Presseinformation 237-2004 vom 13.12.2004 - Prof. Lothar Romain neuer RBB-Rundfunkratsvorsitzender

In seiner heutigen 17. Sitzung hat der RBB-Rundfunkrat Professor Lothar Romain (60) in geheimer Wahl zum neuen Rundfunkratsvorsitzenden gewählt. 19 der 28 anwesenden Rundfunkräte votierten für Romain, der von den Landesrektorenkonferenzen Berlin und Brandenburg in das Gremium entsandt ist. Es gab vier Gegenstimmen und fünf Enthaltungen.

Prof. Lothar Romain: „Ich freue mich über diese neue Aufgabe, die aus vielen Gründen nicht leicht sein wird. Meine Anstrengungen gelten der intensiven Einbindung des Rundfunkrats in alle Entscheidungen und dem Bemühen, bestehende Schwierigkeiten zu überwinden und die durch die Finanzlage bedingten zukünftigen Entscheidungen zum Wohl des Senders und seiner Programme zu forcieren.“

Die zweijährige Amtszeit von Prof. Romain beginnt am 1. Januar 2005.
Die Wahl für den stellvertretenden Vorsitz vertagte der Rundfunkrat auf seine nächste Sitzung am 14. Februar 2005.

Lothar Romain gehört dem RBB-Rundfunkrat seit seiner Konstituierung am 18. Dezember 2002 an und war seither auch Vorsitzender des Programmausschusses des Rundfunkrats. Er ist Präsident der Universität der Künste Berlin (UdK). Er studierte in Köln Kunstgeschichte, Theaterwissenschaft, Germanistik und Philosophie. Nach verschiedenen leitenden Positionen im Journalismus war er 1977 zusammen mit Manfred Schneckenburger verantwortlich für das Konzept der documenta 6 und 1987 künstlerischer Beirat der documenta 8. Von 1992 bis 1996 vertrat Romain als Lehrstuhlinhaber die Kunstgeschichte des 20. Jahrhunderts an der Akademie für Bildende Künste München. Er ist Sprecher der Konferenz der RektorInnen und PräsidentInnen der deutschen Kunsthochschulen und seit diesem Jahr Mitglied der Akademie der Künste Berlin.

Lothar Romain lebt in Berlin, ist verheiratet und Vater einer Tochter.

Laut Satzung des RBB wählt der Rundfunkrat eine Vorsitzende/einen Vorsitzenden und deren/dessen Stellvertreterin/Stellvertreter für die Dauer von zwei Jahren. Die Geschäftsordnung des Rundfunkrats sieht vor, dass die Spitze des Gremiums mit je einem Berliner und Brandenburger sowie mit einer Frau und einem Mann besetzt wird. Der bisherige Vorsitzende Bertram Althausen verzichtete aus persönlichen Gründen auf eine erneute Kandidatur. Der stellvertretende Vorsitz - bisher von Dr. Bärbel Grygier wahrgenommen – muss entsprechend den Besetzungsvorgaben neu gewählt werden.