Die Sendung im Detail

THEODOR - Geschichte(n) aus der Mark

Das kulturhistorische Magazin des rbb aus Brandenburg.

Es entdeckt Hintergründe oder erzählt Geschichten, die lange im Verborgenen lagen, ist offen für neue Entdeckungen über historische Begebenheiten und Persönlichkeiten.
Die Sendung wird im Wechsel in den rbb-Regionalstudios Cottbus und Frankfurt (Oder) produziert und von Gerald Meyer moderiert.
Alle 14 Tage sonntags um 18:30 Uhr - eine halbe Stunde Fernsehen aus fünf Regionen Brandenburgs.

Erste Brandenburgische Landesausstellung Schloss Doberlug

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    THEODOR vom 27.07.2014

    Erfindung der: +++  Reißzwecke +++ Ankerbausteine +++ Wetterkarte +++ Spritzkuchen +++ Thermoskanne +++ des Minimax-Feuerlöschers

    technische Zeichnung (Quelle: rbb)

    Die Erfindung der Reißzwecke

    Vor gut 110 Jahren erfand der Lychener Uhrmachermeister Johann Kirsten die Pinne. Dummerweise hatte er vergessen, ein Patent anzumelden. So wurde ein anderer Lychener mit der Idee zum Millionär.

    Mini Ziegel (Quelle: rbb)

    Die Erfindung der Ankerbausteine

    Mini-Ziegel aus Ton haben Kinderzimmer in aller Welt erobert, aber kaum einer kennt die Erfinder der „Anker-Steinbaukästen“. Die jedoch könnten berühmter kaum sein: Otto Lilienthal und sein jüngerer Bruder Gustav - treibende Kraft dieser und anderer Bauideen.

    Erfinder der Wetterkarten (Quelle: rbb)

    Die Erfindung der Wetterkarte

    Der Freienwalder Landarzt Richard Aßmann interessiert sich um 1870 brennend für die Wetterbeobachtung. Als einer der ersten verbindet Aßmann Isobarenlinien und stellt Prognosen. Mit einem Magdeburger Zeitungsverleger entwickelt Aßmann Wetterkarten für das Publikum.

    Statue mit Spritzkuchen (Quelle: rbb)

    Die Erfindung des Spritzkuchens

    1837 erfindet der Eberswalder Bäcker Gustav Zietemann den Spritzkuchen und verkauft die Leckerei mit großem Erfolg auf dem Bahnsteig an Reisende.

    Thermoskannen (Quelle: rbb)

    Die Erfindung der Thermoskanne

    "Heißes bleibt heiß und Kaltes bleibt kalt!" so lautete der Slogan für eine Neuheit, die 1903 den Siegeszug um die Welt antrat: die Thermoskanne. Ihr Erfinder Reinhold Burger, ein Glasmachersohn aus der Nähe von Baruth, hatte zunächst gar nicht im Sinn, die Trinkgewohnheiten der Weltbevölkerung zu revolutionieren. Am Anfang, so die Legende, wollte er nur seine eigene Erkältung kurieren…

    Feuerlöscher (Quelle: rbb)

    Die Erfindung des Minimax-Feuerlöschers

    Ab 1905 wurden Feuerlöscher in Neuruppin produziert, im ersten Feuerlöschgerätewerk Deutschlands. Schnell wurden Minimax-Produkte zur Massenware und die Firma expandierte. Der Unternehmer Wilhelm Graaff hatte sich gemeinsam mit Hans Mikorey, einem Ingenieur, den ersten Handfeuerlöscher der Welt patentieren lassen, der in Massenproduktion gehen sollte.

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor 25.05.2014 18:32

    Landarzt und Massenmörder +++ Die "Gartenschläger-Bande" +++ Hinter Gittern wegen Punk-Musik +++ Der Goldmacher von Küstrin +++ Prozess von Angermünde +++

    Horst Fischer der ehemalige KZ Arzt zu sehen auf auf einm historischen Bild (Quell rbb)

    Landarzt und Massenmörder

    Er war ein engagierter Arzt und treusorgender Familienvater: Horst Fischer, Landarzt in Spreenhagen in den 1950er und frühen 60er Jahren. Doch Fischer hütete ein dunkles Geheimnis, von dem niemand etwas ahnte: Er war KZ-Arzt in Auschwitz, schickte 70.000 Menschen in den Tod und lebte bis vor 50 Jahren unbehelligt in der DDR.

