Der Aufstieg der Hohenzollern in Brandenburg - Theodor

- Wie die faule Grete die Mark eroberte

- Hokuspokus am Hof Hohenzollern

- Denkmalschutz in Preußen und nach der Wende

- Die Rettung des Lübbener Schlossbezirks

- Wohnen wie es im Buche steht: Grafiken der Herrschaftssitze

 

Raubritter durchziehen im 15. Jahrhundert die Mark Brandenburg, Berlin wird ohne Vorwarnung überfallen und in Brand gesteckt. Der Handel liegt am Boden. In dieser Situation bekommen vor 600 Jahren die Hohenzollern die Mark als Lehen übergeben.  

Die Sendung im Detail

Weitere Infos zur aktuellen Sendung

Mata Hari und der Stein von Prötzel

Mata Hari in Berlin - und Brandenburg?

Bei Prötzel, östlich von Berlin, findet sich eine Art Gedenkstein: Die Aufschrift Mata Hari steht auf dem überwucherten Findling.  Zwei Heimatforscher haben ihn freigelegt und rätseln: Ein Erinnerungsort an die wohl berühmteste Tänzerin und Spionin im 1. Weltkrieg, abseits der Metropole Berlin? 

Der Spionagetunnel zwischen Rudow und Altglienicke - Teilstück im Alliiertenmuseum

Doppelspiel um einen Geheimtunnel - Spionage unter der Plantage

Was machte die CIA unter dem Acker von Obstbauer Noack? "Wir gehen davon aus, dass das in den 50er Jahren das gößte Projekt des amerikansichen Geheimdienstes in Europa war", sagt Bernd von Kostka vom Alliiertenmuseum Berlin. Die Rede ist von einem Spionagetunnel zwischen dem Westberliner Rudow und dem Ostberliner Ortsteil Altglienicke. Amerikanische und britische Geheimdienste zapften hier sowjetische Militärleitungen an. 

Tauben waren im ersten Weltkrieg fliegende Spione, Quelle: Bundesarchiv, Bild 183-R01996 / CC-BY-SA 3.0

Als Tauben aus der Luft fotografierten - Gefiederte Spione

Kurz vor dem 1. Weltkrieg erfand Julius Neubronner, ein Apotheker aus dem Taunus den fliegenden Spion: Brieftauben, mit einem  Fotoapparat inklusive Selbstauslöser am Körper. Das Militär war von dem Patent sofort begeistert. Der Apparat: 40 Gramm leicht, mit komplizierter Selbstauslöser-Technik. Pro Flug können 12 Bilder gemacht werden. Neubronner berechnet Fluggeschwindigkeit und Streckenlänge und spannt danach die Auslöse-Feder im mechanischen Fotoapparat.

Spionagemuseum Überwachungskameras im Foyer

Das Deutsche Spionagemuseum in Berlin - Von Mata Hari bis James Bond

Am Leipziger Platz, unmittelbar an der früheren Mauer zwischen Ost- und Westberlin, gibt das Deutsche Spionagemuseum Einblicke in die Welt der Geheimdienste und der Spionage. Das Museum erzählt Spionagegeschichten von der Antike bis in die Gegenwart. Mit modernster Gestaltung und zahlreichen interaktiven Angeboten schlägt das Museum eine Brücke ins digitale Zeitalter. 

In Wirklichkeit waren die Infrarotlampen in der Seitentür des Trabant nicht zu sehen. Quelle: Deutsches Spionagemuseum Berlin

Infrarot-Fotos aus der "Rennpappe" - Der Spionage-Trabi

Im Deutschen Spionagemuseum in Berlin ist ein besonderer Trabant ausgestellt. Von der DDR-Staatssicherheit wurde er in den 1980er Jahren für die großflächige Fotoüberwachung von öffentlichen Plätzen genutzt. Die mit dem Fahrzeug verbundene Technik war um ein Vielfaches kostspieliger als das gesamte Auto.  

Prof. Johannes Tuchel, Gedenkstätte Deutscher Widerstand

Berliner Widerständler und die Rote Kapelle - "Keine Spionageorganisation"

"Tausend Grüße allen Freunden" - ein einziger Funkspruch nach Moskau wurde übertragen - eine Testsendung. Alles späteren Funkversuche mit dem sowjetischen Militärgeheimdienst schlugen fehl. Die Berliner Widerstandsorganisation um den Luftwaffenoffizier Harro Schulze-Boysen und den Regierungsbeamten Arvid Harnack könne deshalb auch nicht als Spionageorganisation betrachtet werden - sagt Johannes Tuchel, Direktor der Gedenkstätte Deutscher Widerstand in Berlin.   

