Presseinformation 022a/2006 vom 04.07.2006 - Abrechnung mit Stalin 1956 – Aufbruch im Osten Film von Daniel und Jürgen Ast


Moskau. 25. Februar 1956. Am Ende des XX. Parteitags der sowjetischen Kommunisten hält Kremlchef Nikita Chruschtschow eine fünfstündige „Geheimrede“ über seinen Vorgänger Josef Stalin. Er stellt den Gottgleichen an den Pranger und spricht das bis dahin Unaussprechliche aus: Stalin war ein Verbrecher, ein Wahnsinniger, ein Massenmörder. Die Zuhörer sind geschockt. In nur wenigen Stunden bricht eine Welt zusammen, stürzt Chruschtschow den Tyrann vom Sockel. Erdbebengleich.

Kurz darauf platzt die nächste Bombe. Die New York Times veröffentlicht die „Geheimrede“. Im Westen hofft man, damit den Ostblock zu destabilisieren. Inzwischen wird die Rede auch Millionen Parteimitgliedern in der Sowjetunion verlesen. Chruschtschow will mit der „Entstalinisierung“ beginnen, einen neuen Sozialismus aufzubauen. Doch das „Tauwetter“ verursacht gefährliches Hochwasser. In Moskaus Satellitenstaaten beginnt es zu brodeln …

Daniel und Jürgen Ast rekonstruieren in ihrer spannenden Dokumentation die dramatischen Ereignisse des Jahres 1956. Zeitzeugen aus aller Welt, darunter ehemalige Politiker, Geheimdienstler und GULAG-Häftlinge, erinnern sich an die historische Zäsur, die ihr Leben, das von Millionen anderen Menschen und das Jahrhundert selbst in ein „Davor“ und ein „Danach“ teilte. Im Mai 2006 wurde die ARTE/RBB-Produktion mit dem Bayerischen Fernsehpreis ausgezeichnet.


Honorarfreie Pressefotos stehen unter www.ard-foto.de
zur Verfügung, ausführliches Pressematerial unter
rbb-online.de/presse.
Gern vermitteln wir Interviews mit den Filmautoren.

Pressekontakt: RBB, Presse & Information,
Telefon (030) 97993-12102,
E-Mail: presse@rbb-online.de.