Die Sendung im Detail

Bildergalerie zur Sendung am 07.12.2014

Post aus der Kaserne

Ein Zuschauer stellte uns die Briefumschläge zur Verfügung:
Briefe des Soldaten Peter Klein aus Berlin an seine Freundin Ilona.

Serviceinformationen zur Sendung

  • Postgeschichte

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 07.12.2014

    "Mit schönen Grüßen" - Geschichten von Briefen und Postwegen

    +++ Briefe aus Ziesar in die Welt +++ Die größte Rohrpost der Welt +++ Fontane und seine Briefe +++ Kunst auf dem Kuvert

    Günter Wetzel sitzt zu Hause vor seinen Briefschätzen aus aller Welt ( Quelle rbb ).

    Briefe aus Ziesar in alle Welt

    Durch Brieffeunde in fernen Ländern konnten sich DDR-Bürger die große weite Welt nach Hause holen. Auf dem Papier jedenfalls. Der Lehrer Günter Wetzel aus Ziesar hatte so großes Fernweh, dass er sich zeitweise mit 30 Brieffreunden gleichzeitig schrieb.  

    Eingang zum Haupttelegrafenamt in der Oranienburger Strasse in Berlin, der Hauptumschlagbahnhof für die kleine U-Bahn - der Rohrpost. (Quelle rbb)

    Die Geschichte der Berliner Rohrpost

    Das faszinierendste Kommunikationsmittel seiner Zeit war wohl die Berliner Rohrpost. Die kleine U-Bahn, wie sie auch genannt wurde, liegt noch im Untergrund der Hauptstadt.

    Kunst auf dem Kuvert, ein kleines schwarz weiß Bild von Karl Marx wird gerade bunt ausgemalt. ( Quelle rbb )

    Mail-Art: "Wer zuletzt lacht, lacht im Westen"

    Mail-Art, Kunst auf dem Kuvert, war wohl die witzigste Art des Briefwechsels zwischen Ost und West. Man schickte sich Briefe oder Postkarten mit provozierenden Botschaften, die für jedermann sichtbar waren. "Mit besten Wünschen zum Wehrkundeunterricht" stand auf einer zweckentfremdeten Geburtstagskarte.

    Fontane als Briefschreiber

    Fontanes Liebesbriefe im Feuer

    Theodor Fontane, der Namensvetter unserer Sendung, bezeichnete sich selbst als echte Plaudertasche. Er nannte sich sogar einen "Briefschwärmer".

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 23.11.2014

    ... aus dem Jagdschloss Groß Schönebeck mit dem Thema "Jagd und Macht" 

    Sexskandal im Grunewald +++ Irrsinn Staatsjagd +++ Erich Honeckers letzte Jagd +++ Wie die DDR vom Hochsitz aus regiert wurde +++ Der 66-Ender von Briesen

    Szenenbild eines Schwarz-weiß-films: ein Mann zielt mit einem Revolver (Quelle: rbb)

    Sexskandal im Grunewald

    1891 kam es im Jagdschloss Grunewald zu wilden Partys mit sexuellen Ausschweifungen, verwickelt auch Mitglieder der kaiserlichen Familie. Die scheinbar privaten Vergnügungen wurden bald darauf öffentlich. Briefe mit Schilderungen und eindeutige Fotografien machten die Runde.

    Ausschnitt eines Gemäldes das eine Jagdszene zeigt (Quelle: rbb)

    Irrsinn Staatsjagd

    Brandenburgs Kurfürsten und Preußens Könige ließen sich ihr Jagdvergnügen nicht nehmen. Selbst in Zeiten größter Sparanstrengung war das Renommiergehabe der Monarchen eng mit der Jagd verknüpft. Und mit besonderer Rücksichtslosigkeit gegen Mensch und Tier. Die hatte allerdings kaum etwas mit verantwortungsvollem Waidwerk zu tun. Meist war es eine elende Tierquälerei.
     

