Verbotsschild auf dem ehemaligen Militärgebiet in Jüterbog, (Quelle: imago/Gueffroy)

Leben mit den Besatzern - Theodor

Leben mit den Besatzern

- Besatzerkinder – eine Berlinerin sucht ihren amerikanischen Vater

- Gasthof in Elstal – Geschichten von Freundschaft und einer erschossenen Bäuerin

- Das Ende der Besatzungszeit - beim Sieg gegen Hitler vereint, beim Abschied aus Deutschland getrennt

- Kunstraub – Napoleons Soldaten plündern systematisch Galerien und Museen.

Die Sendung im Detail

Weitere Infos zur aktuellen Sendung

Die Erfindung der Laufdraisine hat mit einem Vulkanausbruch zu tun.

Im Hungerwinter 1816/17 - Der Vulkan und das Fahrrad

Was hat ein Vulkanausbruch mit der Erfindung des Fahrrads zu tun? Der Ausbruch des Tambora-Vulkans 1815 im heutigen Indonesien sorgte für eine globale Klimakatastrophe. Das durch die Eruption in die Atmosphäre geschleuderte Material bewirkte eine deutliche Abkühlung. In Nordamerika und Europa sprach man vom Jahr 1816 als dem „Jahr ohne Sommer“. Missernten und ein Hungerwinter 1816/17 waren die Folge.  Die Futtermittelknappheit führte zu einem massenhaften Pferdesterben. Den Menschen fehlte es an Reittieren und Transportmitteln.

Keine Röcke, kein Korsett - Emanzipation auf Rädern. Quelle: U.Feick

Ohne Korsett und Rock - Als die Damen aufs Rad stiegen

Frauen, die den Aufstieg wagen. Ohne Rock und Korsett aufs Hochrad. Welch ein Skandal Um 1890 herum, waren die radelnden Damen nicht unbedingt gern gesehen in der Männerwelt. Mediziner hatten gar vor einer dauerhaften Schädigung des Unterleibs gewarnt und radfahrende Frauen der Masturbation verdächtigt. Gleichzeitig regten die emanzipierten Radlerinnen die Männerphantasie an.

Uli Feick in seinem Museumsladen

Uli Feick führt einen Fahrradladen als Museum - Vom Laufrad bis zum Aluflitzer

„Ich habe bis heute keinen Führerschein“, sagt Uli Feick. Der 58jährige Fahrradhändler fuhr schon immer Rad, schraubte und interessierte sich für Technikgeschichte. Zum 25jährigen Firmenjubiläum, 2008, erfüllte sich Uli einen Traum:  Gleich neben seinem eigentlichen Geschäft eröffnete er seinen Museumsladen.

Petroleum-Fahrradlampe um 1911

Museum und Vereinszentrale - Der Rad-Museumsladen

Der Museumsladen, gleich neben "Ulis Fahrradladen" in der Spandauer Jagowstraße, fällt von außen nicht sofort ins Auge. Doch drinnen lassen sich 200 Jahre Fahrradgeschichte entdecken. Und Sammler und Oldtimerbesitzer finden hier Rat und Ersatzteile.  

Zeitungsfahrer in Berlin gehörten zum Stadtbild, Quelle: Landesarchiv Berlin

Ein Berliner Phänomen - Die Meisterschaft der Zeitungsfahrer

Mit der ersten Berliner Meisterschaft der Zeitungsfahrer am 24.10.1920 wurde mit einem Schlag ein Berufsstand berühmt und gefeiert. Tausende Berliner kamen und feuerten die Männern auf den Fahrrädern an, die einen schweren Zeitungsrucksack auf dem Rücken trugen. Es war und blieb ein Großereignis der besonderen Art in der Radrennhauptstadt. Bis 1955 gab es die Rennen, mit bleibender Begeisterung an der Strecke. Aus vielen Zeitungsfahrer-Meistern wurden große Radrennsportler.

Albert Dobbrack, Sieger des ersten Zeitungsfahrerrennens 1920. Quelle: Sporhochschule Köln

Die Zeitungsfahrer prägten einst das Stadtbild - Große Klappe, stramme Waden

Die Zeitungsfahrer waren allgegenwärtig - besonders im Berlin der 1920er Jahre. Der Schriftsteller Walter Kiaulehn beschrieb sie als große Straßenphilosophen: "Hau Dir doch selba in die Fresse - ick hab keene Zeit". Der Radsportjournalist Fredy Budzinsky hatte die glänzende Idee, sie gegeneinander antreten zu lassen - und damit ihre Arbeitgeber in eine aufsehenerregende Konkurrenz zu zwingen. Von 1920 bis 1955 gab es in Berlin die Rennen - nur unterbrochen durch den Krieg. (Theodor berichtete am 19.2.2017)

Fahrradwerk von Brennabor vor dem zweiten Weltkrieg, Quelle: Stadtmuseum Brandenburg a. d. H.

