Presseinformation 109-2004 vom 15.07.2004 - Walter-Serner-Preis 2004 ausgeschrieben
Das Kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) und das Literaturhaus Berlin schreiben den Walter-Serner-Preis 2004 aus. Autorinnen und Autoren sind aufgefordert, eine unveröffentlichte Kurzgeschichte einzusenden, die vom „Leben in den großen Städten“ – so das Motto des Preises – erzählt. Der Umfang der Geschichte soll sieben Seiten nicht überschreiten. Einsendeschluss ist der 15. September 2004.
Der Walter-Serner-Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.
Die Kurzgeschichte bitte senden an: Rundfunk Berlin-Brandenburg, Kulturradio, Stichwort: Walter-Serner-Preis, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin. Den Namen des Autors bitte nicht auf dem Manuskript, sondern auf einem beigefügten Blatt vermerken.
Den Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten gibt es seit Mitte der 70er Jahre. Zunächst wurde er allein vom Sender Freies Berlin (SFB) verliehen. 1996 und 1997 beteiligte sich die „Berliner Zeitung“; seit 1998 wird der Preis gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben.
Der Walter-Serner-Preis hat sich in den letzten Jahren als Forum für Debütanten etabliert. Preisträger waren unter anderem Ute Lubosch (1996), Edda Helmke (1997) mit einem Kapitel aus dem später im Malik Verlag erschienenen Roman „Pepsi im Waschsalon“, Raul Zelik (1998) mit seinem Text „Vorstadt Beats“, David Wagner (1999), dessen erster Roman „Meine nachtblaue Hose“ im Frühjahr 2000 veröffentlicht wurde, Daniel Klaus (2000) mit seiner Geschichte „Max“, Christina Griebel (2001) mit „Und sie geigen Schostakowitsch“ – einer Geschichte, die in dem 2003 erschienenen Erzählband „Wenn es regnet, dann regnet es immer gleich auf den Kopf“ enthalten ist, Gernot Wolfram (2002) mit seiner Geschichte „Am Radio“ und Philip Meinhold (2003) mit der Erzählung „Schlaf, Vater, schlaf!“.
Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern: Claus-Ulrich Bielefeld und Salli Sallmann vom Kulturradio des RBB, Ernest Wichner und Lutz Dittrich vom Literaturhaus Berlin sowie der Schriftstellerin Katharina Hacker.
Der 1889 in Karlsbad geborene Schriftsteller Walter Serner galt als literarisches Enfant terrible und brillanter sozialer Beobachter. Der Jurist jüdischer Herkunft schrieb ab 1908 für die von seinem Vater herausgegebene „Karlsbader Zeitung“, schloss sich mit seinem Manifest „Letzte Lockerung“ der Dada-Bewegung an und zog rund ein Jahrzehnt schreibend durch Europa – wobei er sich vor allem durch seine Kriminalgrotesken einen Namen machte. Bis 1942 lebte er als Lehrer in Prag, von dort wurde er mit seiner Frau ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seit dem 20. August 1942 gilt Serner als verschollen.
Der Walter-Serner-Preis ist mit 2500 Euro dotiert und wird Ende November im Literaturhaus Berlin verliehen.
Die Kurzgeschichte bitte senden an: Rundfunk Berlin-Brandenburg, Kulturradio, Stichwort: Walter-Serner-Preis, Masurenallee 8-14, 14057 Berlin. Den Namen des Autors bitte nicht auf dem Manuskript, sondern auf einem beigefügten Blatt vermerken.
Den Walter-Serner-Preis für Kurzgeschichten gibt es seit Mitte der 70er Jahre. Zunächst wurde er allein vom Sender Freies Berlin (SFB) verliehen. 1996 und 1997 beteiligte sich die „Berliner Zeitung“; seit 1998 wird der Preis gemeinsam mit dem Literaturhaus Berlin ausgeschrieben.
Der Walter-Serner-Preis hat sich in den letzten Jahren als Forum für Debütanten etabliert. Preisträger waren unter anderem Ute Lubosch (1996), Edda Helmke (1997) mit einem Kapitel aus dem später im Malik Verlag erschienenen Roman „Pepsi im Waschsalon“, Raul Zelik (1998) mit seinem Text „Vorstadt Beats“, David Wagner (1999), dessen erster Roman „Meine nachtblaue Hose“ im Frühjahr 2000 veröffentlicht wurde, Daniel Klaus (2000) mit seiner Geschichte „Max“, Christina Griebel (2001) mit „Und sie geigen Schostakowitsch“ – einer Geschichte, die in dem 2003 erschienenen Erzählband „Wenn es regnet, dann regnet es immer gleich auf den Kopf“ enthalten ist, Gernot Wolfram (2002) mit seiner Geschichte „Am Radio“ und Philip Meinhold (2003) mit der Erzählung „Schlaf, Vater, schlaf!“.
Die Jury besteht aus fünf Mitgliedern: Claus-Ulrich Bielefeld und Salli Sallmann vom Kulturradio des RBB, Ernest Wichner und Lutz Dittrich vom Literaturhaus Berlin sowie der Schriftstellerin Katharina Hacker.
Der 1889 in Karlsbad geborene Schriftsteller Walter Serner galt als literarisches Enfant terrible und brillanter sozialer Beobachter. Der Jurist jüdischer Herkunft schrieb ab 1908 für die von seinem Vater herausgegebene „Karlsbader Zeitung“, schloss sich mit seinem Manifest „Letzte Lockerung“ der Dada-Bewegung an und zog rund ein Jahrzehnt schreibend durch Europa – wobei er sich vor allem durch seine Kriminalgrotesken einen Namen machte. Bis 1942 lebte er als Lehrer in Prag, von dort wurde er mit seiner Frau ins Konzentrationslager Theresienstadt deportiert. Seit dem 20. August 1942 gilt Serner als verschollen.