Die Sendung im Detail

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Der junge Arzt im Labor Quelle: Archiv Forßmann-Krankenhaus

Mit der Sonde ins Herz

Von der Idee, über die Blutgefäße einen Weg zum Herzen zu finden, sei er geradezu besessen gewesen, sagt Werner Forßmann später über seine Studienjahre. Der junge Mann war schon in dieser Zeit unzufrieden mit den diagnostischen und therapeutischen Methoden seiner Zeit. Auch der Klinikalltag im Krankenhaus Eberswalde lastet den neu angestellten Assistenzarzt nicht aus. Im Jahr 1929 kann der ehrgeizige Arzt seinen Forschungsdrang nicht mehr zügeln. Der 25jährige startet den riskantesten Selbstversuch in der Medizingeschichte. Denn Werner Forßmann wollte zur Behandlung an das Herz herankommen - ohne es zu verletzen - und möglicherweise über einen Katheter Medikamente am Herz wirken lassen. Niemand hatte so etwas zuvor gemacht. Doch er hatte sich darauf gründlich vorbereitet und dann war es soweit.

Johann Daniel Riedel Quelle: privates Firmenarchiv

Johann Daniel Riedel - Vom Apotheker zum Unternehmer

Johann Daniel Riedel war der Vorreiter der chemischen Herstellung von Medikamenten in Fabriken. Er experimentierte in seiner ersten eigenen Apotheke, der "Schweizer Apotheke zum gekrönten schwarzen Adler" in der Berliner Friedrichstraße 173, die er 1814 übernahm. Mit seinem Sohn baut er die erste Chemie-Fabrik auf und seine Enkel machen die Riedel AG zu einem internationalen Unternehmen, das 1912 seinen Sitz in Berlin-Britz hat.

Theodor Archiv

  • Gerald Meyer in Buckow beim Wassertreten Quelle: rbb

    Theodor vom 21.05.2017

    Facetten der Heilkunde, die überraschen: Mit der Sonde ins Herz - Ein riskanter Selbstversuch +++ Hitlers Drogensucht - Was sein Leibarzt ihm spritzte +++ Blauer Heinrich - Eine praktische Erfindung +++ Haus Waldfrieden - Sanatorium für werdende Mütter +++ Johann Daniel Riedel - Von der Kräuterkunde zur Pharmaindustrie
    Moderation: Gerald Meyer

    Dr. Werner Forßmamnn im Oktober 1956 (Bild: imago/United Archives International)

    Wegweisende Erfindung - Forßmanns Herzkatheter

    Der frischgebackene, impulsive Doktor Werner Forßmann ist unzufrieden mit den Möglichkeiten der Medizin zur Erkennung und Behandlung von Herzkrankheiten. Und so beschließt er als Assistenzarzt am Krankenhaus in Eberswalde, sich selbst einen Katheter über die Armvene bis ins Herz zu legen – als erster Mensch der Welt.

    Drogen für Adolf Hitler Quelle: rbb

    Aufzeichnungen des Dr. Theodor Morell - Hitlers Leibarzt

    Es war eine atemberaubende Karriere für den Arzt Theodor Morell. Er hatte Adolf Hitler bei Darmproblemen geholfen und somit sein Vertrauen gewonnen. Niemanden ließ der misstrauische und neurotische Hitler näher an sich ran. So wurde Morell vom wohlhabenden Arzt mit Praxis am Kurfürstendamm zu Hitlers Leibarzt. Und als dieser versorgte er ihn von 1936 bis 1945 mit Medikamentenmischungen und Drogen.

    Ein Spucknapf aus der Lungeheilanstalt

    Der kobaltblaue Spucknapf - Blauer Heinrich

    Der Blaue Heinrich - heute ist er beinahe unbekannt. Um das Jahr 1900 aber war dieses Fläschchen weit verbreitet. Erfunden hat den Spucknapf der Lungenfacharzt Peter Dettweiler.

    Zunächst nur ein Heim für Schwangere: Haus Waldfrieden in Buckow Quelle: Klinik Waldfrieden

    Privatsanatorium in Buckow - Haus Waldfrieden

    Der Direktor der Berliner Naturheilanstalt, Adolf Orthey, erkennt als erster die gesundheitliche Wirkung des Buckower Klimas. 1898 lässt er das Privatsanatorium "Haus Waldfrieden" bauen. Das erste am Ort und bis heute eines der besten. Das Städtchen am Schermützelsee liegt in einem in der Eiszeit ausgebildeten Kessel. Kalte Winter und milde Sommer mit hoher Luftfeuchtigkeit.