    Michael Gartenschläger, ein freigekaufter DDR-Häftling zu sehen auf einem historischen Foto (Quelle rbb)

    Die "Gartenschläger-Bande“

    Im Jahr 1976 erregte ein gebürtiger Brandenburger bundesweit Aufmerksamkeit: Michael Gartenschläger. Der freigekaufte DDR-Häftling, Fluchthelfer und Menschenrechtsaktivist starb im Gewehrfeuer an der innerdeutschen Grenze bei der Demontage einer Selbstschussanlage.

    Blick in eine Gefängniszelle für bis zu 20 Insassen. (Quelle rbb)

    Hinter Gittern wegen Punk-Musik

    Ein harmloser Text über die Punk-Bewegung in der DDR brachte Gilbert Furian ins Cottbuser Gefängnis, das heute ein Menschenrechtszentrum ist. Klug und ohne Bitternis hat er die Zeit aufgearbeitet und bietet nun einen Einblick in den Gerichtsalltag der DDR.

    Auf einem gemaltem Bild,der Hochstapler Caetanozu sieht seiner Hinrichtung durch erhängen entgegen. (Quelle rbb)

    Der Goldmacher von Küstrin

    Der Hochstapler Caetano konnte Friedrich Wilhelm I. überzeugen, dass er Gold machen könne. Für dieses Versprechen gab man ihm in Berlin einen kleinen Hofstaat und Luxusgüter. Natürlich konnte er keine Erfolge vorweisen, floh und wurde wieder eingefangen.

    Im Vordergrund lodernde Flammen, dahinter verschwommen das Bild der Frau die dem Scheiterhaufen entkam ( Quelle rbb)

    Prozess von Angermünde

    Ein Ereignis aus dem Jahr 1336 in Angermünde blieb bis heute in Erinnerung: 14 Männer und Frauen wurden auf dem Marktplatz verbrannt. Vorschont vom Feuertod wurde nur eine Frau, da sie schwanger war. Die Ketzer wurden als „Luciferianer" bezeichnet, das galt als schlimmste Form der Ketzerei überhaupt.

  • Heimlich, in einer Scheune trinken Bauern aus Brandenburg, am Anfang des 18. JH, Bier aus Sachsen. ( Quelle rbb)

    Biertrinker gingen fremd

    Lausitzer Biertrinker litten vor 250 Jahren unter einer Laune der Geschichte. Cottbus lag in Preußen, einige Gehöfte im Dorf Werben aber in Sachsen, und dort gab es besseres und billigeres Bier. Vergebens versuchte Preußen seine Untertanen vom Fremd-Trinken abzuhalten.

    Adam Friedrich Zürner, als historische Figur steht an einer Postmeilensäule und blickt an Ihr hoch (Quelle rbb)

    Sachsens Postmeilensäulen auf Preußens Wegen

    Durch den Wiener Kongress fielen große Teile Sachsens an Preußen. Dies thematisiert auch die Landausstellung im südbrandenburgischen Doberlug. Aufmerksame Wanderer finden auch in der Landschaft Zeugnisse der einst sächsischen Geschichte: Prächtige Postsäulen in Brandenburg zeigen, wo früher Sachsen war.

    Heinrich von Brühl läuft vor dem Schloss in Brody, heute eine Ruine im Aufbau (Quelle rbb )

    Die Geschichte einer Feindschaft

    Sächsische Spuren in Brandenburg führen auch nach Forst/Lausitz in das nahegelegene Pförten (heutiges Brody in Polen) und zur Geschichte einer Feindschaft zwischen Heinrich von Brühl und Friedrich dem Großen.

    zu sehen ist das Bild von Guido Reni - Europa und Ihre Gespielinnen schmücken den Stier in der Ausstellung in Sanssouci (quelle rbb)

    Geheimer Kunsthandel in Altdöbern

    Während Sachsen und Preußen gegeneinander Krieg führten, wurde ein kleines Schloss bei Cottbus der Schauplatz seltsamer Geschäfte. Die Unterhändler von August dem Starken und Friedrich dem Großen handelten emsig mit wertvollen Gemälden. Der Kunsthandel war damals ein krisenfestes Geschäft.

