Vasen gegen Soldaten - 1718 kamen die Könige von Preußen und Sachsen miteinander ins Geschäft.

Theodor

Theodor erzählt Geschichten vom Tauschen: Wie der Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. China-Vasen gegen Sachsen-Soldaten verscherbelte, wie das Westgeld 1990 in den Osten kam, wie die Berliner in Brandenburg nach dem Krieg Wertsachen gegen Lebensmittel tauschten und wie in Frankfurt (Oder) bunte Steinskulpturen für Trabi-Werkstatttermine über den Tisch gingen. Gerald Meyer ist auf Hans-im-Glück-Tour auf dem Mittelaltermarkt in Chorin.  

Die Sendung im Detail

Weitere Infos zur aktuellen Sendung

Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. liebte das Militär mehr als Porzellan

Ein königlicher Handel zwischen Preußen und Sachsen - Soldaten gegen Porzellan

Zwei Könige, zwei Leidenschaften und zwei Mal leere Kassen: Für den preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. und den sächsischen Monarchen August der Starke ergibt sich 1718 eine günstige Tauschgelegenheit. Die Sachsen bieten den Preußen 600 Dragoner gegen eine wertvolle Sammlung chinesischen Porzellans aus dem Schloss Oranienburg.

Nach langem Schlangestehen vor einer Leipziger Bank freut sich dieser junge Mann über seine D-Mark-Banknoten, aufgenommen am 1.7.1990, der Tag der innerdeutschen Währungsunion (Quelle: dpa)

Der große Geldumtausch - Wie das Westgeld in den Osten kam

Im Mai 1990 unterschrieben die Finanzminister Ost und West den Staatsvertrag zur Währungs-, Wirtschafts- und Sozialunion. Schon zwei Monate später, an einem Sonntag, dem 1. Juli 1990, hoben die DDR-Bürger ihre ersten D-Markscheine von ihrem Konto ab.

Speit Feuer: Drache Sulpora

Beim Mittelalterspektakel in Chorin

Jedes Jahr um die Osterzeit verwandelt sich der Platz oberhalb des Klosters Chorin in einen riesigen Mittelaltermarkt. Das von der Gruppe Spilwut initiierte "Spectaculum" vereint Musiker, Gaukler, Artisten, Händler, Schausteller zu einem großen Jahrmarktstreiben, das Tausende Besucher anzieht. Für "Theodor"-Moderator Gerald Meyer bot das Spectaculum die richtige Kulisse für eine Sendung rund um das Thema "Tauschen".  

Theodor Archiv

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    Theodor vom 02.04.2017

    +++ Wie die faule Grete die Mark eroberte +++ Hokuspokus am Hof der Hohenzollern +++ Wohnen, wie es im Buche steht +++Denkmalschutz nach der Wende +++ Die Rettung des Lübbener Schlossbezirks +++

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    Die Sammlung Duncker - einmaliges Zeitkolorit - Wohnen, wie es im Buche steht

    Die Geschichte der Hohenzollern ist durch fast pausenloses Bauen geprägt. Der Grafiker Alexander Duncker hat den herrschaftlichen Anwesen der Mark ein Denkmal gesetzt. Von 1857 bis 1883 erschienen in seinem Verlag 960 Ansichten von Schlössern, die schließlich in 15 Bänden veröffentlicht wurden. Viele abgebildete Bauwerke sind heute nicht  mehr vorhanden.

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    Theodor vom 19.03.2017

    Spionagegeschichten: +++Mata Hari –die tanzende Spionin +++Brieftauben – die fliegenden Spione+++Die Funker der roten Kapelle +++Die Spione im Tunnel +++Manfred Smolka –  Todesstrafe aus Erziehungsgründen +++Moderation: Gerald Meyer

    Mata Hari und der Stein von Prötzel

    Mata Hari in Berlin

    Bei Prötzel, östlich von Berlin, findet sich eine Art Gedenkstein: Die Aufschrift Mata Hari steht auf dem überwucherten Findling.  Zwei Heimatforscher haben ihn freigelegt und rätseln: Ein Erinnerungsort an die wohl berühmteste Tänzerin und Spionin im 1. Weltkrieg, abseits der Metropole Berlin?   

    Der Spionagetunnel zwischen Rudow und Altglienicke - Teilstück im Alliiertenmuseum

    Spionage unter der Plantage

    Was machte die CIA unter dem Acker von Obstbauer Noack? "Wir gehen davon aus, dass das in den 50er Jahren das gößte Projekt des amerikansichen Geheimdienstes in Europa war", sagt Bernd von Kostka vom Alliiertenmuseum Berlin. Die Rede ist von einem Spionagetunnel zwischen dem Westberliner Rudow und dem Ostberliner Ortsteil Altglienicke. Amerikanische und britische Geheimdienste zapften hier sowjetische Militärleitungen an.  

