Presseinformation 081/2006 vom 19.05.2006 - Bayerischer Fernsehpreis 2006 für spannende ARTE/RBB-Dokumentation von Daniel und Jürgen Ast

Für ihre Dokumentation „Abrechnung mit Stalin“ werden die Berliner Autoren Daniel und Jürgen Ast heute in München mit dem Bayerischen Fernsehpreis 2006 ausgezeichnet. Die spannende ARTE/RBB-Produktion rekonstruiert dramatische Ereignisse vor 50 Jahren:
Am 25. Februar 1956, am Ende des XX. Parteitags der sowjetischen Kommunisten, hält der neue Kremlchef Nikita Chruschtschow eine fünfstündige „Geheimrede“. Er spricht über seinen Vorgänger Josef Stalin und stellt den Gottgleichen an den Pranger. Chruschtschow benennt das bis dahin Unaussprechliche: Stalin - ein Verbrecher, ein Wahnsinniger, ein Massenmörder. Damit demontiert er eine Ikone. Die Zuhörer sind geschockt. In nur wenigen Stunden bricht eine Welt zusammen. Erdbebengleich stürzt Chruschtschow den Tyrann vom Sockel.
Kurz darauf platzt die nächste Bombe. Die New York Times veröffentlicht die „Geheimrede“. Ein polnischer Journalist spielt das brisante Papier dem israelischen Geheimdienst zu, der leitet es weiter an die CIA. Durch die Veröffentlichung, so hofft man im Westen, wird der Ostblock in zehn Jahren zusammenbrechen…

Jürgen Ast realisierte die Dokumentation „Abrechnung mit Stalin“ gemeinsam mit seinem Sohn Daniel. Das Erste sendet den preisgekrönten Film am Mittwoch, 26.7. 2006 um 0.30 Uhr.

Jürgen Ast wurde 1954 in Niemegk (Brandenburg) geboren. Er studierte in Berlin Mathematik. Seit 1990 ist er als freier Regisseur und Produzent tätig und arbeitete u. a. in Deutschland, Frankreich, Belgien, England, Russland und in den USA. Er realisierte zahlreiche Filmprojekte, darunter die zweiteilige Dokumentation „Gekaufte Freiheit“ (RBB für ARD) und war beteiligt an den Serien „20 Tage im 20. Jahrhundert“ (ARD) sowie
„Goodbye DDR“ (ZDF).