    Großeinstellung von zwei sächsisch- preußischen- Grenzsteinen, ein farbiger, Schwarz - Preußen, Grün -Sachsen und ein grauer (quelle rbb)

    Das Land der Sorben als Kriegsbeute

    Als im Gebiet des heutigen Brandenburg nach dem Wiener Kongress die Grenzen neu gezogen wurden, hatte dies fatale Folgen für die Zukunft des sorbischen Volkes. Angehörige der slawischen Minderheit, die in Sachsen noch einige Freiheiten genossen hatten, kamen unter die Herrschaft der Preußen. Mit fatalen Folgen.

  • Gerald Meyer, Quelle: rbb

    Theodor 27.04.2014 18:32

    +++ Geschichten von Wind und Wetter - aus dem Wettermuseum Lindenberg +++ Richard Aßmann - Landarzt und Wetterpionier +++ Von der Worfelschale zur Windkraftanlage +++ Als Mähdrescher vom Himmel fielen +++ Der Beginn der "Lustsegeley" +++ Die Erfindung der Thermoskanne +++

    Von der Worfelschale zur Windkraftanlage

    Wind-Werkzeuge in der Landwirtschaft: Es gab die „Worfelschale“, mit denen Bauern Spreu von Weizen trennten, die Bock- und später Holländer-Getreidewindmühlen. Schon Anfang des 20. Jahrhunderts waren in Berlin und Brandenburg allerdings auch Tüftler und Techniker aktiv, die sich mit der windgetriebenen Stromerzeugung beschäftigt hatten.

    Als Mähdrescher vom Himmel fielen

    Am Himmelfahrtstag 1979 bildete sich so ein Tornado in den Nähe von Bad Liebenwerda. Er zog in Nordöstlicher Richtung - fast 50 Kilometer bis in die Nähe von Lübben. Eine ungewöhnlich lange Zugbahn und - wie noch nicht lange bekannt ist - ein ungewöhnlich starker Tornado. Erst 2010 wurde wissenschaftlich erforscht und bewiesen, dass es einer der stärksten je in Deutschland registrierten Tornados war.

    Der Beginn der "Lustsegeley"

    Im Wind, am Wind, vor dem Wind, halber Wind, in der Seglersprache gibt es viele Ausdrücke für den Kurs, der gerade eingeschlagen ist. Mit seiner Unmenge von Seen und Flüssen ist Berlin und Brandenburg ein Paradies für Segler, heute wie damals. Und so beginnt in unserer Region auch die Geschichte der sogenannten Lust-Segeley und nicht etwa an der Küste.

    Die Erfindung der Thermoskanne

    "Heißes bleibt heiß und Kaltes bleibt kalt!" so lautete der Slogan für eine Neuheit, die 1903 den Siegeszug um die Welt antrat: die Thermoskanne. Ihr Erfinder Reinhold Burger, ein Glasmachersohn aus der Nähe von Baruth, hatte zunächst gar nicht im Sinn, die Trinkgewohnheiten der Weltbevölkerung zu revolutionieren. Am Anfang, so die Legende, wollte er nur seine eigene Erkältung kurieren…

  • Gerald Meyer vor dem Logo der Sendung "Theodor" (Quelle: rbb)

    Theodor 06.04.2014 18:32

    Ein Panzer blieb stehen +++ Geheimer Streit ums Pieck-Denkmal +++ Die Retter der Stadtschloss-Figuren +++ Der Mann hinter der Quadriga +++ Jedem Tierchen sein Denkmal +++

    Blick von oben auf ein Panzerdenkmal ( Quelle rbb)

    Ein Panzer blieb stehen

    In der DDR gehörten sie in vielen Orten zum festen Stadtbild: auf Sockel gestellte T34 – Panzer der einst siegreichen Roten Armee.

    Der Kopf einer Steinfigur liegt auf Betontrümmern (Quelle rbb)

    Die Retter der Stadtschloss-Figuren

    Der Fassade des wiederaufgebauten Potsdamer Stadtschlosses sieht man an, dass sie nicht nur aus neuen Steinen rekonstruiert wurde. Viele alte Originalteile konnten eingebaut werden. Sie waren 1959/60 geborgen worden während Sprengungen und Abriss schon liefen.

    Blick von oben auf die Quadriga (Quelle rbb)

    Der Mann hinter der Quadriga

    Die Quadriga auf dem Brandenburger Tor ist weltbekannt und das Werk von Johann Gottfried Schadow. Anlässlich seines 250. Geburtstages wird der Bildhauer neu entdeckt, der auch an ungewöhnlichen Orten in Brandenburg seine Spuren hinterlassen hat.

