Presseinformation 2004-207 vom 11.11.2004 - Besonders WERTvoll

Am Montag, dem 15. und am Dienstag, dem 16. November 2004, laden die Jugendschutzbeauftragten von RBB, WDR, NDR und ZDF und die Medienarbeit der Katholischen und Evangelischen Kirche zu einer Tagung in die Katholische Akademie Berlin.

Verbote, Sendezeitbeschränkungen und Altersfreigaben bestimmen im Fernsehen – und nicht nur dort – den gesetzlichen Jugendmedienschutz.
Wie kann man schädliche Inhalte von Kindern und Jugendlichen fernhalten? Was beeinträchtigt, was gefährdet und was soll Heranwachsenden vorenthalten werden? Entsprechende Schutzmaßnahmen haben ihre Berechtigung, sind in ihrer Wirkung aber nur begrenzt. Angesichts der modernen technischen Möglichkeiten gibt es immer mehr Wege, diese Schutzmaßnahmen zu umgehen.

Deshalb ist es unverzichtbar, über Jugendmedienschutz immer wieder neu nachzudenken und positiv die Frage nach der Wertevermittlung durch die Medien zu stellen.

"Es muss ein gesamtgesellschaftlicher Konsens darüber erzielt werden, was in den Medien gezeigt werden darf und was nicht", fordert Inge Mohr (RBB), Vorsitzende des Arbeitskreises der Jugendschutzbeauftragten der öffentlich-rechtlichen Rundfunkanstalten.

Zu den Referenten der Tagung gehören u. a. Bischof Dr. Wolfgang Huber, Vorsitzender des Rates der EKD, Dagmar Reim, Intendantin des RBB, Prof. Dr. Norbert Bolz, Direktor des Institutes für Sprache und Kommunikation, Prof. Dr. Norbert Schneider, Direktor der Landesanstalt für Medien NRW, Hans Jahnke, stellv. Programmdirektor des ZDF, und Weihbischof Friedrich Ostermann, Vorsitzender der Publizistischen Kommission der Deutschen Bischofskonferenz.

Die Tagung "Besonders WERTvoll: Fernsehen und Jugendmedienschutz zwischen Wirklichkeit und Vision" will ein positives Verständnis des Jugendmedienschutzes entwickeln und fördern.

"Jugendmedienschutz darf nicht nur repressiv umgesetzt werden, sondern auch präventiv, wie es ARD und ZDF mit zahlreichen Maßnahmen zur Förderung von Medienkompetenz seit langem tun", sagt Inge Mohr.