Presseinformation 2004_009 vom 30.01.2004 - RBB Dokumentarfilm auf der Berlinale 2004

Der RBB-Film "Aus Liebe zum Volk" ( 90 Min.) nimmt als einziger eigenproduzierter Film eines TV-Senders auf der Berlinale 2004 teil. Die Berlinale-Premiere ist am 08.02.2004 um 17.00 Uhr im Kino International, Karl-Marx-Allee 31, in Berlin-Mitte.

Die Dokumentation, nach einem Bericht des Stasioffiziers Herrn S., wurde produziert vom rbb Fernsehen und Zero-Film ( "Black-Box BRD" - Grimmepreis 2000 " ). Regie führten der französische Autor Eyal Sivan ("Der Spezialist"- der Adolf-Eichman-Prozess) und Audrey Maurion:

Im Februar 1990, einige Wochen nach dem Fall der Berliner Mauer, wird das Ministerium für Staatssicherheit aufgelöst. Das Ende der Stasi ist gekommen. Major S. war einer ihrer Offiziere.
Er arbeitet zwanzig Jahre lang als Beamter im „Dienst der Gesellschaft“. Dann dreht der Wind und das Regime, dem er dient, findet sein Ende.
Ohne seinen Arbeitsplatz, sein eigentliches Zuhause sieht er weder Zukunft noch Perspektive.
An seinem letzten Tag im Büro berichtete er detailliert über sein Leben und über die zwanzig Jahre, die er im Herzen dieser Institution gearbeitet hat.

In „Aus Liebe zum Volk“ wird die Zeugenaussage des Herrn S. zur Folie für eine verstörende Montage. Der Bericht ist verbunden mit Originalaufnahmen aus den Kellern der Gauck-Behörde, aus privaten und öffentlichen Archiven.