Bilder aus den Brennabor-Werken - Eine legendäre Radfabrik

Ein Stückchen Blech, ein bisschen Rohr - fertig ist der Brennabor! Der Spruch, mit dem einst über Brennabor-Autos gelästert wurde, traf auf die Fahrräder der gleichen Fabrik sicher nicht zu. Eindrücke aus einer Produktion, für die es nach dem Krieg keinen Neuanfang gab.

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer und Ulrich Feick auf dem Sociable-Tandem

    Theodor vom 19.02.2017

    200 Jahre Fahrrad: +++Die ersten Radlerinnen+++Räder aus Brandenburg+++Das Radler-Bier+++Zeitungsfahrer-Rennen in Berlin+++Meine Geschichte: Didi Senft+++Moderation: Gerald Meyer

    Andrea Kiersch von Historische Fahrräder Berlin e.V. Quelle: rbb/Urbanski

    Die ersten Radlerinnen

    Frauen, die den Aufstieg wagen. Ohne Rock und Korsett aufs Hochrad. Welch ein Skandal Um 1890 herum, waren die radelnden Damen nicht unbedingt gern gesehen in der Männerwelt.

    Fahrradmontage bei Brennabor, Quelle: Stadtmuseum Brandenburg a. d. H.

    Räder aus Brandenburg

    Bevor „Brennabor“ aus Brandenburg an der Havel eine bekannte deutsche Automarke wurde, war sie vor allem Fahrradfreunden bekannt. Ohne die Fahrradproduktion wäre aus der Stadt Brandenburg wohl nie eine echte Industriestadt geworden.

    Vier Männer stoßen während des Hopfentages am 23.07.2014 mit Biergläsern in Prosigk (Sachsen-Anhalt) an. (Bild: dpa)

    Radler-Bier

    Die Hälfte Bier, die andere Zitronenbrause – fertig ist das „Radler“. Oder heißt es Potsdamer? Oder Alsterwasser? Sowohl die Namen als auch die Ursprungslegenden für die Mix-Biere sind sehr unterschiedlich.

    Zeitungsfahrer in Berlin gehörten zum Stadtbild, Quelle: Landesarchiv Berlin

    Das Zeitungsfahrer-Rennen

    Wenn der Berliner sanft noch träumt / wird unser Stahlross aufgezäumt. / Es trägt das Fahrrad die Gewichte / des Zeitungssacks voll Weltgeschichte.  So schrieb der Radsportjournalist und Manager Fredy Budzinski 1920 über die Zeitungsfahrer, die in Berlin damals das Straßenbild prägten. Durch sie kam Budzinski auf die Idee für eine äußerst erfolgreiche Rennveranstaltung.

  • theodor_708.jpg

    Theodor vom 05.02.2017

    +++ Zivile Karriere der Militäruniform +++ Rechte und linke Skinheads +++ Der Stolz der Bergleute +++ Die närrische Reise der Karnevalsuniform +++ Von der Uniform zum Herrenanzug +++

    Theodor_Karneval.jpg - Quelle: rbb

    Die Narrenkappe erfand ein Preuße! - Militärisch geordneter Karnevalszug

    Die Preußen prägten entscheidend den Karneval in ihrer Optik. Eigentlich wollten sie den Rosenmontagszug verbieten, weil er viel zu zügellos und unzüchtig war. Aber stattdessen ordnete die Besatzungsmacht einen Festzug in ordentlichen Gruppen an und von da an entwickelte sich der Kölner Karneval zum Massenphänomen.

    Bergmann.jpg - Quelle: rbb/ Heinz Müller

    Bergarbeiter tragen keine Uniform, sondern ein Ehrenkleid - Zündschnüre an den Ärmeln sind Pflicht!

    Jahrhunderte lang fuhren Bergleute in den Schacht ein, nur spärlich gekleidet mit einem einfachen Kittel mit Kapuze gegen die Nässe. Das war die Gugel. Um schnell von einem Schacht in den nächsttieferen zu gelangen, rutschte man auf einem Leder hinunter, dem heute noch sprichwörtlichen "Arschleder". Erst ab 1769 regelte eine Verordnung im Kurfürstentum Sachsen, dass die Bergmänner zu bestimmten kirchlichen und weltlichen Anlässen eine Festtagstracht anlegen sollen. In Preußen geschah das erst 90 Jahre später auf Anordnung des Oberbergamtes in Halle.

