Gebäude Haus des Rundfunks und Fernsehzentrum am Berliner rbb-Standort (Quelle: rbb/Hanna Lippmann)

- Berlin

Schräg gegenüber vom Berliner Funkturm, einem weithin sichtbaren Zeugnis früher deutscher Rundfunkgeschichte, hat der rbb Standort Berlin seinen Sitz.

Das Haus des Rundfunks wurde 1929–31 nach Entwürfen des berühmten Architekten Hans Poelzig (1861–1936) erbaut. Die geschlossene Anlage wurde in Form eines gleichschenkligen Dreiecks, deren Schenkel konvexe Bögen beschreiben, gestaltet. Die Hauptfassade des Klinkerbaus aus blauschwarz changierenden Keramikfliesen, erstreckt sich mit einer Länge von 150 Metern an der Masurenallee.

Im Innenhof befinden sich drei trapezförmige Sendesäle, die an den Haupteingang und das Haupttreppenhaus durch den großen Lichthof angeschlossen sind. Im großen Lichthof stand seit 1931 die Bronzeplastik "Große Nacht" von Georg Kolbe, die man 1933 entfernte. 1965 wurde ein Neuguss der Skulptur aufgestellt. Bereits 1958 erfolgte der Eintrag des Funkhauses in die Liste der Baudenkmäler von Berlin.

1961–71 wurde das Fernsehzentrum des SFB von Robert Tepez am Theodor-Heuss-Platz sowie am Kaiserdamm errichtet. Das Gebäude gliedert sich in mehrere, einander rechtwinklig zugeordnete, in der Höhe gestaffelte kubische Baukörper, darunter zwei platzbestimmende, 13- bzw. 14-geschossige aufgeständerte Hochhäuser, die durch einen fünfeckigen Erschließungsturm miteinander verbunden sind.

Die Stahlbetonbauten sind mit Naturkies-Waschbetonplatten verkleidet, die Stahlkonstruktion der Hochhäuser mit horizontal gliedernden, eloxierten Alumiumplatten. Zwei Brücken verbinden das Fernsehzentrum mit dem Haus des Rundfunks.

Das Haus des Rundfunks setzt im Zusammenklang mit dem vier Jahrzehnte jüngeren Hochhausbau des Fernsehzentrums einen klaren städtebaulichen Akzent.

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Bahnsteig Hauptbahnhof Berlin (Bild:dpa)

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