Die Sendung im Detail

Weitere Infos zur aktuellen Sendung

Die Radsprinter Lutz Heßlich (2. v. li.) und Michael Hübner (3. v. li.) bei der WM 1986. - Quelle: rbb

Michael Hübner unterlag meistens seinem Konkurrenten Lutz Heßlich - Das ewige Radsprinter-Duell

Fast zehn Jahre hat das Sport-Duell der DDR-Bahnradsprinter Lutz Heßlich und Michael Hübner in den 80-er Jahren die Weltspitze mit geprägt. Drei Mal sind sie in einem WM-Finale direkt gegeneinander gefahren. Dabei haben sich beide Ausnahmesportler in ihrem Kampf um den Titel nichts geschenkt. Die Entscheidung war immer knapp, das Rennen von großer Spannung und Taktik geprägt. Lange hatte dabei der Cottbusser Lutz Heßlich die Nase vorn.

 

Im Pücklerschloss Branitz bei Cottbus sind diese Pistolen ausgestellt, die für Duelle verwendet worden sind. - Quelle: rbb

Im Gespräch mit der Literaturprofessorin Ulrike Vedder - Jeder vierte Adlige duellierte sich

Für Ulrike Vedder ist Fontane absolut dicht dran an der Realität. Sie schätzt, dass in Deutschland im 19. Jahrhundert jeder vierte Adlige einmal im Leben in ein Duell verwickelt war. Im Gespräch mit Theodor-Autorin Dagmar Lembke erläutert sie weitere interessante Details.

Moderator Gerald Meyer im Gespräch mit dem Historiker und Waffenexperten Alexander Kuchta. - Quelle: rbb

Auf den Spuren eines ständigen Duell-Gewinners - Sendungs-Aufzeichnung in Branitz

Viermal hat sich der Garten- und Landschaftsgestalter Fürst von Pückler-Muskau mit Konkurrenten per Pistole duelliert, ganze acht Mal mit dem Säbel. Und jedes Mal ging Pückler als Sieger hervor. Noch heute können die Parkbesucher in Branitz den ehemaligen Schießstand des Fürsten aufsuchen. - Grund genug für das Theodor-Team, die Sendung an historisch bedeutender Stätte aufzuzeichnen.

Theodor Archiv

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    Theodor vom 25.09.2016

    +++ Willy Brandts Dauerrivale Franz Neumann +++ Duell-Lesestoff: "Effi Briest" +++ Borsig versus Stephenson +++ Zwei Radsprint-Asse im Dauerwettstreit +++

    So könnte der Schauplatz für das Duell im Roman "Effi Briest" ausgesehen haben. - Quelle: rbb

    Theodor Fontane: "Effi Briest", 28. Kapitel: Das Duell - Ehebruch und rauchende Pistolen

    Theodor Fontane fand im Schicksal der Effi Briest die Vorlage für die Abrechnung mit einem bürgerlichen Ritual, das 1886 längst aus der Zeit gefallen war. Zwei Männer treffen sich zum Duell früh morgens in der Berliner Hasenheide zum Duell. Ein gehörnter adliger Offizier und ein bürgerlicher Amtsrichter, der für eine Romanze mit der Ehefrau des Adligen schließlich mit dem Leben bezahlt. Es ist der Stoff für einen Bestseller - damals wie heute. (Das Video zum Beitrag ist aus lizenzrechtlichen Gründen nicht verfügbar.)

    August Borsig (li.) forderte George Stephenson heraus - und gewann! - Quelle: rbb/Technikmuseum Berlin

    August Borsig gegen George Stephenson - Das wilde Rennen der Lokomotiv-Könige

    Der Berliner August Borsig fordert im Juli 1841 einen übermächtigen Gegner heraus: George Stephenson aus England hatte den europäischen Markt für die damals neuartigen Lokomotiven fest im Griff. Dann bietet ihm ein weitgehend unbekannter Berliner ein Rennen an. Wer fährt auf der Strecke Berlin-Jüterbog die schnellste Zeit?

  • Theodor

    +++ Lenné gegen Pückler: die verfeindeten Gartenkünstler+++ Der Buddelpeter: Lenné als Stadtplaner in Berlin+++ Warum gute Gärtner zeichnen lernen+++ Rollrasen-Visionäre: eine grüne West-Ausstellung in der DDR+++

    Moderation: Gerald Meyer  

    Kokurrenten: Pückler und Lenné, Quelle: rbb

    Zwei Gartenkünstler - zwei Rivalen - Lenné gegen Pückler

    Peter Joseph Lenné und Fürst Hermann von Pückler-Muskau verband eine beinahe lebenslange Rivalität. Beide waren geniale Garten- und Landschaftsgestalter, der eine bürgerlich, der andere von Adel. Bindeglied zwischen beiden war auch Staatskanzler Karl August von Hardenberg, Pücklers Schwiegervager - der jedoch nicht seinen Schwiegersohn mit der Gestaltung von Klein-Glienicke und Neuhardenberg beauftragte, sondern den von ihm weitaus höher geschätzten Lenné.

