Presseinformation 006/2006 vom 20.04.2006 - Vor der WM: DNA-Tests für Hooligans. Druck auf die Szene wächst.

In Berlin wird vorbestraften Hooligans erstmals in größerem Umfang auch der genetische Fingerabdruck abverlangt. Dies bestätigten Ermittler des Berliner Landeskriminalamts gegenüber dem RBB. Damit nutzen die Ermittlungsbehörden neue rechtliche Möglichkeiten.

Erst zum November 2005 hatte der Bundestag die gesetzlichen Hürden für den genetischen Fingerabdruck deutlich gesenkt – trotz Bedenken von Datenschützern. Nicht mehr nur Schwerverbrecher oder Sexualstraftäter dürfen nun vorsorglich zum genetischen Fingerabdruck gezwungen werden. Bei Mehrfachtätern reichen unter Umständen einfache Taten, wie Körperverletzungen, wenn ein Richter Wiederholungsgefahr bejaht. Die Chancen, nach einer Fußball-Randale unerkannt entkommen zu können, werden sinken, so ein Ermittler.

Mehr zum Thema in der ARD-Reportage „Weltmeisterschaft der Sicherheit“ um 23.30 im Ersten (Autoren: Jo Goll und Norbert Siegmund).