Theodor Archiv

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    Theodor vom 19.03.2017

    Spionagegeschichten: +++Mata Hari –die tanzende Spionin +++Brieftauben – die fliegenden Spione+++Die Funker der roten Kapelle +++Die Spione im Tunnel +++Manfred Smolka –  Todesstrafe aus Erziehungsgründen +++Moderation: Gerald Meyer

    Mata Hari und der Stein von Prötzel

    Mata Hari in Berlin

    Bei Prötzel, östlich von Berlin, findet sich eine Art Gedenkstein: Die Aufschrift Mata Hari steht auf dem überwucherten Findling.  Zwei Heimatforscher haben ihn freigelegt und rätseln: Ein Erinnerungsort an die wohl berühmteste Tänzerin und Spionin im 1. Weltkrieg, abseits der Metropole Berlin?   

    Der Spionagetunnel zwischen Rudow und Altglienicke - Teilstück im Alliiertenmuseum

    Spionage unter der Plantage

    Was machte die CIA unter dem Acker von Obstbauer Noack? "Wir gehen davon aus, dass das in den 50er Jahren das gößte Projekt des amerikansichen Geheimdienstes in Europa war", sagt Bernd von Kostka vom Alliiertenmuseum Berlin. Die Rede ist von einem Spionagetunnel zwischen dem Westberliner Rudow und dem Ostberliner Ortsteil Altglienicke. Amerikanische und britische Geheimdienste zapften hier sowjetische Militärleitungen an.  

    "Tausend Grüße allen Freunden" - die Berliner Widerstandsgruppe Harnack/Schulze-Boysen hat nur einen einzigen Funkspruch abgesetzt.

    Die Rote Kapelle - eine Spionagelegende

    Juni 1941, irgendwo in Berlin. Ein Probe-Funkspruch  an den sowjetischen Militär-Nachrichtendienst. Der Kommunist Hans Coppi funkt die harmlose Nachricht:
    „Tausend Grüße allen Freunden“.   Coppi ist Teil einer geheimen Widerstandsgruppe um den Luftwaffenoffizier  Harro Schulze-Boysen und den Regierungsbeamten Arvid Harnack. Der Test ist der einzige Funkspruch, der von der Gruppe je abgesetzt wurde.

    Der Fall Smolka

    Manfred Smolka – ein ehemaliger Grenzoffizier und DDR-Flüchtling – verurteilt zur Todesstrafe aus erzieherischen Gründen. Bei der Gerichtsverhandlung führte die Staatssicherheit Regie - Die Anschuldigungen: Verrat von  Dienstgeheimnissen an westliche Geheimdienste.

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    Theodor vom 05.03.2017

    Leben mit den Besatzern: + Besatzerkinder – eine Berlinerin sucht ihren amerikanischen Vater + Gasthof in Elstal + Das Ende der Besatzungszeit + Kunstraub durch Napoleons Soldaten

  • Gerald Meyer und Ulrich Feick auf dem Sociable-Tandem

    Theodor vom 19.02.2017

    200 Jahre Fahrrad: +++Die ersten Radlerinnen+++Räder aus Brandenburg+++Das Radler-Bier+++Zeitungsfahrer-Rennen in Berlin+++Meine Geschichte: Didi Senft+++Moderation: Gerald Meyer

    Andrea Kiersch von Historische Fahrräder Berlin e.V. Quelle: rbb/Urbanski

    Die ersten Radlerinnen

    Frauen, die den Aufstieg wagen. Ohne Rock und Korsett aufs Hochrad. Welch ein Skandal Um 1890 herum, waren die radelnden Damen nicht unbedingt gern gesehen in der Männerwelt.

    Fahrradmontage bei Brennabor, Quelle: Stadtmuseum Brandenburg a. d. H.

    Räder aus Brandenburg

    Bevor „Brennabor“ aus Brandenburg an der Havel eine bekannte deutsche Automarke wurde, war sie vor allem Fahrradfreunden bekannt. Ohne die Fahrradproduktion wäre aus der Stadt Brandenburg wohl nie eine echte Industriestadt geworden.