    ...auf einer Galopprennbahn steigt ein Schwarzer Hengst auf (quelle rbb)

    Jedem Tierchen sein Denkmal

    Erschossene Wölfe, schnelle Pferde oder imposante Hirsche – es ist schon erstaunlich, welchen Tieren im Land Brandenburg ein Denkmal gebaut wurde.

  • Theodor vom 23.03.2014

    +++ Sportgeschichten: 150 Jahre Hermann Weingärtner - Bademeister und Olympiasieger +++ Der Sturz eines Rennfahrers: Wolfgang Lötzsch +++ Wie der FC Vorwärts dem Mielke-Club BFC weichen musste +++ Vergessene Sportstätten an der Oder +++

    Hermann Weingärtner - Bademeister und Olympiasieger

    Als Kaufmannslehrling machte er Handstand auf dem Ladentisch, zu den Spielen nach Athen fuhr Hermann Weingärtner gegen den Willen der Deutschen Turnerschaft, die sich mit anderen Sportlern nicht auf eine Stufe stellen wollte. 

    Sturz eines Radsportlers – Wolfgang Lötzsch

    April 1975: Bei einem Straßenrennen in Frankfurt (Oder) stürzt der Radsportler Wolfgang Lötzsch und erleidet eine lebensgefährliche Kopfverletzung. Doch Fahrerfeld und die meisten Teamfahrzeuge rollen achtlos an dem Verunglückten vorbei.

    Als der FC Vorwärts aus Berlin verschwand

    1969 wird der FC Vorwärts Berlin zum 6. Mal DDR-Meister. Rekord! Wieder hatte der Armeesportclub den ewigen Hauptstadt-Rivalen BFC Dynamo in den Schatten gestellt. Der für den BFC zuständige Staatssicherheits-Minister Mielke sorgt jetzt dafür, dass der Konkurrent aus Berlin verschwinden muss.

    Alte Sportstätten an der Oder

    Erstaunlicher Anblick: an einem Oder-Seitenarm bei Brieskow-Finkenheerd stehen ein verlassener Schiedsrichterturm und von Bäumen überwucherte Zuschauerbänke. Überbleibsel einer mehr als 100 Jahre alten Regattastrecke.

  • Theodor 09.03.2014 18:32

    +++  Die Notfallmedizin der Mönche +++  Die ersten Rettungswagen +++ Carl Thiem: Vater der Unfallmedizin  +++ Geheimsache Zugunglück +++ Soldaten ohne Gesicht

    In einem Klosterraum giesst ein Mönch einen Krug Wasser in ein anderes Gefäß. (Quelle rbb )

    Die Notfallmedizin der Mönche

    Leichte Verletzungen konnten im Mittelalter zu einer tödlichen Bedrohung werden, weil das Wissen über Heilmethoden vielfach fehlte.

    Im Museum ist eine historische Rettungs-Karre zu sehen ( Quelle rbb)

    Die ersten Rettungswagen

    Einen Verwundeten zu einem Arzt zu bringen, das war früher eine langsame und schmerzhafte Angelegenheit für die Betroffenen.

    Wir schauen auf ein Gemälde von Carl Thiem ( Quell rbb )

    Carl Thiem: Vater der Unfallmedizin

    Es war die Zeit der Eisenbahnunglücke, der explodierenden Dampfmaschinen und des 1. Weltkrieges: Im April 1914 nahm der Unfallmediziner Carl Thiem in Cottbus ein Krankenhaus in Betrieb, das die Unfallheilkunde zu einer bis dahin ungeahnten Blüte brachte.

    Mit Blut verschmierte Sachen auf einer Bank in einem Flur ( Quelle rbb )

    Geheimsache Zugunglück

    Nur wenige sollten von einem der schwersten Zugunglücke in der DDR erfahren. Es ereignete sich am 1. März 1962 auf der Eisenbahnstrecke Berlin-Leipzig bei Trebbin.

    Blick auf zwei Fotos, in einer Ausstellung, von entstellten Soldaten ohne Nasen( Quelle rbb)

    Soldaten ohne Gesicht

    Der I. Weltkrieg veränderte nicht nur die Waffentechnik, sondern auch die Art der medizinischen Versorgung. Zum ersten Mal wurden im großen Stil Bluttransfusionen eingesetzt und weiterentwickelt - eine Folge der blutigen Schlachten.