
Presseinformation 108/2006 vom 21.06.2006 - Vom 22. bis 29. Juli 2006: Die Schumann-Woche im Kulturradio
Das Kulturradio vom Rundfunk Berlin-Brandenburg (RBB) ehrt den Komponisten Robert Schumann: Anlässlich seines
150. Todestages widmet das Kulturprogramm des RBB dem Romantiker von Sonnabend, 22. Juli, bis Sonnabend, 29. Juli, täglich zwischen 18.05 und 19.00 Uhr eine Sendung. Dort stellt Kulturradio-Moderator Clemens Goldberg unterschiedliche Aspekte von Schumanns Schaffen vor, beispielsweise sein dichterisches Schaffen (Montag, 24. Juli) und seine unbekannten Seiten (Freitag, 28. Juli).
Die Themen im Einzelnen:
Sonnabend, 22. Juli: Sehnsucht nach ewiger Kindheit
Der Romantiker strebt nach dem Kindlichen, Unschuldigen, Unberührten. Schumanns „Kinderszenen“ und das „Album für die Jugend“ sind keine Musik für Kinder, sondern romantische Visionen.
Sonntag, 23. Juli: Schläft ein Lied in allen Dingen
Man kommt Schumann in seinen Liedern vielleicht am nächsten. Diese handeln vom Dasein des romantischen Dichter-Musikers, von Sehnsucht und Liebe in allen Variationen. Besonders bewegend die „Myrten“, der Rätsel-Zyklus um die Liebe zu Klara.
Montag, 24. Juli: Der Komponist als Dichter
Schumann wollte anfänglich Dichter werden. Seine „Kreisleriana“ reagieren auf E.T.A. Hoffmann und dessen „Kater Murr“. Sie verwandeln Literatur in Musik. Diese Musik will weit über die Literatur hinaus.
Dienstag, 25. Juli: keine Sendung wegen der Eröffnung der Bayreuther Festspiele
Mittwoch, 26. Juli: Kammermusikalischer Kosmos
In seinem Klavierquintett verbindet Schumann das Streichquartett, die klassischste aller Gattung, mit dem Klavier, das ihm als Inbegriff des romantischen Instrumentes galt.
Donnerstag, 27. Juli: Konnte Schumann für Orchester schreiben?
Das Vorurteil vom dilettantischen Orchestrierer Schumann hält sich zäh. Erst durch die Aufführungen mit originalen Instrumenten wurde deutlich, dass Schumann durchaus wusste, was er tat.
Freitag, 28. Juli: Schumanns unbekannte Seiten: Chormusik
„Zur Ausbildung eigenen melodischen Sinnes bleibt immer das Beste, viel für Gesang, für selbstständigen Chor zu schreiben …“ (Schumann am 22. Januar 1846). So viel ist zu entdecken, der politische Schumann in den Chören aus dem Revolutionsjahr 1848 oder „Der Rose Pilgerfahrt“ …
Sonnabend, 29. Juli: Schumanns faustisches Scheitern
Schumanns Versuche für die Bühne gelten als gescheitert. „Genoveva“ ist hier nur ein Beispiel. Sein faszinierendes Experiment der Szenen aus dem „Faust“ als symphonische Kantate zeigt wie kein anderes Werk alle Facetten des Komponisten. Sublime Visionen neben Zerrüttung und Überspanntheit. Am Ende aber bleibt Unbehagen.