    Johann Daniel Riedel gewinnt Chinin als Fiebersenker, Quelle: rbb

    Chinin gegen Malaria und Fieber - Vom Mörser zur Pharmaindustrie

    In seiner Berliner Apotheke legt Johann Daniel Riedel vor gut 200 Jahren den Grundstein für einen der weltweit erfolgreichsten Standorte der Pharmaindustrie. Aus der Rinde des China-Rinden-Baums gewinnt er Chinin. Es wird sein Erfolgsprodukt - ein Mittel gegen Malaria und hohes Fieber.

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    Theodor vom 07.05.2017

    Der 1. Mai im Zeichen von Gewalt, lautem Protest oder Bockwurst: Kreuzberg und seine Krawalle +++ Unvergessen: Rudi Dutschke +++ Vergessen: Die 1848er +++ Der 1. Mai in der DDR +++

  • Theodor vom 23.04.2017

    Geschichten vom Tauschen und Sammeln: +++Wie das Westgeld in den Osten kam  +++ Vasen gegen Soldaten  +++  von Schwarzmärkten und Hamsterfahrten +++  Trabi-Werkstatt-Termine gegen Steinskulpturen +++ Sammeln und Tauschen in Ost und West+++ Moderation: Gerald Meyer

    D-Mark

    Als das Westgeld in den Osten kam

    Der 1. Juli 1990 war der Tag, ab dem die D-Mark in der DDR galt. 28 Milliarden D-Mark standen in den Bankfilialen im Osten zur Auszahlung bereit. Herübergeschafft wurde das Geld von Wachschutzunternehmen mit Polizeibegleitung. Eine rieisige logistische Herausforderung.  

    Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. liebte das Militär mehr als Porzellan

    Vasen gegen Soldaten

    Zwei Könige, zwei Leidenschaften und zwei Mal leere Kassen: Für den preußischen Soldatenkönig Friedrich Wilhelm I. und den sächsischen Monarchen August der Starke ergibt sich 1718 eine günstige Tauschgelegenheit. Die Sachsen bieten den Preußen 600 Dragoner gegen eine wertvolle Sammlung chinesischen Porzellans aus dem Schloss Oranienburg.

    Kristallglas gegen Zigaretten - Nachkriegs-Schwarzmarkt in Berlin (nachgestellt)

    Schwarzmarkt und Hamsterfahrt

    Schlesisches Kristall ist 1945 ein kostbares Gut im Nachkriegs-Berlin. Wenn seine Mutter die Gläser aus dem Schrank holt, weiß Hubert Draegert Bescheid. Es geht entweder zum Hamstern aufs Land oder zum Schwarzmarkt am Reichstag.

    Erhard Lietz malte für Werkstatttermine

    Meine Geschichte: Werkstatttermine gegen bunte Steinskulpturen

    Erhard Lietz erinnert sich an Urlaubsreisen an die Ostsee und buntbemalte große Kieselsteine. Aus denen schuf der Hobbymaler zu DDR-Zeiten bunte Skulpturen, die im Tausch Wunder wirkten. Zumindest beim Trabi-Werkstattmeister in Frankfurt (Oder).

    Beitrag von Michael Lietz

    Tauschte, aber ungern: Platten-Pedro aus Berlin

    Sammelleidenschaft in Ost und West

    Moderator Gerald Meyer tauschte Spielzeug-Indianer gegen Mosaikhefte. Platten-Pedro Scheiben aus Vinyl. Aber nur ungern. "Der Tausch ist die kranke Schwester des Sammelns" sagt der Berliner Schallplattenhändler. Er hat so seine Erfahrungen!

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    Theodor vom 02.04.2017

    +++ Wie die faule Grete die Mark eroberte +++ Hokuspokus am Hof der Hohenzollern +++ Wohnen, wie es im Buche steht +++Denkmalschutz nach der Wende +++ Die Rettung des Lübbener Schlossbezirks +++

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    Die Sammlung Duncker - einmaliges Zeitkolorit - Wohnen, wie es im Buche steht

    Die Geschichte der Hohenzollern ist durch fast pausenloses Bauen geprägt. Der Grafiker Alexander Duncker hat den herrschaftlichen Anwesen der Mark ein Denkmal gesetzt. Von 1857 bis 1883 erschienen in seinem Verlag 960 Ansichten von Schlössern, die schließlich in 15 Bänden veröffentlicht wurden. Viele abgebildete Bauwerke sind heute nicht  mehr vorhanden.

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    Theodor vom 19.03.2017

    Spionagegeschichten: +++Mata Hari –die tanzende Spionin +++Brieftauben – die fliegenden Spione+++Die Funker der roten Kapelle +++Die Spione im Tunnel +++Manfred Smolka –  Todesstrafe aus Erziehungsgründen +++Moderation: Gerald Meyer

    Mata Hari und der Stein von Prötzel

    Mata Hari in Berlin

    Bei Prötzel, östlich von Berlin, findet sich eine Art Gedenkstein: Die Aufschrift Mata Hari steht auf dem überwucherten Findling.  Zwei Heimatforscher haben ihn freigelegt und rätseln: Ein Erinnerungsort an die wohl berühmteste Tänzerin und Spionin im 1. Weltkrieg, abseits der Metropole Berlin?   