    Vier Männer stoßen während des Hopfentages am 23.07.2014 mit Biergläsern in Prosigk (Sachsen-Anhalt) an. (Bild: dpa)

    Radler-Bier

    Die Hälfte Bier, die andere Zitronenbrause – fertig ist das „Radler“. Oder heißt es Potsdamer? Oder Alsterwasser? Sowohl die Namen als auch die Ursprungslegenden für die Mix-Biere sind sehr unterschiedlich.

    Zeitungsfahrer in Berlin gehörten zum Stadtbild, Quelle: Landesarchiv Berlin

    Das Zeitungsfahrer-Rennen

    Wenn der Berliner sanft noch träumt / wird unser Stahlross aufgezäumt. / Es trägt das Fahrrad die Gewichte / des Zeitungssacks voll Weltgeschichte.  So schrieb der Radsportjournalist und Manager Fredy Budzinski 1920 über die Zeitungsfahrer, die in Berlin damals das Straßenbild prägten. Durch sie kam Budzinski auf die Idee für eine äußerst erfolgreiche Rennveranstaltung.

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    Theodor vom 05.02.2017

    +++ Zivile Karriere der Militäruniform +++ Rechte und linke Skinheads +++ Der Stolz der Bergleute +++ Die närrische Reise der Karnevalsuniform +++ Von der Uniform zum Herrenanzug +++

    Theodor_Karneval.jpg - Quelle: rbb

    Die Narrenkappe erfand ein Preuße! - Militärisch geordneter Karnevalszug

    Die Preußen prägten entscheidend den Karneval in ihrer Optik. Eigentlich wollten sie den Rosenmontagszug verbieten, weil er viel zu zügellos und unzüchtig war. Aber stattdessen ordnete die Besatzungsmacht einen Festzug in ordentlichen Gruppen an und von da an entwickelte sich der Kölner Karneval zum Massenphänomen.

    Bergmann.jpg - Quelle: rbb/ Heinz Müller

    Bergarbeiter tragen keine Uniform, sondern ein Ehrenkleid - Zündschnüre an den Ärmeln sind Pflicht!

    Jahrhunderte lang fuhren Bergleute in den Schacht ein, nur spärlich gekleidet mit einem einfachen Kittel mit Kapuze gegen die Nässe. Das war die Gugel. Um schnell von einem Schacht in den nächsttieferen zu gelangen, rutschte man auf einem Leder hinunter, dem heute noch sprichwörtlichen "Arschleder". Erst ab 1769 regelte eine Verordnung im Kurfürstentum Sachsen, dass die Bergmänner zu bestimmten kirchlichen und weltlichen Anlässen eine Festtagstracht anlegen sollen. In Preußen geschah das erst 90 Jahre später auf Anordnung des Oberbergamtes in Halle.

    Theodor_Skin.jpg - Quelle: rbb

    Mit Glatze und Springerstiefel - Rechtsextreme und linke Skinheads

    Die Zeiten, in denen Rechtsextreme schon an ihrer Kleidung zu erkennen waren, sind längst Geschichte. Vor allem Springerstiefel waren in der Nachwendezeit ein Symbol von Schlägern aus der rechten Hooliganszene. Doch die Dinge sind anders als sie zunächst erschienen: Auch die linke Szene war mit Symbolen unterwegs, die aus England in den Osten Deutschlands gelangten.

  • Moderator Gerald Meyer (Quelle: rbb)

    Theodor vom 22.01.2017

    Katastrophen in 7er Jahren: +++Die Oderflutkatastrophe von 1947+++Der Untergang der Fiete Schulze 1967+++Der Raketenunfall von Dannenwalde 1977+++Tupolev-Absturz vor Westafrika+++ Moderation: Gerald Meyer

    Winterlandschaft Fluss Oder (Quelle: rbb)

    Die Oder-Flutkatastrophe 1947

    Im März 1947 brachen bei Reitwein und Lebus die Oderdeiche. Innerhalb von vier Tagen lief das 60.000 Hektar große, bewohnte Poldergebiet voll Wasser. Keine zwei Jahre nach den Verheerungen des zweiten Weltkriegs mussten die rund 20.000 Menschen erneut flliehen und ihre Habe zurücklassen.  

