
Presseinformation 079/2006 vom 12.05.2006 - Grundsteinlegung für Nachrichtenprogramm vom RBB Neuer Redaktions- und Sendekomplex für Inforadio
Inforadio in neuen Räumen: Heute Mittag wurde im Haus des Rundfunks (HdR) an der Masurenallee der Grundstein für den neuen Redaktions- und Sendekomplex des Nachrichtenprogramms vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) gelegt. RBB-Intendantin Dagmar Reim setzte im Beisein des Regierenden Bürgermeisters Klaus Wowereit sowie des stellvertretenden Vorsitzenden des RBB-Rundfunkrats Suat Bakir eine Kassette mit der Grundsteinurkunde, aktuellen Münzen sowie Tonmitschnitten von Inforadio in den Grundstein ein.
Am legendären Spielort deutscher Radiogeschichte wagt der RBB jetzt den Brückenschlag vom Denkmal zur Moderne: Inmitten des 75 Jahre alten Gebäudes entsteht ein Neubau aus Stahl und Glas, um zukünftig als Sende- und Redaktionszentrum von Inforadio zu dienen.
Der Ausbau ist der erste große Eingriff in das von Hans Poelzig geschaffene Funkhaus seit den 30er Jahren.
Symbiose von Alt und Neu
Einer von vier Innenhöfen wird mit einer über zwei Ebenen reichenden, geschwungenen Konstruktion teilweise überbaut, die angrenzende Geschossfläche des Altbaus zum Neubau hin geöffnet. Ein transparenter Großraum entsteht, in dem die verschiedenen Arbeitsbereiche der Redaktion im Halbkreis um die Sendestudios herum angeordnet sind.
Mit seinen geschwungenen Linien grenzt sich der neue Komplex bewusst von den streng gegliederten Hoffassaden des ursprünglichen Gebäudes ab. Schon Hans Poelzig hatte Sendesäle und Studios in das Innere des Funkhauses gelegt, akustisch geschützt vor dem Lärm der Masurenallee. Damit gibt sich der neue Komplex ganz traditionell – technisch ist er jedoch hoch modern.
Das erfolgreichste Nachrichtenradio Deutschlands
Bisher sendet Inforadio aus dem Pavillon am Theodor-Heuss-Platz in Berlin. Das Nachrichtenprogramm des RBB war beim Sendestart vor knapp elf Jahren das erste vollständig mit digitaler Technik arbeitende Hörfunkprogramm der ARD.
„Inzwischen ist es das reichweitenstärkste Inforadio Deutschlands. Der transparente Neubau wird modernere Arbeitsabläufe bei Inforadio ermöglichen und eine Stütze bei der weiteren Profilierung des Programms sein. Wenn Inforadio im Frühjahr 2008 aus den neuen Studios sendet, wird sich das Haus des Rundfunks erneut als visionärer Entwurf und innovativer Bau erweisen“, so RBB-Hörfunkdirektorin Hannelore Steer.
Mit der Grundsteinlegung entsteht nunmehr für Inforadio ein zeitgemäßer Produktionskomplex, der insgesamt 1500 m² umfasst und 90 Arbeitsplätze sowie vier Sendestudios unterbringt.
Hier spricht Berlin - 75 Jahre Haus des Rundfunks
Wie funktional und auf die Bedürfnisse des neuen Mediums zugeschnitten Hans Poelzig das Gebäude errichtete, beweist allein diese Tatsache: Hier wurde und wird Rundfunk gemacht – über Jahrzehnte hinweg. Heute entstehen im Gebäude an der Masurenallee vier der sieben Hörfunkprogramme des RBB: radioBerlin 88,8, Kulturradio, Radiomultikulti und Inforadio.
RBB-Intendantin Dagmar Reim: „Auf diese Weise bleibt das Haus des Rundfunks von Hans Poelzig, dessen 75-jähriges Bestehen wir im Januar gefeiert haben, auch in Zukunft Zentrum des Rundfunks. Ein lebendes Denkmal, das zu journalistischer Qualität und politischer Unabhängigkeit mahnt.“
Fotos von der Grundsteinlegung stehen Ihnen ab 15.00 Uhr unter www.ard-foto.de honorarfrei zur Verfügung. Bereits jetzt finden Sie dort Entwürfe und Ansichten des Neubaus.