
Presseinformation 033a/2006 vom 01.09.2006 - Blutdoping des spanischen Dopingnetzwerks vor der Tour de France nach Hamburg verlagert
Nach Informationen der ARD hat der mutmaßliche spanische Dopingdrahtzieher Eufemiano Fuentes nach seiner Enttarnung im Vorfeld der Tour de France Blutdoping-Praktiken nach Hamburg verlagert. Wie aus Kreisen spanischer Ermittler bestätigt wurde, sei Radprofis dafür im Zeitraum zwischen Ende Mai und Ende Juni in einem Hotel und einem Appartement in der Hansestadt Blut in größeren Mengen entnommen worden. Fuentes habe zu diesem Zwecke Radsportler zu zwei namentlich noch nicht bekannten Personen nach Hamburg geschickt. Dabei sei zunächst von „Terminen für Gespräche“ die Rede gewesen. Das bei diesen „Terminen“ entnommene Blut war dafür vorgesehen, vor oder während der Tour de France zum Zwecke der Leistungssteigerung in die Körper der Radprofis reinjiziert zu werden.
Der Verdacht, dass der spanische Dopingring im Ausland Dopingpraktiken durchführte oder durch Dritte vornehmen ließ, wird durch ein von den Ermittlern sichergestelltes Dokument in spanischer Sprache erhärtet. In einem handschriftlichen Text in offenbarem Zusammenhang mit dem Dopingring ist der Vermerk notiert: „Zimmer Deutschland und Frankreich“.
Die spanischen Ermittler gehen nach ARD-Informationen davon aus, dass die in Hamburg „behandelten“ Sportler zu den Topfahrern zählten und als Teilnehmer der Tour de France 2006 vorgesehen waren. Die Identität der Fahrer ist bisher ungeklärt. In einem sichergestellten Kalenderblatt des mutmaßlichen Dopingrings von Eufemiano Fuentes sind unter anderem für den 20. Juni hinter einer Nummer „1“ mit verschlüsselten Bezeichnungen Blutextraktionen und -infusionen eingetragen. Die spanischen Ermittler bestätigen, dass in den bei den Razzien sichergestellten Dokumenten mit der Nummer „1“ im Regelfall Jan Ullrich bezeichnet wurde.
Bei den zwei Personen, die die Blutextraktionen vorgenommen haben sollen, handelt es sich nach Informationen der ARD um einen Mann und eine Frau, bei denen laut Ermittlerangaben familiäre Wurzeln in Polen vermutet werden. Die spanische Polizei hält es nach ihren Recherchen für wahrscheinlich, dass die beiden Personen miteinander liiert sind.
Ob der Arzt Markus C. aus dem niedersächsischen Bad Sachsa mit den Blutdoping-Praktiken in Hamburg in Verbindung steht oder mit einer der beiden beteiligten Personen identisch ist, ist ungeklärt. Der gebürtige Pole steht im Verdacht, für den Spanier Eufemiano Fuentes in Deutschland Dopingmittel auf illegalen Wegen beschafft zu haben. Dazu führt die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Ermittlungsverfahren. In den Privaträumen von Markus C. in Bad Sachsa und an dessen Arbeitsstätte, einer Klinik im thüringischen Bleicherode, hatte es am 17. August Hausdurchsuchungen durch Mitarbeiter des Bundeskriminalamts gegeben.
Der Verdacht, dass der spanische Dopingring im Ausland Dopingpraktiken durchführte oder durch Dritte vornehmen ließ, wird durch ein von den Ermittlern sichergestelltes Dokument in spanischer Sprache erhärtet. In einem handschriftlichen Text in offenbarem Zusammenhang mit dem Dopingring ist der Vermerk notiert: „Zimmer Deutschland und Frankreich“.
Die spanischen Ermittler gehen nach ARD-Informationen davon aus, dass die in Hamburg „behandelten“ Sportler zu den Topfahrern zählten und als Teilnehmer der Tour de France 2006 vorgesehen waren. Die Identität der Fahrer ist bisher ungeklärt. In einem sichergestellten Kalenderblatt des mutmaßlichen Dopingrings von Eufemiano Fuentes sind unter anderem für den 20. Juni hinter einer Nummer „1“ mit verschlüsselten Bezeichnungen Blutextraktionen und -infusionen eingetragen. Die spanischen Ermittler bestätigen, dass in den bei den Razzien sichergestellten Dokumenten mit der Nummer „1“ im Regelfall Jan Ullrich bezeichnet wurde.
Bei den zwei Personen, die die Blutextraktionen vorgenommen haben sollen, handelt es sich nach Informationen der ARD um einen Mann und eine Frau, bei denen laut Ermittlerangaben familiäre Wurzeln in Polen vermutet werden. Die spanische Polizei hält es nach ihren Recherchen für wahrscheinlich, dass die beiden Personen miteinander liiert sind.
Ob der Arzt Markus C. aus dem niedersächsischen Bad Sachsa mit den Blutdoping-Praktiken in Hamburg in Verbindung steht oder mit einer der beiden beteiligten Personen identisch ist, ist ungeklärt. Der gebürtige Pole steht im Verdacht, für den Spanier Eufemiano Fuentes in Deutschland Dopingmittel auf illegalen Wegen beschafft zu haben. Dazu führt die Staatsanwaltschaft Göttingen ein Ermittlungsverfahren. In den Privaträumen von Markus C. in Bad Sachsa und an dessen Arbeitsstätte, einer Klinik im thüringischen Bleicherode, hatte es am 17. August Hausdurchsuchungen durch Mitarbeiter des Bundeskriminalamts gegeben.