Inforadio Neubau (Quelle: rbb/Hanna Lippmann)

Mai 2007 - April 2008 - Das fünfte Jahr

Ein großes Bauvorhaben findet im September 2007 seinen Abschluss: In Frankfurt (Oder) geht im Oderturm das neue Regionalstudio in Betrieb. In dem modernen Komplex finden drei Hörfunkstudios, ein Fernsehstudio und ein rbb-Shop Platz.

Neue Köpfe, neue Strukturen

Das fünfte Jahr des rbb steht generell im Zeichen der Konvergenz: Intendantin Dagmar Reim kündigt an, die Direktionen für Hörfunk und Fernsehen im Mai 2009 zusammenzulegen. Dieselben Inhalte sollen künftig von Anfang an für möglichst viele Verbreitungswege gedacht und umgesetzt werden. Inforadio ist in diesem Sinne ein Vorreiter.

Wegen der Fusion sind die im November neu gewählten Direktoren Dr. Claudia Nothelle (Fernsehen) und Christoph Singelnstein (Hörfunk) daher zunächst nur für ein Jahr im Amt – ein Novum für den rbb. Intendantin Dagmar Reim wird am 11. Mai 2007 vom Rundfunkrat für weitere fünf Jahre bis 2013 im Amt bestätigt.

Neue Technik, neue Optik

Im rbb Fernsehen macht sich der technische Fortschritt bemerkbar: Seit Herbst 2007 sendet der rbb im 16:9-Breitbildformat. Das entspricht nicht nur besser den Sehgewohnheiten des menschlichen Auges, sondern auch denen der Zuschauer: Bis Ende 2008 werden rund 50 Prozent der Berliner und Brandenburger auf 16:9-Geräte umgestellt haben.

Doch nicht nur die Technik, auch die Optik des rbb-Angebots erlebt eine Auffrischung: Die "Abendschau" erhält ein neues Studiodesign und "Antenne Brandenburg" eine neue Webseite.

Die Zuschauer sind gefragt

Beim Stichwort "Interaktivität" im Fernsehen und Hörfunk denken viele an Zuschauerumfragen und Angebote auf Abruf. Der rbb geht weiter: In den regionalen Nachrichtenprogrammen findet die Aktion "Meine Nachricht des Tages" statt. Dabei können die Zuschauer und Zuhörer selbst Ideen für Nachrichtenbeiträge einreichen, denen die Redaktionen dann nachgehen. Wegen des Erfolgs wird die Aktion nur wenige Monate später wiederholt.

Politik im Netz mitverfolgen

Zum ersten Mal produziert der rbb eine Videosendung ausschließlich für das Internet – und erfüllt damit zugleich eine wichtige demokratische Funktion: Seit Februar 2008 sind die Redebeiträge der Plenardebatten im Potsdamer Landtag und im Berliner Abgeordnetenhaus online mitzuverfolgen.

Die 60er Jahre im Fokus

Gleich zwei Mal spielen die 60er Jahre im rbb Programm eine große Rolle: Das 40-jährige Jubiläum der 68er-Protestbewegung ist Anlass genug, einen Monat lang mit viel Sonderprogramm auf Ereignisse und Folgen der revolutionären Jahre zurückblicken.

Außerdem findet die Langzeit-Dokumentation "Die Kinder von Golzow", an welcher der rbb als Koproduzent beteiligt ist, nach 47 Jahren auf der Berlinale 2008 ihren Abschluss.

Auch das vom rbb produzierte TV-Magazin "Kontraste" stammt aus den 60er Jahren. Es feiert am 17. Januar 2008 seinen 40. Geburtstag. Entstanden als Ost-West-Magazin der ARD steht es heute vor allem für kritischen, investigativen Journalismus.

Erfolge bei Zuschauern und Juroren

Inforadio hält mit 54.000 Zuhörern pro Stunde seine Stellung als größtes Informationsradio Deutschlands, die "Abendschau" ist mit einem Marktanteil von 22,5 Prozent die zweiterfolgreichste regionale Nachrichtensendung in Deutschland. Antenne Brandenburg baut seinen Spitzenplatz als meistgehörtes Radio der Region aus und steigert sich auf 223.000 Hörer pro Stunde.

Auch einige wichtige Preise kann der rbb gewinnen: Der Webauftritt "Polylog.tv" holt einen Grimme Online Award. Die rbb-Koproduktion "Die Geschichte von Franz Biberkopf" und die Eigenproduktion vom Kulturradio des rbb "Etwas mehr links – zehn Quickies für eine Nation mit rückläufiger Geburtenrate" werden von der Akademie der darstellenden Künste jeweils zu Hörspielen des Monats gekürt.