    Gedenkstein für einen geschossenen Hirsch (Quelle: rbb)

    Erich Honeckers letzte Jagd

    Erich Honeckers Jagdhütte Wildfang in der Schorfheide war so etwas wie das inoffizielle Machtzentrum der DDR. Hier schmiedete der SED-Politiker mit Günter Mittag und Co politische Strategien jenseits des offiziellen Protokolls. Nachdem Erich Honecker am 18. Oktober 1989 vom Politbüro entmachtet wurde, ließ er sich wieder zu seiner Jagdresidenz in die Schorfheide fahren. Und noch am 8. November, einen Tag vor der Maueröffnung, ging der Pensionär auf die Jagd.

    Erich Honecker und weitere Personen betrachten erlegte Hirsche (Quelle: rbb)

    Die DDR - vom Hochsitz aus regiert

    Wie weit sich die DDR vom selbstbehaupteten Arbeiter- und Bauernstaat entfernt hatte, lässt sich gut am Jagdgebaren der Staatspitze ablesen. Ab 1953 ließen sich die höchsten Funktionäre personengebundene Sonderjagdgebiete einrichten - Privilegien wie aus der Feudalzeit.

    vergoldeter Hirschkopf mit Geweih als Jagdtrophähe (Quelle: rbb)

    Der 66-Ender von Briesen

    1696 erlegte Brandenburgs Kurfürst Friedrich III in Briesen bei Frankfurt (Oder) einen kapitalen Rothirsch. Noch heute erinnert ein Denkmal an das - nicht ganz zufällige - Jagdglück des Monarchen. Aus den verwachsenen Geweihschaufeln des Hirschen sprossen 66 Enden! Eine gewaltige Trophäe, mit der sich Politik machen ließ.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 26.10.2014

    "Enteignet" - Geschichten über den Verlust von Hab und Gut

    +++Zwangsaussiedlung in Lenzen+++Die Optikfirma Scharnbeck in Rathenow+++Schiff ohne Hafen - die Reederei Kutzker in Grünheide+++Bauer Schulze aus Gollwitz und die LPG+++Der Müllplatzfund von Müllrose +++

    Zwangsaussiedlung nach dem Mauerbau

    Theodor erzählt die Geschichte eines Elektroingenieurs aus Lenzen, der sein Haus und sein Geschäft im Oktober 1961 innerhalb weniger Stunden verlassen musste. Nicht, weil es in einer 5-Kilometer-Sperrzone zur Westgrenze lag, sondern weil er als politisch nicht zuverlässig galt.  

    Optiker Scharnbeck - Enteignung in Rathenow

    Privatunternehmer in der DDR? Doch die gab es, nicht nur in der Form kleiner Handwerksbetriebe. 1972 jedoch wurden auch die letzten mittelständischen Betriebe in "sozialistisches Eigentum" überführt, ein Jahr nachdem der neue SED-Chef Honecker an die Macht kam. Von der Privatisierungswelle betroffen war auch die traditionsreiche Optikfirma Scharnbeck aus Rathenow, 1895 gegründet.
     

    Schiff ohne Hafen - ein Reeder bleibt privat

    Seit 1910 gibt es die Familienreederei Kutzker in Grünheide. Mit ihren Ausflugsdampfern befuhr sie jahrzentelang die Berliner und Randberliner Gewässer, Ihre Geschäftsgrundlage waren Verträge mit Ausflugslokalen, an deren Stege die Schiffe hielten. Doch in der DDR-Zeit gab es diese Zusammenarbeit nicht mehr. Die staatliche Weiße Flotte hatte das Monopol und die Kutzkers hatten keine Anlegestellen für ihr letztes Schiff in Familienbesitz. Zudem wurden die Steuern und die Nutzungsgebühren für die Gewässer drastisch erhöht. Für die vorgeschriebenen niedrigen Ticketpreise gab es für die Privaten keine Subventionen.

    Bauer Schulze und die LPG

    Die 1950er Jahre, Bauern unter Druck: Den einen schickten sie Agitatoren mit Lautsprecherwagen vor den Hof. Anderen verweigerten sie die Produktionshilfe durch die Maschinen-Ausleihstationen - und das mitten in der Erntezeit.

