliches Unterfangen.

    Mann im Jet (Quelle: rbb)

    Der Düsenjet-Erfinder Gerhard Neumann

    Gerhard Neumann (1917 – 1997) war ein Erfinder und Flugzeugingenieur, der Entscheidendes für die Entwicklung von Düsentriebwerken geleistet hat.  Als deutscher Jude hatte er im eigenen Land keine Chance – dafür machte er in den USA Karriere, wo er es bis an die Spitze eines Weltkonzerns schaffte.   

    Brandenburger Rekord (Quelle: rbb)

    Wir sind die Größten!

    Brandenburger Rekorde: Die längsten Soldaten, der größte Uhrenturm, die höchste Traglufthalle, die größten kleinen Berge und vieles mehr: Theodor beweist, was die bescheidenen Brandenburger von sich nie zu sagen wagen: Wir sind die Größten! Zumindest im eigenen Land.

    Der Fernsehturm (Quelle: rbb)

    Der Berliner Fernsehturm

    Das gibt es nur in Berlin: So etwas Technisches wie einen Sendeturm mitten ins Stadtzentrum zu pflanzen. Mit seinen 368 Metern Höhe ist der Turm am Alex hierzulande einsame Spitze. Vor fünfzig Jahren begann der Bau des Ostberliner Wahrzeichens.  

  • Das Gasthaus Zollbrücke war schon von jeher ein beliebtes Ausflugslokal. Quelle: rbb

    Das Gasthaus Zollbrücke - Als jeder Gang über die Brücke noch Geld kostete

    Eine Brücke und eine Zollstation gibt es nicht mehr, doch der Name ist geblieben – Zollbrücke. Im Zuge der Verlegung der Oder und der Trockenlegung des Oderbruchs unter Friedrich II. im 18. Jahrhundert war hier eine Holzbrücke gebaut worden, damit die Bauern jenseits des Flusses auf ihre Felder kamen.  

    Die See-Lodge in Kremmen erinnert an koloniale Pfahlbauten. Quelle: rbb

    Gastwirtschaftsbetrieb über vier Generationen - Die See-Lodge am Kremmener See

    Auf 64 Pfählen - jeder Pfahl mehr als drei Meter tief in den Seegrund versenkt - so steht die "Seelodge" heute am Kremmener See. Die Architektur soll nach der Renovierung 2006, die in die Millionen ging, an die kolonialen Lodges in Kanada oder Südafrika erinnern und zieht jedes Jahr Besucher aus der ganzen Welt an.

  • Eisenbahnunglück in Lebus 1977, Quelle: rbb/DRA

    29 Tote bei Bahnunfall 1977 - Das Zugunglück von Lebus

    Im Sommer 1977 kam es in Lebus zu einem schweren Zugunglück, bei dem 29 Menschen starben. Ein Urlauberzug in Richtung Stralsund wurde im Frankfurter Ortsteil Booßen auf ein falsches Gleis gelenkt und kollidierte in Lebus mit einem entgegenkommenden Güterzug.

    Als die "Wunderwaffen" explodierten - Das Drama um den Pritzwalker Bahnhof

    Nur wenige Tage vor Kriegsende 1945 steht auf dem Pritzwalker Bahnhof ein Zug, beladen mit den angeblichen deutschen Wunderwaffen V2. Ein sowjetisches Flugzeug schießt den Zug mit Leuchtspurmunition in Brand und löst eine Serie von Explosionen aus - eine verheerende Katastrophe mit hunderten Toten.

  • Mast von einem Boot (Quelle: rbb)

    Die Erfindung der "Lustsegeley"

    Im Wind, am Wind, vor dem Wind, halber Wind, in der Seglersprache gibt es viele Ausdrücke für den Kurs, der gerade eingeschlagen ist. Mit seiner Unmenge von Seen und Flüssen ist Berlin und Brandenburg ein Paradies für Segler, heute wie damals. Und so beginnt in unserer Region auch die Geschichte der sogenannten Lust-Segeley und nicht etwa an der Küste.

    Geflößte Stämme aus Lychen finden sich in vielen Berliner Bauten (Quelle: dpa)

    Von Flößern und Pfählen

    Man könnte behaupten, Berlin ohne das Holz aus der Mark wäre nichts als Sumpf und Sandwüste. Die Berliner Baumeister wussten, wie sie den richtigen Grund für auch schwere Bauwerke schaffen, in dem sie Holzpfähle in den Boden rammen - und am besten in den feuchten Boden. Denn Grundwasser hielt das Holz intakt.