    Theodor_Skin.jpg - Quelle: rbb

    Mit Glatze und Springerstiefel - Rechtsextreme und linke Skinheads

    Die Zeiten, in denen Rechtsextreme schon an ihrer Kleidung zu erkennen waren, sind längst Geschichte. Vor allem Springerstiefel waren in der Nachwendezeit ein Symbol von Schlägern aus der rechten Hooliganszene. Doch die Dinge sind anders als sie zunächst erschienen: Auch die linke Szene war mit Symbolen unterwegs, die aus England in den Osten Deutschlands gelangten.

  • Moderator Gerald Meyer (Quelle: rbb)

    Theodor vom 22.01.2017

    Katastrophen in 7er Jahren: +++Die Oderflutkatastrophe von 1947+++Der Untergang der Fiete Schulze 1967+++Der Raketenunfall von Dannenwalde 1977+++Tupolev-Absturz vor Westafrika+++ Moderation: Gerald Meyer

    Winterlandschaft Fluss Oder (Quelle: rbb)

    Die Oder-Flutkatastrophe 1947

    Im März 1947 brachen bei Reitwein und Lebus die Oderdeiche. Innerhalb von vier Tagen lief das 60.000 Hektar große, bewohnte Poldergebiet voll Wasser. Keine zwei Jahre nach den Verheerungen des zweiten Weltkriegs mussten die rund 20.000 Menschen erneut flliehen und ihre Habe zurücklassen.  

    Steueruhr Schiff (Quelle: rbb)

    Der Untergang der "Fiete Schulze"

    Im September 1967 sinkt der DDR-Frachter „Fiete Schulze“ in der Biscaya, westlich von Frankreich. Die internationale Rettungsaktion wird zu einem Politikum.

    Verrostete Rakete (Quelle: rbb)

    14. August 1977 - Der Raketenunfall von Dannenwalde

    In Dannenwalde, an der Oberhavel, nahe Fürstenberg, tobte am 14. August 1977 ein schweres Gewitter. Offenbar schlug ein Blitz in einen offen gelagerten Granaten-Stapel eines Munitionslagers der Roten Armee ein. Die Folge war eine Folge verheerender Explosionen - und eine aufwändige Geheimhaltungsaktion.

    Aufeinanderzusteuernde Flugzeuge Animation (Quelle: rbb)

    Tupolev-Absturz vor Afrika

    Eine Tupolev 154 der Bundeswehr startet am 13. September 1997 von Köln-Bonn nach Kapstadt. Vor der Küste Namibias kollidiert die Maschine mit einem amerikanischen Transportflugzeug. Alle kommen ums Leben. Die Mitglieder der deutschen Besatzung stammen aus dem brandenburgischen Neuhardenberg.

  • Moderator Gerald Meyer im Gespräch (Quelle: rbb)

    Theodor vom 08.01.2017

    +++ 100 Jahre Mitropa - Speisen auf Reisen +++ Design-Geschirr auf Rädern +++ Speisen neben der Autobahn +++ Proviant für die härtesten Reisen der Welt +++

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    Die Mitropa betrieb auch Autobahnraststätten - Speisen neben der Autobahn


    Die erste Autobahn der Welt, nur für Autos, wurde 1921 in Berlin eingeweiht, die Avus. An der Avus entstand kurz darauf auch der Rundbau mit dem Mercedesstern. Ursprünglich als Sitz für die Rennleitung und für Gästegedacht, die dort auch verpflegt worden sind. In dieser Zeit entwickelte sich die Idee,  auch Rastanlagen zu bauen. Die Reichsraststättengesellschaft gründete sich in dem Bau.

  • Theodor vom 04.12.2016

    Radiogeschichten - vom Funkerberg-Museum Königs Wusterhausen +++ Der erste Rundfunkversuch +++ Briefe an den RIAS +++ Radio Glasnost +++ Radio Wolga +++ Moderation: Gerald Meyer

    Der erste Radioversuch

    1917. Stellungskrieg im ersten Weltkrieg. An der Westfront in Frankreich trauen die Militärfunker ihren Ohren nicht. Statt verschlüsselter Morsesignale tönen plötzlich Harmonikaklänge durch den Äther.

    Das klingende Sonntagsrätsel - Briefe an den RIAS

    Es war die wohl am wenigsten politische Sendung des RIAS, des "Rundfunks im amerikanischen Sektor": Das klingende Sonntagsrätsel. Auch Tausende DDR-Bürger beteiligten sich an dem Gewinnspiel - doch nur ein Bruchteil der Zuschriften erreichte den Sender.  

    Radio Glasnost

    Über die Mauer hinweg - Radio Glasnost funkt ab Sommer 1987. Eine Redaktion im Westen sendet Material aus dem Osten. Bislang hatten DDR-Oppositionelle in Kirchen und Umweltgruppen ihre Informationen heimlich mit selbstgemachten Heften verbreitet - nun aber haben sie eine Radiosendung! Unter dem Dach des linksalternativen Privatsenders Radio Hundert in Westberlin.