    Steueruhr Schiff (Quelle: rbb)

    Der Untergang der "Fiete Schulze"

    Im September 1967 sinkt der DDR-Frachter „Fiete Schulze“ in der Biscaya, westlich von Frankreich. Die internationale Rettungsaktion wird zu einem Politikum.

    Verrostete Rakete (Quelle: rbb)

    14. August 1977 - Der Raketenunfall von Dannenwalde

    In Dannenwalde, an der Oberhavel, nahe Fürstenberg, tobte am 14. August 1977 ein schweres Gewitter. Offenbar schlug ein Blitz in einen offen gelagerten Granaten-Stapel eines Munitionslagers der Roten Armee ein. Die Folge war eine Folge verheerender Explosionen - und eine aufwändige Geheimhaltungsaktion.

    Aufeinanderzusteuernde Flugzeuge Animation (Quelle: rbb)

    Tupolev-Absturz vor Afrika

    Eine Tupolev 154 der Bundeswehr startet am 13. September 1997 von Köln-Bonn nach Kapstadt. Vor der Küste Namibias kollidiert die Maschine mit einem amerikanischen Transportflugzeug. Alle kommen ums Leben. Die Mitglieder der deutschen Besatzung stammen aus dem brandenburgischen Neuhardenberg.

  • Moderator Gerald Meyer im Gespräch (Quelle: rbb)

    Theodor vom 08.01.2017

    +++ 100 Jahre Mitropa - Speisen auf Reisen +++ Design-Geschirr auf Rädern +++ Speisen neben der Autobahn +++ Proviant für die härtesten Reisen der Welt +++

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    Die Mitropa betrieb auch Autobahnraststätten - Speisen neben der Autobahn


    Die erste Autobahn der Welt, nur für Autos, wurde 1921 in Berlin eingeweiht, die Avus. An der Avus entstand kurz darauf auch der Rundbau mit dem Mercedesstern. Ursprünglich als Sitz für die Rennleitung und für Gästegedacht, die dort auch verpflegt worden sind. In dieser Zeit entwickelte sich die Idee,  auch Rastanlagen zu bauen. Die Reichsraststättengesellschaft gründete sich in dem Bau.

  • Theodor vom 04.12.2016

    Radiogeschichten - vom Funkerberg-Museum Königs Wusterhausen +++ Der erste Rundfunkversuch +++ Briefe an den RIAS +++ Radio Glasnost +++ Radio Wolga +++ Moderation: Gerald Meyer

    Der erste Radioversuch

    1917. Stellungskrieg im ersten Weltkrieg. An der Westfront in Frankreich trauen die Militärfunker ihren Ohren nicht. Statt verschlüsselter Morsesignale tönen plötzlich Harmonikaklänge durch den Äther.

    Das klingende Sonntagsrätsel - Briefe an den RIAS

    Es war die wohl am wenigsten politische Sendung des RIAS, des "Rundfunks im amerikanischen Sektor": Das klingende Sonntagsrätsel. Auch Tausende DDR-Bürger beteiligten sich an dem Gewinnspiel - doch nur ein Bruchteil der Zuschriften erreichte den Sender.  

    Radio Glasnost

    Über die Mauer hinweg - Radio Glasnost funkt ab Sommer 1987. Eine Redaktion im Westen sendet Material aus dem Osten. Bislang hatten DDR-Oppositionelle in Kirchen und Umweltgruppen ihre Informationen heimlich mit selbstgemachten Heften verbreitet - nun aber haben sie eine Radiosendung! Unter dem Dach des linksalternativen Privatsenders Radio Hundert in Westberlin.

    Radio Wolga

    Radio Wolga war der offizielle Sender der sowjetischen Truppen in der DDR, Polen und der Tschechoslowakei. Die Redaktion saß in Potsdam. Doch anders als etwa das amerikanische Pendant AFN blieb der Sender den Menschen jenseits der Kasernen so gut wie unbekannt.

    Radiodoktor Dirk Mahrenholz repariert einen alten Röhrenempfänger

    Aus alt mach neu - beim Radiodoktor in Friedersdorf

    Im Kunstspeicher Friedersdorf bei Seelow gibt es auf der obersten Etage eine Ausstellung "Radios aus Omas und Opas Zeiten". Das kleine Museum bietet einen besonderen Service. In einer Werkstattecke nehmen sich fachlich versierte "Radiodoktoren" alte Röhrenempfänger vor und machen sie für zeitgemäßen Empfang tauglich.