Presseinformation 233/2006 vom 13.11.2006 - rbb Fernsehen präsentiert ab 19. November „Meisterstücke - Kunstwerke in Berlin und Brandenburg“


Wie ist das Reiterstandbild des Großen Kurfürsten auf den Grund des Tegeler Sees geraten? Warum war Friedrich der Große so vernarrt in Bilder von Antoine Watteau? Auf welchem Dach stand wohl der in Flecken Zechlin geborene Eduard Gaertner, als er sein Berlin-Panorama malte?

Auf diese und viele andere Fragen gibt die neue Reihe „Meisterstücke“ des rbb Fernsehens Antwort: Dreißig Folgen präsentieren ab 19. November jeweils am Sonntagnachmittag Kunstwerke in Berlin und Brandenburg: bedeutende Gemälde, Skulpturen und kirchliche Kunstschätze, die durch ihr Thema, ihre Geschichte oder den Ort ihrer Aufbewahrung eng mit der Region Berlin-Brandenburg verbunden sind.

Die Reihe (Redaktion: Dorothea Diekmann) stellt Kunstwerke aus der Antike bis in die Gegenwart vor - vom Pergamon-Altar und der Skulptur von Eduardo Chillida vor dem Bundeskanzleramt in Berlin bis zum Christusfenster der Kirche St. Marien in Frankfurt (Oder).

Jeweils fünf Minuten konzentrierte Aufmerksamkeit für die Schönheit eines „Meisterstücks“ und seine Entstehungsgeschichte – die Reihe garantiert ein Sehvergnügen für Kunstkenner ebenso wie für alle, die nicht so häufig Museen besuchen und die Kunst im öffentlichen Raum bisher nur oberflächlich betrachtet haben. Vor allem wollen die Filme neugierig machen auf die Originale und auf eigene Entdeckungen in der reichen Kunstlandschaft der Region.

Die erste Staffel von „Meisterstücken“ beginnt mit Ernst Ludwig Kirchners 1914 geschaffenem Gemälde „Potsdamer Platz“ (Sendetermin: Sonntag, 19. November 2006, 16.20 Uhr). Fachkundig hat die Berliner Kunsthistorikerin Babette Krimmel, die Autorin der Reihe, interessante Fakten über die „Meisterstücke“ zusammengetragen. Mit der unverwechselbaren Stimme der Schauspielerin Katharina Thalbach informieren die Filme über die Künstler, die die „Meisterstücke“ geschaffen haben und über den historischen Kontext der Werke.


Die erste Staffel „Meisterstücke“ im rbb Fernsehen

• Ernst Ludwig Kirchner „Potsdamer Platz“
Neue Nationalgalerie, Berlin
So, 19.11.2006, 16.20 und 23.30

• Eduard Gaertner „Panorama von Berlin“
Neuer Pavillon, Schloss Charlottenburg
So, 26.11.2006, 23.30 Uhr

• Eduardo Chillida „Berlin“
Ehrenhof Bundeskanzleramt
So, 03.12.2006, 16.30 und 00.15 Uhr

• Rembrandt van Rijn „Susanna und die beiden Alten“
Gemäldegalerie am Kulturforum
So, 10.12.2006, 16.30 und 00.15 Uhr

• Christusfenster der Kirche St. Marien
Frankfurt (Oder)
So, 17.12.2006, 16.30 und 00.00 Uhr


Ab Januar 2007 präsentiert das rbb Fernsehen eine Fülle weiterer „Meisterstücke“. Geplant sind Filme über Kunstschätze wie Andreas Schlüters „Reiterdenkmal des Großen Kurfürsten“ in Berlin-Charlottenburg, Adolph Menzels „Eisenwalzwerk“ in der Alten Nationalgalerie Berlin, Antoine Pesnes Deckengemälde im Schloss Rheinsberg, den Altar in der Dorfkirche Schorbus, Johann Gottfried Schadows „Prinzessinnengruppe“ in der Alten Nationalgalerie Berlin, den Böhmischen Altar aus dem Dom in Brandenburg/Havel, Bernhard Heisigs Bild „Der Zauberlehrling I“ aus dem Museum Junge Kunst in Frankfurt (Oder), Edvard Munchs „Reinhardt-Fries“ in der Neuen Nationalgalerie Berlin, Karl Friedrich Schinkels „Mittelalterliche Stadt“ in der Alten Nationalgalerie Berlin und viele mehr.

Die Kunsthistorikerin Babette Krimmel lebt und arbeitet in Berlin. Sie hat bei der Konzeption verschiedener Ausstellungen mitgewirkt (u. a. „La Mano“, Staatliche Museen Heilbronn 1999). Ein Schwerpunkt ihrer Arbeit liegt in der Vermittlung von Kunst: Babette Krimmel konzipiert und realisiert in unterschiedlichen Berliner Museen Führungen für Erwachsene, für Vorschulkinder und Grundschulklassen.

Interview mit der Schauspielerin Katharina Thalbach zu den „Meisterstücken“

Haben Sie einen Lieblingskünstler oder ein Lieblingsbild oder beides?

Ich bin eine große Liebhaberin von Caspar David Friedrich. Wenn ich es mir leisten könnte und wenn es nicht gemein wäre anderen Leuten gegenüber, dann hätte ich gern die „Abtei im Eichwald“ ― ich liebe dieses Bild. Vielleicht entspricht es meiner Seelentemperatur.

Sammeln Sie selbst Kunst?

Ich sammle nicht, aber ich bin gern von Kunst umgeben, und im Laufe der Jahre ist einiges zusammengekommen. Ich sehe Bilder auf Flohmärkten und in Antiquitätenläden, und wenn ich mehr als zwei Wochen daran vorbeigehe und mir wünsche, das zu haben, dann ist das ein Zeichen dafür, dass ich damit leben könnte. Ich bin sehr stolz, ich habe einen ganz kleinen Zille, der hat den schönen Titel „So’n Sauwetter“, den liebe ich sehr.

Welches der bisher produzierten „Meisterstücke“ hat Sie besonders beeindruckt?

Bis auf zwei ― ich sage nicht, welche ― liebe ich alle. Ganz frisch ist mir der Watteau in Erinnerung, den finde ich großartig.

Was hat Sie daran gereizt, die „Meisterstücke“ zu sprechen?

Es gibt ja einen Vorläufer, der hieß „100 Meisterwerke“, das war eine meiner Lieblingssendungen. Ich habe es gern gehabt, wenn mir jemand so präzise Kunstwerke erklärt hat. Und als ich dann vom RBB gefragt wurde, ob ich Lust hätte, das zu machen, habe ich natürlich sofort „Ja“ geschrien. Es ist schön, nochmal genauer in die Bilder einzutauchen.

Die Internetseite www.rbb-online.de/meisterstuecke ergänzt die Reihe.

Honorarfreie Pressefotos stehen unter www.ard-foto.de zur Verfügung.
Pressekontakt: Claudia Korte-Hempel, Tel. (030) 97993-12106.