    Radio Wolga

    Radio Wolga war der offizielle Sender der sowjetischen Truppen in der DDR, Polen und der Tschechoslowakei. Die Redaktion saß in Potsdam. Doch anders als etwa das amerikanische Pendant AFN blieb der Sender den Menschen jenseits der Kasernen so gut wie unbekannt.

    Radiodoktor Dirk Mahrenholz repariert einen alten Röhrenempfänger

    Aus alt mach neu - beim Radiodoktor in Friedersdorf

    Im Kunstspeicher Friedersdorf bei Seelow gibt es auf der obersten Etage eine Ausstellung "Radios aus Omas und Opas Zeiten". Das kleine Museum bietet einen besonderen Service. In einer Werkstattecke nehmen sich fachlich versierte "Radiodoktoren" alte Röhrenempfänger vor und machen sie für zeitgemäßen Empfang tauglich.

  • theodor_708.jpg

    Theodor vom 20.11.2016

    +++ Der Elektropionier Werner von Siemens +++ Ein Unternehmer schon in Kindertagen +++ Siemensstadt: Hier steht die Hauptstadt unter Strom +++ Wie Berlin zur schnellsten Stadt der Welt wurde +++

  • Gerald Meyer ist dieses Mal Geldfälschern auf der Spur

    Theodor vom 06.11.2016

    Von Falschgeld und Fälschern:+++Die Zeit der Kipper und Wipper+++Die Kunst des Fälschens+++Mein Opa, der Fälscher+++Geldfälscher in der DDR+++Meine Geschichte: Als ich einmal Fälscher war+++ Moderation: Gerald Meyer

    Kipper und Wipper brachten viele Menschen um ihr Geld, Quelle: rbb

    Die Zeit der Kipper und Wipper

    Falschmünzerei gehörte einst zu den schwersten Verbrechen – die meisten Ertappten wurden hingerichtet. Die größten Falschmünzer aber waren Fürsten und Könige. Statt Strafe durften sie meist gute Gewinne einstreichen. 

    Der Kunstfälscher Andreas Uckert, Quelle: rbb

    Die Kunst des Fälschens

    Andreas Uckert ist ein Künstler aus Gransee, der sich auf Fälschungen spezialisiert hat. Mit Kopien von Meisterwerken der Kunst hat er sich international einen Namen gemacht. Die Irritiation seiner Zuschauer ist Teil von Uckerts Kunst. Dabei macht er vor der Fälschung von Geld keinen Halt.  

    Charlotte Krüger in Sachsenhausen, Quelle: rbb

    Mein Opa, der Geldfälscher

    Die Baracken 18 und 19 im früheren KZ Sachsenhausen waren eine geheime Geld-Fälscherwerkstatt.  Das Kommando führte hier der SS-Sturmbannführer Bernhard Krüger. Erst nach dessen Tod erfuhr Krügers Enkelin Charlotte von der Vergangenheit ihres geliebten Großvaters. Später recherchierte Charlotte Krüger das Leben ihres Großvaters.

    Frühe DDR-Scheine waren leicht zu fälschen

    Geldfälscher in der DDR

    Ganze 250.000 Mark - so wenig Falschgeld wurde in 40 Jahren DDR durch die Staatsbank eingezogen. Die wenig kaufkräftige DDR-Mark war für die meisten Fälscher nicht sehr verlockend. Und dennoch: Auch das Ostgeld wurde gefälscht - zum Teil auf erstaunliche Weise.

    Meine Geschichte: Als ich einmal ein Fälscher war. Quelle: rbb/Bark

    Meine Geschichte: Als ich einmal ein Fälscher war

    Ein Kollege aus dem Theodor-Team verriet während der Dreharbeiten, dass auch er einmal Geld gefälscht hatte. Zur Strafe musste der Kollege für anderthalb Minuten den Platz hinter der Kamera mit dem davor tauschen. Hier das erschütternde Geständnis unseres Kollegen!

    Gerald Meyer im Gespräch mit Mirko Galen, LKA Berlin

    Im Gespräch mit Mirko Galen, Landeskriminalamt Berlin - Vorsicht, falsche Fuffziger!

    Glasnegative mit Geldscheinmotiven, Druckplatten aus Aluminium, Teile einer kleinen Offsetdruckmaschine - in der Polizeihistorischen Sammlung lagern interessante Fälscherutensilien aus der jüngeren Vergangenheit.  Mirko Galen vom Landeskriminalamt Berlin kennt sich mit diesen Dingen aus. Gerald Meyer sprach mit dem Falschgeldspezialisten über historische und aktuelle Fälschungen.