Presseinformation 221/2006 vom 27.10.2006 - Neue RBB-Produktionen erleben beim Internationalen Dokumentarfilmfestival in Leipzig ihre Premiere


Am Montag beginnt das 49. Internationale Dokumentarfilmfestival in Leipzig (30. Oktober bis 5. November 2006), das der Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) als Medienpartner unterstützt. Im Rahmen des renommierten Filmfestes werden auch zwei neue RBB-Produktionen uraufgeführt: „Meines Vaters Land“ (2006) von Gabriele Conrad und Gabriele Denecke basiert auf dem gleichnamigen Bestseller von Wibke Bruhns und stützt sich auf Filmmaterial, Tagebücher und Briefe aus eineinhalb Jahrhunderten. Mit dokumentarischen Mitteln rekonstruiert der Film eine deutsche Familiengeschichte: Hans Georg Klamroth wurde 1944 in Plötzensee hingerichtet. Er war Mitwisser, nicht Mittäter, wurde aber zusammen mit den Männern angeklagt, die das Attentat auf Hitler verübten. Klamroths Tochter Wibke Bruhns recherchierte die Hintergründe und suchte nach dem unbekannten Vater und seinem für sie fremden Land. Wiebke Bruhns und die Regisseurinnen der RBB-Produktion sind bei der Filmpremiere am 31. Oktober um 18.30 Uhr (Kino CineStar 5) dabei.

Im deutschen Wettbewerb des Leipziger Festivals läuft „Too much future – In Grenzen frei“ (2006). Regisseur Carsten Fiebeler berichtet über Menschen, die in der DDR einen extremen Lebensweg eingeschlagen haben – denn Punk in der DDR war eine der wildesten, freiesten und lustvollsten Jugendbewegungen. Und keine wurde härter bestraft. Fiebeler, der selbst der Punk-Bewegung in der DDR nahe stand, begegnet ehemaligen „Ostpunks“ heute: Was ist aus den Anti-Alles-Bürgern von damals geworden? Sind sie im wiedervereinten Deutschland angekommen?
Für seinen Dokumentarfilm wurde Carsten Fiebeler für den Förderpreis der DEFA-Stiftung nominiert, der auch im Rahmen des Festivals vergeben wird. Die Gemeinschaftsproduktion von Egoli Tossell Film GmbH, Kopp Media und RBB wird am 2. November um 22.30 (Kino CineStar 5) in Anwesenheit des Regisseurs uraufgeführt. Weitere Termine: 3. November, 14 Uhr (Kino Wintergarten), und 5. November, 20 Uhr (Kino naTo).