
Presseinformation 097/2006 vom 12.06.2006 - Kulturradio-Moderatorin Gesine Strempel erhält Hedwig-Dohm-Medaille
„Unangepasst und furchtlos“: Gesine Strempel vom Kulturradio des Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) hat für ihre Arbeit die Hedwig-Dohm-Medaille 2006 erhalten. Der Journalistinnenbund ehrte sie damit auf seiner Jahrestagung am Sonnabend, 10. Juni in Bonn. Strempel moderiert beim Kulturradio vom RBB die frauenpolitische Sendung „Zeitpunkte“. Daneben wirkt sie als Übersetzerin unter anderem für die englischsprachigen Autorinnen Marylin French und Margaret Atwood.
Mit der Auszeichnung würdigt der Journalistinnenbund laut Jury-Begründung eine „engagierte Journalistin, Autorin und Übersetzerin“, der es „immer wieder gelingt, Frauen und Männer zu emanzipatorischem Handeln zu ermutigen. Mit einer klaren Haltung, mit Witz, Lust und Weitblick behandelt sie die Themen unserer Zeit – ohne sich dem Zeitgeist zu beugen“, heißt es in der Begründung der Jury. Sie streite „unangepasst und furchtlos für Themen wie die Aufarbeitung der NS-Vergangenheit. In ihrer Streitbarkeit ist sie Jüngeren Vorbild“.
Kulturradio-Wortchefin Dr. Claudia Ingenhoven über die Preisträgerin: „Gesine Strempel hat mir wie vielen anderen nachfolgenden Journalistinnen gezeigt, wie provokant und anmutig zugleich Feminismus sein kann“. Benannt ist die Urkunde des Journalistinnenbundes nach der 1831 in Berlin geborenen Hedwig Dohm, die als Vorreiterin der Frauenbewegung gilt.