    Der Müllplatzfund von Müllrose

    Auf einer Müllkippe tauchen in den 1980er Jahren wertvolle Landkarten auf.  Das Heimatmuseum in Müllrose nimmt sich der Blätter an. Erst jetzt kommt Licht in das Dunkel der Herkunft. Im Zuge der vom Museumsverband angeregten Herkunftsforschung stellt sich heraus, dass die Werke Teil der Sammlung der Grafen von Lynar sind. Die Familie wurde von den Nazis 1944 enteignet, nachdem die Beteiligung des Grafen am Hitlerattentat aufgedeckt wurde.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 12.10.2014

    Auf der Spur der Stoffe - 50 Jahre Dederon:
    Der Kult-Kunststoff Dederon +++ Kunstprojekt Kittelschürze +++ Perlon - Eine Berliner Erfindung für den Krieg +++ Vom Seiden-Faden zum Fallschirm +++ Eine Kittelschürze als Einkaufsbeutel +++ Ein Schloss für die Mode

    Das historische Foto zeigt das Kunstfaserwerk in Guben, eine Mitarbeiterin geht vor hunderten Dederon Spulen entlang ( Quelle rbb )

    Der Kult-Kunststoff Dederon

    Kleidung aus Kunstfasern, das war eine Hassliebe. Was im Westen Deutschlands als Nylon oder Perlon verkauft wurde, trug in der DDR den Namen Dederon. Vor 50 Jahren begann in der Neiße-Stadt Guben die Produktion jener Faser, aus der Kleidung, Kittelschürzen und Trainingsanzüge hergestellt wurden. In der Nachkriegszeit versprach das neue Material einen Hauch von Mode, war aber leider wenig atmungsaktiv. 

    Eine Frau bei einem Selbsversuch, sie zieht 69 Dederon Kittelschürzen übereinander. (Quelle rbb)

    Kunstprojekt Kittelschürze

    Die Installation "Käthes Schürzen" ist die Abschlussarbeit von Jeanette Goßlau, die in Berlin Kunst und Medien studiert hat. Die Künstlerin stammt aus Finsterwalde und zeigt diese Arbeit seit Ende August in der Galerie "Alte Weberei" in der Kjellbergstraße in Finsterwalde. 

    Hier bei einem historischen Fernsehinterview, der Erfinder Paul Schlack, zu sehen. (Quelle rbb)

    Perlon – Eine Berliner Erfindung für den Krieg

    28. Januar 1938. Berlin-Rummelsburg. Im Aceta-Forschungslabor des I.G. Farben-Konzerns wird ein Experiment für die Nacht vorbereitet. Forschungsleiter Paul Schlack sucht die reißfeste Kunstfaser. Der Ehrgeiz des Chemikers ist angestachelt. Ein halbes Jahr zuvor hatten Forscher des amerikanischen Unternehmens DuPont die Kunstfaser Nylon patentiert. 

    Zwei Seidenspinner auf der Hand der Mitarbeiterin der Initiative Zernikow e.V. (Quelle rbb)

    Vom Seiden-Faden zum Fallschirm

    Am seidenen Faden hing die Geschichte des Seidenbaus in Brandenburg schon immer. Aber es gab ihn 250 Jahre lang. Mit Friedrich dem Großen begann die Seidenproduktion in Brandenburg. Der König wollte weg von den teuren Importen und sich seinen Luxus selbst anbauen. 

    Ein Mann hält prüfend einen Dederon Einkaufsbeutel in Händen.(Quelle rbb)

    Eine Kittelschürze als Einkaufsbeutel

    Die Einkaufsnetze der 1950er Jahre wurden in der DDR von kunterbunten Einkaufsbeuteln abgelöst. Und das war volkswirtschaftlich durchaus gut geplant. Denn der Dederonbeutel war Resteverwertung. Was bei der Produktion der beliebten Kittelschürzen übrig blieb, wurde zu Beuteln. Und die waren allgegenwärtig und unentbehrlich. 