    Schiff am Hafen (Quelle: rbb)

    Das Binnenschiffer-Kinderheim

    Berlin wurde "aus dem Kahn" gebaut, sagte man vor hundert Jahren. Fast alle Baustofftransporte kamen auf dem Wasserweg. Tausende Menschen hatten auf den Lastkähnen Arbeit und ein schwimmendes Zuhause. Auch zu DDR-Zeiten hatte die Binnenschifffahrt noch eine große Bedeutung. Nicht immer konnten die Kinder mit - es war ja nicht immer Ferienzeit.

    Titanic am Scharmützelsee (Quelle: dpa/Pleul, Montage: rbb)

    Die Titanic im Scharmützelsee

    Im September 1942 stieß die „Titanic“ auf dem Scharmützelsee mit einem Eisberg zusammen. Das „Märkische Meer“ wurde zum Schauplatz aufwändiger Trickaufnahmen. „Theodor“ hat noch Zeitzeugen gefunden, die sich an die Dreharbeiten erinnern.

    Der Freibeuter Benjamin Raule

    1675 stellt sich der Holländer Benjamin Raule in die Dienste des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Der träumt davon, Brandenburg zu einer kolonialen Seemacht aufsteigen zu lassen. Möglich wird dies, weil der Brandenburger Herrscher mit dem Herzogtum Preußen nach dem 30jährigen Krieg auch über große Teile der südlichen Ostseeküste verfügt.

    Fritze Bollmann fällt ins Wasser

    Die wahre Geschichte von Fritze Bollmann

    "In Brandenburch uffn Beetzsee" - da ist es passiert: Der Barbier Fritze Bollmann soll aus seinem Angelkahn gefallen und ertrunken sein. So wurde es in dem Gassenhauer wieder und wieder gesungen. Und alle Brandenburger kennen das Lied.

  • Ein Kleinkind als Wunderheiler - Tausende kamen zu ihm in die Prignitz, Quelle: rbb

    Eine Tragödie aus der Prignitz - Der Wunderknabe von Kehrberg

    Kehrberg in der Prignitz, 1734. Der dreijährige Johann Ludwig Hohenstein, 7. Sohn des Dorfschmiedes von Kehrberg, soll durch Handauflegen und Streichen Krankheiten jeder Art heilen können. Innerhalb von drei Monaten pilgern 30.000 Leute in das Prignitzer Dorf, um sich vom dem Kind berühren zu lassen. Für den Wittstocker Stadtphysicus Adamus Spies ist das Scharlatanerie, der er ein Ende setzen will.

    "Ein höchst nöthiger Unterricht" - mit wissenschaftlichen Weihen

    Die Hof-Wehemutter Justina Siegemundin - Eine Hebamme an der Viadrina

    Der Wehemutter Justine Siegemundin gelingt zum Ende des 17. Jahrhunderts ein bis dato einmaliger Erfolg in der männlich dominierten Wissenschaftslandschaft. Ihr Buch „Ein höchst nöthiger Unterricht von schweren und unrecht stehenden Geburthen“ erhält an der Universität Frankfurt die wissenschaftliche Anerkennung und war lange Zeit Standardwerk in der Hebammenausbildung. 

    Leonora und Bruno Kahn

    Ein jüdischer Arzt in der Nazizeit - Der Landarzt von Lebus

    Lebus an der Oder in den 1930er Jahren - eine kleine, gemütliche Stadt, die mit der großen Politik in Berlin eigentlich nur wenig am Hut hat. Aber nach 1933 ändert sich das schlagartig: Der beliebteste und bekannteste Arzt der Lebuser ist plötzlich ein "Rassenfeind": Dr. Bruno Kahn.

    Die TV-Serie "Schwester Agnes" setzte der Gemeindeschwester ein Denkmal

    Gemeindeschwestern in der DDR - Agnes und ihre Schwestern

    Sie waren Krankenpflegerin, Diagnostikerin, Lebensretterin genauso wie  Familienbetreuerin, Eheberaterin und auch mal Köchin. Das Aufgabenspektrum der Gemeindeschwester war groß. „Von der Geburt bis zum Sarg“, wir waren für alles zuständig sagt Hannelore Wiedemann aus Elsterwerda.  Die 71jährige war 19 Jahre lang Gemeindeschwester in Kraupa-Dreska.  Ein 24-Stunden-Dienst für 900 Mark monatlich.