    "Tausend Grüße allen Freunden" - die Berliner Widerstandsgruppe Harnack/Schulze-Boysen hat nur einen einzigen Funkspruch abgesetzt.

    Die Rote Kapelle - eine Spionagelegende

    Juni 1941, irgendwo in Berlin. Ein Probe-Funkspruch  an den sowjetischen Militär-Nachrichtendienst. Der Kommunist Hans Coppi funkt die harmlose Nachricht:
    „Tausend Grüße allen Freunden“.   Coppi ist Teil einer geheimen Widerstandsgruppe um den Luftwaffenoffizier  Harro Schulze-Boysen und den Regierungsbeamten Arvid Harnack. Der Test ist der einzige Funkspruch, der von der Gruppe je abgesetzt wurde.

    Der Fall Smolka

    Manfred Smolka – ein ehemaliger Grenzoffizier und DDR-Flüchtling – verurteilt zur Todesstrafe aus erzieherischen Gründen. Bei der Gerichtsverhandlung führte die Staatssicherheit Regie - Die Anschuldigungen: Verrat von  Dienstgeheimnissen an westliche Geheimdienste.

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    Theodor vom 05.03.2017

    Leben mit den Besatzern: + Besatzerkinder – eine Berlinerin sucht ihren amerikanischen Vater + Gasthof in Elstal + Das Ende der Besatzungszeit + Kunstraub durch Napoleons Soldaten

  • Gerald Meyer und Ulrich Feick auf dem Sociable-Tandem

    Theodor vom 19.02.2017

    200 Jahre Fahrrad: +++Die ersten Radlerinnen+++Räder aus Brandenburg+++Das Radler-Bier+++Zeitungsfahrer-Rennen in Berlin+++Meine Geschichte: Didi Senft+++Moderation: Gerald Meyer

    Andrea Kiersch von Historische Fahrräder Berlin e.V. Quelle: rbb/Urbanski

    Die ersten Radlerinnen

    Frauen, die den Aufstieg wagen. Ohne Rock und Korsett aufs Hochrad. Welch ein Skandal Um 1890 herum, waren die radelnden Damen nicht unbedingt gern gesehen in der Männerwelt.

    Fahrradmontage bei Brennabor, Quelle: Stadtmuseum Brandenburg a. d. H.

    Räder aus Brandenburg

    Bevor „Brennabor“ aus Brandenburg an der Havel eine bekannte deutsche Automarke wurde, war sie vor allem Fahrradfreunden bekannt. Ohne die Fahrradproduktion wäre aus der Stadt Brandenburg wohl nie eine echte Industriestadt geworden.

    Vier Männer stoßen während des Hopfentages am 23.07.2014 mit Biergläsern in Prosigk (Sachsen-Anhalt) an. (Bild: dpa)

    Radler-Bier

    Die Hälfte Bier, die andere Zitronenbrause – fertig ist das „Radler“. Oder heißt es Potsdamer? Oder Alsterwasser? Sowohl die Namen als auch die Ursprungslegenden für die Mix-Biere sind sehr unterschiedlich.

    Zeitungsfahrer in Berlin gehörten zum Stadtbild, Quelle: Landesarchiv Berlin

    Das Zeitungsfahrer-Rennen

    Wenn der Berliner sanft noch träumt / wird unser Stahlross aufgezäumt. / Es trägt das Fahrrad die Gewichte / des Zeitungssacks voll Weltgeschichte.  So schrieb der Radsportjournalist und Manager Fredy Budzinski 1920 über die Zeitungsfahrer, die in Berlin damals das Straßenbild prägten. Durch sie kam Budzinski auf die Idee für eine äußerst erfolgreiche Rennveranstaltung.

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    Theodor vom 05.02.2017

    +++ Zivile Karriere der Militäruniform +++ Rechte und linke Skinheads +++ Der Stolz der Bergleute +++ Die närrische Reise der Karnevalsuniform +++ Von der Uniform zum Herrenanzug +++

    Theodor_Karneval.jpg - Quelle: rbb

    Die Narrenkappe erfand ein Preuße! - Militärisch geordneter Karnevalszug

    Die Preußen prägten entscheidend den Karneval in ihrer Optik. Eigentlich wollten sie den Rosenmontagszug verbieten, weil er viel zu zügellos und unzüchtig war. Aber stattdessen ordnete die Besatzungsmacht einen Festzug in ordentlichen Gruppen an und von da an entwickelte sich der Kölner Karneval zum Massenphänomen.