    Josefine Edle von Krepl hat hier im Schloss Meyenburg viele Kleider zusammengetragen. (Quelle rbb )

    Ein Schloss für die Mode

    Das Schloss Meyenburg in der Prignitz: Wer vermutet hier die Schatzkammer einer Modeverrückten? Auf über 1000 Quadratmetern sind 363 Damenkleider, ein paar hundert Hüte, Schuhe, Taschen und Schmuckstücke aus zwei Jahrhunderten ausgestellt. Und das ist nur eine kleine Auswahl aus der Sammlung von Josefine Edle von Krepl, der Museumsdirektorin. Sie wird Ende des Jahres ihre Sammlung in neue Hände geben. 

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 28.09.2014

    Geschichten von Filmleuten und Drehorten:

    +++ Titanic im Scharmützelsee +++ Lothar Warnekes Mauer-Filmtagebuch +++ Amateurfilmer in Frankfurt +++ Der Filmhochschulrektor Lothar Bisky +++ "Das weiße Band" in Netzow +++

    Untergehende Titanic (Quelle. rbb)

    Die Titanic im Scharmützelsee

    Im September 1942 stieß die "Titanic" auf dem Scharmützelsee mit einem Eisberg zusammen. Das „Märkische Meer“ wurde zum Schauplatz aufwändiger Trickaufnahmen. "Theodor" hat noch Zeitzeugen gefunden, die sich an die Dreharbeiten erinnern.

    Thomas Warneke (Quelle: rbb)

    Lothar Warnekes Mauer-Filmtagebuch

    Der 2005 verstorbene Regisseur Lothar Warneke bewohnte bis 1978 ein Grundstück direkt an der Glienicker Brücke, an der Grenze zwischen Potsdam und Westberlin. Hinter Warnekes Gartenzaun war die DDR zu Ende.

    Mann mit Kamera (Quelle: rbb)

    Amateurfilmer in Frankfurt (Oder)

    Statt auftragsgemäß einen Jubelfilm zum 40. Jahrestag der DDR zu produzieren, dokumentierten die Mitglieder des Frankfurter Amateurfilmcentrums (AFC) 1989/90 die Wende in der kleinen Stadt. Das AFC gehörte damals zu den am besten ausgestatteten Hobbyfilmclubs der DDR.

    Lothar Bisky (Quelle: rbb)

    Lothar Bisky als Rektor der Filmhochschule

    Der 2013 verstorbene Lothar Bisky war vielen als Politiker der PDS bzw. der Linken bekannt. Seine Zeit vor der Wende, als Rektor der Hochschule für Film und Fernsehen in Potsdam, scheint vergessen. Nur wenigen ist bewusst, dass Bisky eigentlich Sozial- und Medienwissenschaftler war. Er beschäftigte sich viel mit der Wirkung von Filmen.

    Zwei Personen auf Wiese mit Sonne (Quelle: rbb)

    "Das weiße Band" in Netzow

    Sommer 2008: ein internationales Filmteam dreht in Netzow „Das weiße Band“ – und stürzt das kleine Prignitzdorf in einen absoluten Ausnahmezustand. Die Erinnerung daran ist bei den Netzowern lebendig. Sie sind bis heute sehr stolz, dass ihr Dorf aus über 400 Dörfern, die sich die Filmcrew angeschaut hatte, gecastet wurde.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 07.09.2014

    Bausoldaten – Mit dem Spaten gegen den Krieg +++ Das geheime Versteck eines Deserteurs +++ Wie jüdische Kinder auf dem Land überlebten +++ Kriegsbegeisterung der klügsten Köpfe +++ Die seltsame Soldatin Eleonore Prochaska +++

    Aufnäher "Schwerter zu Pflugscharen" (Quelle rbb)

    Bausoldaten – Mit dem Spaten gegen den Krieg

    Heute vor 50 Jahren versuchte die DDR einen Spagat: Christen, die den Dienst mit der Waffe verweigerten, wurden dennoch zur Armee gezogen. Im Westen war zuvor der Zivildienst eingeführt worden. Im Osten entstanden hingegen die ersten Baueinheiten. 

    Das historische Foto zeigt eine Gartenlaube im grünen - das Versteck von Kurt Kretschmann. ( Quelle rbb )

    Das geheime Versteck eines Deserteurs

    Vor 100 Jahren wurde Kurt Kretschmann geboren, der für Naturschutzgebiete das Schild mit der Eule erfunden hat. Es entsprach in der DDR dem westdeutschen Zeichen mit dem amerikanischen Weißkopfseeadler. Nach der Wende hat sich die Eule in ganz Deutschland durchgesetzt. Kaum bekannt sind die Umstände, unter denen Kurt Kretschmann den II. Weltkrieg in Bad Freienwalde überlebte. 