    Botanisches Zeichnen Quelle: rbb

    Die Kunst des Botanischen Zeichnens - Noch immer von großem Wert

    Botanisches Zeichnen - eine Kunst, die seit Sibylla Maria Merian (1667-1717) nicht nur Naturschönheiten detailgetreu darstellt, sondern auch wissenschaftliches Instrument zur Bestimmung von arttypischen Merkmalen ist - kann man mit Talent, Muße und Ausdauer selbst erlernen.

    Luisenstädtischer Kanal und St. Michael

    Als Lenné Berlin umbaute - Sie nannten ihn Buddelpeter

    Heute ist er längst zugeschüttet, Mitte des 19. Jahrhunderts war er ein Berliner Großprojekt: der Luisenstädtische Kanal. Landschaftsgärtner Lenné durfte bis zu 5000 Arbeitskräfte allein dafür bewegen. Das brachte ihm seinen Spitznamen ein: Buddelpeter.

  • Theodor 28.08.2016 18:32 (Quelle: rbb)

    Theodor

    +++ Fernsehen im Unterricht +++ Lehrer ohne Schulabschluss +++ Schulbücher selbst gemacht +++  Der Streit um Sexualkunde in Westberlin +++

  • Moderator Gerald Meyer (rechts) im historischen Leitstand der Schleuse Eisenhüttenstadt. Quelle: rbb

    Theodor

    Thema: 125 Jahre Oder-Spree-Kanal: +++ Die Zwillingsschachtschleuse Eisenhüttenstadt +++ Der Friedrich-Wilhelm-Kanal +++ Geheimnisvolle Vortrageschiffe +++ Promipartys in Müllrose +++ Von Fürstenwalde in den Atlantik +++ Seezeichentester am Müggelsee +++ Moderation: Gerald Meyer

    Treideln bei Groß Lindow, Quelle: rbb

    Der Friedrich-Wilhelm-Kanal

    Der Friedrich-Wilhelm-Kanal zwischen Brieskow und Müllrose ist heute nicht mehr in Betrieb. Im 17. Jahrhundert aber war er DER Schifffahrtsweg, der Berlin zur Handelsmetropole und zur Großstadt machte!

    Mülroser Schiffbauer im 19. Jahrhundert. Quelle: rbb/Heimatmuseum Müllrose

    Was ist ein Vortrageschiff?

    Diesen Begriff kannten nicht einmal manche Experten: Ein Vortrageschiff... hm. Steht da ein Redner drauf und trägt was vor? Oder ist es ein besonderer Lastenträger? Oder sogar eine Art Theaterschiff? Im Müllroser Heimatmuseum weiß man mehr.  

    Bruno Vowe. Quelle: Museum Fürstenwalde

    Der U-Boot-Kommandant aus Fürstenwalde

    Im zweiten Weltkrieg galt er als Held: Bruno Vowe. Er hatte es von der Kleinstadt an der Spree auf die Weltmeere geschafft.  Ein Fürstenwalder als Kommandant der Fürstenwalde - und überzeugter Nazi. Lange Zeit war er in der Stadt vergessen.

    Seezeichenversuch am Müggelsee um 1913, Quelle: rbb/Dt.Technikmuseum

    Die Seezeichentester vom Müggelsee

    Wo testet man am besten Seezeichen? Ganz bestimmt nicht an einem märkischen See, oder? Doch! Ausgerechnet am Müggelsee in Friedrichshagen wurde 1913 das erste deutsche Seezeichen-Versuchsfeld eröffnet. Deutschland war im 19. Jahrhundert  wegen seiner Zersplitterung hoffnungslos zurückgefallen – jeder Fürst mit Küste hatte sein eigenes Seezeichensystem.

  • Logo: Theodor (Quelle: rbb)

    Rebellen in der Kunst - Theodor 19.06.2016 18:32

    Künstler geben ganz unterschiedlich und ganz persönlich ihren kritischen Kommentar ab zu den existierenden gesellschaftlichen Verhältnissen. Moderator Gerald Meyer meldet sich aus dem Kunstmuseum Dieselkraftwerk Cottbus. Dort befindet sich erstaunlich viel „Rebellisches“.