    Bergmann.jpg - Quelle: rbb/ Heinz Müller

    Bergarbeiter tragen keine Uniform, sondern ein Ehrenkleid - Zündschnüre an den Ärmeln sind Pflicht!

    Jahrhunderte lang fuhren Bergleute in den Schacht ein, nur spärlich gekleidet mit einem einfachen Kittel mit Kapuze gegen die Nässe. Das war die Gugel. Um schnell von einem Schacht in den nächsttieferen zu gelangen, rutschte man auf einem Leder hinunter, dem heute noch sprichwörtlichen "Arschleder". Erst ab 1769 regelte eine Verordnung im Kurfürstentum Sachsen, dass die Bergmänner zu bestimmten kirchlichen und weltlichen Anlässen eine Festtagstracht anlegen sollen. In Preußen geschah das erst 90 Jahre später auf Anordnung des Oberbergamtes in Halle.

    Theodor_Skin.jpg - Quelle: rbb

    Mit Glatze und Springerstiefel - Rechtsextreme und linke Skinheads

    Die Zeiten, in denen Rechtsextreme schon an ihrer Kleidung zu erkennen waren, sind längst Geschichte. Vor allem Springerstiefel waren in der Nachwendezeit ein Symbol von Schlägern aus der rechten Hooliganszene. Doch die Dinge sind anders als sie zunächst erschienen: Auch die linke Szene war mit Symbolen unterwegs, die aus England in den Osten Deutschlands gelangten.

  • Moderator Gerald Meyer (Quelle: rbb)

    Theodor vom 22.01.2017

    Katastrophen in 7er Jahren: +++Die Oderflutkatastrophe von 1947+++Der Untergang der Fiete Schulze 1967+++Der Raketenunfall von Dannenwalde 1977+++Tupolev-Absturz vor Westafrika+++ Moderation: Gerald Meyer

    Winterlandschaft Fluss Oder (Quelle: rbb)

    Die Oder-Flutkatastrophe 1947

    Im März 1947 brachen bei Reitwein und Lebus die Oderdeiche. Innerhalb von vier Tagen lief das 60.000 Hektar große, bewohnte Poldergebiet voll Wasser. Keine zwei Jahre nach den Verheerungen des zweiten Weltkriegs mussten die rund 20.000 Menschen erneut flliehen und ihre Habe zurücklassen.  

    Steueruhr Schiff (Quelle: rbb)

    Der Untergang der "Fiete Schulze"

    Im September 1967 sinkt der DDR-Frachter „Fiete Schulze“ in der Biscaya, westlich von Frankreich. Die internationale Rettungsaktion wird zu einem Politikum.

    Verrostete Rakete (Quelle: rbb)

    14. August 1977 - Der Raketenunfall von Dannenwalde

    In Dannenwalde, an der Oberhavel, nahe Fürstenberg, tobte am 14. August 1977 ein schweres Gewitter. Offenbar schlug ein Blitz in einen offen gelagerten Granaten-Stapel eines Munitionslagers der Roten Armee ein. Die Folge war eine Folge verheerender Explosionen - und eine aufwändige Geheimhaltungsaktion.

    Aufeinanderzusteuernde Flugzeuge Animation (Quelle: rbb)

    Tupolev-Absturz vor Afrika

    Eine Tupolev 154 der Bundeswehr startet am 13. September 1997 von Köln-Bonn nach Kapstadt. Vor der Küste Namibias kollidiert die Maschine mit einem amerikanischen Transportflugzeug. Alle kommen ums Leben. Die Mitglieder der deutschen Besatzung stammen aus dem brandenburgischen Neuhardenberg.

  • Moderator Gerald Meyer im Gespräch (Quelle: rbb)

    Theodor vom 08.01.2017

    +++ 100 Jahre Mitropa - Speisen auf Reisen +++ Design-Geschirr auf Rädern +++ Speisen neben der Autobahn +++ Proviant für die härtesten Reisen der Welt +++

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    Die Mitropa betrieb auch Autobahnraststätten - Speisen neben der Autobahn


    Die erste Autobahn der Welt, nur für Autos, wurde 1921 in Berlin eingeweiht, die Avus. An der Avus entstand kurz darauf auch der Rundbau mit dem Mercedesstern. Ursprünglich als Sitz für die Rennleitung und für Gästegedacht, die dort auch verpflegt worden sind. In dieser Zeit entwickelte sich die Idee,  auch Rastanlagen zu bauen. Die Reichsraststättengesellschaft gründete sich in dem Bau.