    Eigentlich wollte er Apotheker werden - wirklich?

    Stift oder Stößel - das war die Frage - Fontanes Apothekensuche

    1847 suchte der junge Pharmazeut Theodor Fontane dringend eine Apotheke, um sich eine wirtschaftliche Zukunft zu schaffen. Zwar gelang es ihm, sich etwas Geld zu leihen, doch nie genug, um die erträumten vakanten Apotheken zu kaufen. Nicht die in Gusow, nicht die in Köpenick und auch an der heute noch existierenden Löwenapotheke in Frankfurt (Oder) ist Fontane gescheitert. Schließlich wird er Lehrausbilder - und hat genug Zeit zum Schreiben. Was bald darauf sein Beruf wird.
     

  • Die älteste gärtnerische Lehranstalt Deutschlands. Quelle: rbb

    Von Wurzelbeobachtungshäusern und Obstplantagen - Königliche Lehranstalt sorgte für guten Gärtnernachwuchs

    Die im Jahr 1823 gegründete "Königliche Gärtner-Lehranstalt" ist die älteste gärtnerische Lehranstalt Deutschlands. Ihr erster Direktor, Peter Joseph Lenné, der bereits 1822 den „Verein zur Beförderung des Gartenbaus in den Königlich Preußischen Staaten“ gegründet hatte. Zunächst befand sie sich in Wildpark West bei Potsdam, 1903 zog sie aus Platzmangel nach Dahlem um.  

    Das Schweizerhaus-Areal war einer der modernsten Obstbaubetriebe der Region. Quelle: Schweizerzhaus e.V.

    Die Simonschen Anlagen in Seelow

    In Seelow hat der Berliner Bankier Hugo Simon zwischen 1919 und 1933 ein landwirtschaftliches Mustergut geschaffen. Herzstück der “Simonschen Anlagen” war ein moderner Gartenbaubetrieb, dessen Dimensionen heute nur noch zu erahnen sind. Ein gemeinnütziger Verein versucht nun, die Geschichte des Gutes dem Vergessen zu entreißen und Besuchern eine Ahnung zu verschaffen, wie die Landschaft damals gestaltet wurde.

  • Mit kurfürstlicher Kaperlizenz: Benjamin Raule, Quelle: rbb/Kilbert

    Ein Pirat im Dienste Brandenburgs - Der Freibeuter Benjamin Raule

    1675 stellt sich der Holländer Benjamin Raule in die Dienste des Brandenburger Kurfürsten Friedrich Wilhelm. Der träumt davon, Brandenburg zu einer kolonialen Seemacht aufsteigen zu lassen. Möglich wird dies, weil der Brandenburger Herrscher mit dem Herzogtum Preußen nach dem 30jährigen Krieg auch über große Teile der südlichen Ostseeküste verfügt.

    Mehr als 7 Millionen Deutsche haben in Bremerhaven ihr Land verlassen

    Mit 60 aus dem Oderbruch nach Texas - Die Auswanderin Justina Tubbe

    7,2 Millionen Auswanderer haben Deutschland auf dem Seeweg verlassen – das  Deutsche Auswandererhaus Bremerhaven erzählt  Geschichten von 2000 Frauen, Männern, Kindern.  Auch die von Brandenburgern sind darunter. Eines der dargestellten Auswandererschicksale ist das von Justina Tubbe, die 1855 in der ersten Auswandererwelle nach Amerika ging.

    Hansjürgen Richter, Seemann und Maler, Quelle: rbb

    Hansjürgen Richter und die Hochseefischerei - Ein Seebär im Oderbruch

    Nah am Wasser, hinterm Deich, in Neutrebbin, hat die Seefahrt ein Zuhause gefunden. Dort, wo man laufen kann, ohne gleich das Ende zu sehen. Hansjürgen Richter sagt das über seine neue Heimat Oderbruch. Aufgewachsen in Güstrow, hat er hier Ruhe gefunden. Ohne seine alte Krankheit, das Fernweh, jemals besiegt zu haben.