    Das historische foto zeigt ein Pferdewagen,darauf sechs junge Männer. ( Quelle rbb )

    Wie jüdische Kinder auf dem Land überlebten

    Wie Menschen die Nazizeit überlebten, ist häufig mehr als abenteuerlich gewesen.
    In den 1920er Jahren wurden in Brandenburg Landwirtschafts-Höfe gegründet, um Juden auf ein Leben in einem eigenen Staat Israel vorzubereiten. Sie sollten Landwirte oder Gärtner werden. 

    historisches Foto zeigt eine Gesprächsrunde von fünf Männern, mit dabei A. Einstein und F. Haber. ( Quelle rbb )

    Kriegsbegeisterung der klügsten Köpfe

    Zu Beginn des 1. Weltkriegs brannten deutsche Truppen das Zentrum der belgischen Universitätsstadt Leuven nieder. Zu beklagen waren nicht nur viele Tote. Auch die Bibliothek ging in Flammen auf. Sie beherbergte einen unersetzbaren Schatz wertvoller Handschriften und Bücher. 

    Bei einer nachgestellten Schlacht im Befreiungskrieg, wird eine Kanone abgefeuert, im Hintergrund sind Soldaten zu Pferde.( Quelle rbb )

    Die seltsame Soldatin Eleonore Prochaska

    Sie wurde über Jahrhunderte als Heldin verehrt: Eleonore Prochaska alias August Renz – die Jean d Arc Potsdams. 1813 kämpfte sie als Mann verkleidet gegen Napoleon. Ihr unbändiger Wille brachte sie zum Lützow'schen Freiwilligencorps, weil sie dort keine Tauglichkeitsuntersuchung befürchten mussste. 

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 24.08.2014

    Hitchcocks Vogelschrei-Orgel +++ Spazierstockgeige & Co. +++ Frau Bechstein und die Nazis +++ Carl Philipp und die Flötenuhr  

    Hitchcocks Vogelschrei-Orgel

    Alfred Hitchcock war verzweifelt, bei den Dreharbeiten zu den "Vögeln" Anfang der 60er Jahre gelangen dem Regisseur erstklassige Bilder von angreifenden Möwen und Krähen, aber der Sound stimmte einfach nicht. Der Regisseur und seine Crew experimentierten mit aufgenommenen, naturalistischen Vogelschreien, doch sie erzielten nicht die gewünschte Wirkung. Ein technikbegeisterter Berliner Komponist brachte die Lösung. 

    Spazierstockgeige & Co

    Nähtischorgel oder Spazierstockgeige - was sich in den Regalen der Musikinstrumentensammlung des Frankfurter Stadtmuseums Viadrina findet, bringt Besucher stets zum Staunen - wenn sie die kostbaren Stücke denn einmal zu sehen bekommen. Die meisten stehen im Depot, mangels Ausstellungsfläche. Für Theodor öffnet Museumsleiter Martin Schieck die Türen zur Schatzkammer und präsentiert zusammen mit dem Musiker Sven Loichen u.a. die Drachentrompete oder das automatische Klavier.

    Bechstein und die Nazis

    "Bechstein-Flügel zeichnen sich durch ihren klaren und durchsichtigen Ton aus, ohne Schärfen und Härten." So charakterisiert Firmenchef Karl Schulze sein Klavier. Doch der Ruf der "Stradivari unter den Klavieren" hatte mit dem Aufstieg der Nationalsozialisten heftige Kratzer bekommen.

    Carl Philipp und die Flötenuhr

    Die ersten Musikautomaten waren keine Dudelmaschinen, die man eben so nebenbei laufen ließ. Große Musiker wie Carl Philipp Emanuel Bach komponierten für Flötenuhren. Eines dieser Instrumente wurde jetzt restauriert und in der Frankfurter Konzerthalle installiert.