    Auf dem Gemälde von Otto Dix wirkt Anita Berber alles andere als schön. - Quelle: rbb-repro

    Kratzen an der bürgerlichen Fassade - Die Nackttänzerin Anita Berber

    Anita Berber war eine außergewöhnliche, früh verstorbene Nackttänzerin, die in ihrer Zeit sehr stark polarisierte. Ihr Ausbrechen aus der Frauenrolle inspirierte andere Künstler – der Maler Otto Dix porträtierte sie, der Schriftsteller Klaus Mann fand sie faszinierend, aber abscheulich.

    Die Peitzer Jazz-Werkstatt war zu DDR-Zeiten ein Mekka für alternative Künstler. - rbb

    Musik machen gegen den Strom - Jazz-Mekka Peitz

    Die alternative Kunstszene schuf sich in Cottbus und Peitz mit dem großen Jazzfestival einen Freiraum und damit eine Subkultur für Aussteiger, die einen heute staunen lassen. In dieser Nische wurde  gemalt, musiziert und performt.

     

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor vom 05.06.2016

    Thema: Wie junge Leute "ihr Ding" machten. Moderation: Gerald Meyer

    +++Die Rollheimer vom Potsdamer Platz+++Die Stehbrettsegler+++Die Nackten vom Motzener See+++Punks und Popper in Lugau+++Die ersten Wandervögel+++

    Früher wohnten diese Herren in Wohnwagen am Potsdamer Platz. Quelle: rbb

    Die Rollheimer vom Potsdamer Platz

    Das Rollheimer-Dorf am Potsdamer Platz hat 1981 als erster Wagenplatz Berlins seinen Anfang genommen und damit auch den Begriff "Rollheimer" geprägt, der heute allgemein gebräuchlich ist.

    Die Stehbrettsegler

    Anfang der 1970er Jahre schwappte eine neue Mode aus dem Westen in die DDR: Das Stehbrettsegeln! Das was, bitte? Stehbrettsegeln war die DDR-Sprachschöpfung für Windsurfen in der Mangelgesellschaft. Wie gut, dass es Menschen mit Improvisationstalent gab.

    FKK am Motzener See. Quelle: AKK Birkenheide e.V.

    Die Nackten vom Motzener See

    Sie feiern die Schönheit des nackten Körpers  - das hat es hier vorher nie gegeben. 1921 zeigen sich die ersten Nackten am Motzener See. "Neu-Sonnland" taufen sie das Gelände und Freikörperkultur das, was sie hier treiben, um sich von "anrüchigem Gewerbe" abzugrenzen.

    Autor und Konzertveranstalter: Alexander Kühne Quelle: rbb

    Punks und Popper in Lugau

    Punker und Popper trafen sich in den letzten Jahren der DDR an einem besonderen Ort. In der Dorfkneipe von Lugau: im Extrem Club. Zu Hunderten pilgerten Jugendliche aus Berlin, Dresden und Leipzig in das 400 Seelendorf bei Doberlug-Kirchhain. 

    Wandervogel-Gründer Karl Fischer

    Die ersten Wandervögel

    Raus aus dem Klassenzimmer, rein in die Wälder rund um Berlin – 1901 sind Deutschlands erste Wandervögel unterwegs.  Es ist der Beginn einer großen Jugendbewegung, die ihren Ausgangspunkt am Steglitzer Gymnasium nimmt.

  • Logo: Theodor (Quelle: rbb)

    Theodor 22.05.2016 18:32

    Wie haben unsere Vorfahren ihr Handwerk betrieben? Um diese Frage zu beantworten, geht "Theodor - Geschichte(n) aus der Mark" bis in die Bronzezeit zurück. Andere Themen sind das Schuster- und Müllerhandwerk, die Weißgerberei sowie die Geschichte der Innungsladen.  

    Ehren-Obermeister der Schneiderinnung Willy Schirmer aus Doberlug ca. 1968. - Quelle: Konstanze chirmer

    Wie das Museum Finsterwalde zu einem besonderen Schatz gekommen ist - Die Innungslade der Schneider von Doberlug

    Schneidermeister Willy Schirmer aus Doberlug war bis zu seiner Rente Anfang der 1980er Jahre  der langjährige Ehren-Obermeister des Schneiderhandwerks. Zu DDR-Zeiten gab es den Begriff Innung so nicht, aber im Prinzip existierten die Handwerker-Zünfte weiter wie vor dem Krieg: Das bedeutete, dass es eine Lade gab, die im Beisammensein aller Meister gelegentlich geöffnet worden ist.