    Der Spionagetunnel zwischen Rudow und Altglienicke - Teilstück im Alliiertenmuseum

    Spionage unter der Plantage

    Was machte die CIA unter dem Acker von Obstbauer Noack? "Wir gehen davon aus, dass das in den 50er Jahren das gößte Projekt des amerikansichen Geheimdienstes in Europa war", sagt Bernd von Kostka vom Alliiertenmuseum Berlin. Die Rede ist von einem Spionagetunnel zwischen dem Westberliner Rudow und dem Ostberliner Ortsteil Altglienicke. Amerikanische und britische Geheimdienste zapften hier sowjetische Militärleitungen an.  

    "Tausend Grüße allen Freunden" - die Berliner Widerstandsgruppe Harnack/Schulze-Boysen hat nur einen einzigen Funkspruch abgesetzt.

    Die Rote Kapelle - eine Spionagelegende

    Juni 1941, irgendwo in Berlin. Ein Probe-Funkspruch  an den sowjetischen Militär-Nachrichtendienst. Der Kommunist Hans Coppi funkt die harmlose Nachricht:
    „Tausend Grüße allen Freunden“.   Coppi ist Teil einer geheimen Widerstandsgruppe um den Luftwaffenoffizier  Harro Schulze-Boysen und den Regierungsbeamten Arvid Harnack. Der Test ist der einzige Funkspruch, der von der Gruppe je abgesetzt wurde.

    Der Fall Smolka

    Manfred Smolka – ein ehemaliger Grenzoffizier und DDR-Flüchtling – verurteilt zur Todesstrafe aus erzieherischen Gründen. Bei der Gerichtsverhandlung führte die Staatssicherheit Regie - Die Anschuldigungen: Verrat von  Dienstgeheimnissen an westliche Geheimdienste.

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    Theodor vom 05.03.2017

    Leben mit den Besatzern: + Besatzerkinder – eine Berlinerin sucht ihren amerikanischen Vater + Gasthof in Elstal + Das Ende der Besatzungszeit + Kunstraub durch Napoleons Soldaten

  • Gerald Meyer und Ulrich Feick auf dem Sociable-Tandem

    Theodor vom 19.02.2017

    200 Jahre Fahrrad: +++Die ersten Radlerinnen+++Räder aus Brandenburg+++Das Radler-Bier+++Zeitungsfahrer-Rennen in Berlin+++Meine Geschichte: Didi Senft+++Moderation: Gerald Meyer

    Andrea Kiersch von Historische Fahrräder Berlin e.V. Quelle: rbb/Urbanski

    Die ersten Radlerinnen

    Frauen, die den Aufstieg wagen. Ohne Rock und Korsett aufs Hochrad. Welch ein Skandal Um 1890 herum, waren die radelnden Damen nicht unbedingt gern gesehen in der Männerwelt.

    Fahrradmontage bei Brennabor, Quelle: Stadtmuseum Brandenburg a. d. H.

    Räder aus Brandenburg

    Bevor „Brennabor“ aus Brandenburg an der Havel eine bekannte deutsche Automarke wurde, war sie vor allem Fahrradfreunden bekannt. Ohne die Fahrradproduktion wäre aus der Stadt Brandenburg wohl nie eine echte Industriestadt geworden.

    Vier Männer stoßen während des Hopfentages am 23.07.2014 mit Biergläsern in Prosigk (Sachsen-Anhalt) an. (Bild: dpa)

    Radler-Bier

    Die Hälfte Bier, die andere Zitronenbrause – fertig ist das „Radler“. Oder heißt es Potsdamer? Oder Alsterwasser? Sowohl die Namen als auch die Ursprungslegenden für die Mix-Biere sind sehr unterschiedlich.

    Zeitungsfahrer in Berlin gehörten zum Stadtbild, Quelle: Landesarchiv Berlin

    Das Zeitungsfahrer-Rennen

    Wenn der Berliner sanft noch träumt / wird unser Stahlross aufgezäumt. / Es trägt das Fahrrad die Gewichte / des Zeitungssacks voll Weltgeschichte.  So schrieb der Radsportjournalist und Manager Fredy Budzinski 1920 über die Zeitungsfahrer, die in Berlin damals das Straßenbild prägten. Durch sie kam Budzinski auf die Idee für eine äußerst erfolgreiche Rennveranstaltung.