rbb-Innovationsprojekt FIContent

- FIcontent (2011 - 2013)

Second Screen, die Nutzung von Tablet PC oder Smartphone parallel zum Fernsehen liegt im Trend – zunehmend nutzen Zuschauerinnen und Zuschauer die mobilen Geräte als Ergänzung. Im Projekt FIcontent haben der Bereich rbb Innovationsprojekte gemeinsam mit dem IRT und der rbb Redaktion Programmbegleitende Dienste eine Second Screen Anwendung entwickelt, die zeigt das ein Zweitgerät auch bei der Nutzung des Videotextes ein echter Mehrwert sein kann.  Mit dieser Anwendung können die Zuschauerinnen und Zuschauer das digitale Videotextangebot des rbb, den HbbTV Text, bequem über Tablet PC oder Smartphone steuern, quasi als erweiterte Touchscreen-Fernbedienung. Das mobile Gerät wird über einen QR-Code automatisch mit dem Fernseher verbunden, und der Text erscheint nach Wahl entweder nur auf dem Zweitgerät oder auf beiden Geräten. Weiteres Feature: Weiterführende Weblinks, auf die sonst nur verwiesen werden kann, lassen sich auf dem Tablet direkt öffnen und weiterverfolgen.


Nachdem die Anwendung als Prototyp erstmals auf der IFA 2012 präsentiert wurde, wird sie nun seit Juni 2013 im Pilotbetrieb angeboten, zunächst über DVB-T in der Region Berlin und Brandenburg.

Projektphase 2

Die Anwendung ist das Ergebnis der ersten Projektphase von FIcontent. Ihre technischen Grundlagen fließen derzeit in einen Second Screen Dienst für den ARD EPG ein, auch ein Prototyp für den ARD Text wird geprüft.

FIcontent ist Teil der großen EU-Forschungsoffensive - "Future Internet Public Private Partnerships", die sich dem "europäischen Internet der Zukunft" widmet, und geht nun in die zweite Projektphase. Der rbb wird weiterhin eng mit Projektpartnern wie dem Institut für Rundfunktechnik aber auch Fraunhofer FOKUS in Berlin zusammenarbeiten und über Ausschreibungen und Fördermöglichkeiten die Zusammenarbeit mit interessierten kleinen- und mittelständischen Unternehmen anstreben.

Interaktive Begleitung von Fernsehsendungen

Im Mittelpunkt soll auch in Phase 2 der HbbTV-Standard für an das Internet angebundene Fernsehgeräte stehen. Der rbb will gemeinsam mit  rbb Redaktionen prototypische Anwendungsfälle für die interaktive Begleitung von Fernsehsendungen entwickeln, die über das hinaus gehen was heute bereits verfügbar ist. Dies können Abstimmungen während einer Live-Sendung oder die Einbindung von Social Media Streams über Twitter oder Facebook sein, die dann parallel auf dem TV-Bildschirm oder einem verbundenen Tablet oder Smartphone abgezeigt werden können. Erste Showcases hierzu sind im Frühjahr 2014 zu erwarten.

Redakteurinnen und Redakteuren soll letztendlich ein Werkzeug an die Hand gegeben werden, mit dem sie solche Anwendungen einfach nach dem „Baukastenprinzip“ einrichten und anbieten können. Ab dem Herbst 2013 werden die rbb Innovationsprojekte zum Test aller neuen Dienste ein Netzwerk von 20 Haushalten in der Region etablieren.