
Presseinformation 171/2007 vom 22.08.2007 - „Gerdas Schweigen“ wird verfilmt: Erste Klappe fiel am 21. August in Berlin
In Berlin laufen derzeit die Dreharbeiten für den neuen Kinodokumentarfilm „Gerdas Schweigen“. Die Koproduktion mit dem Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) basiert auf dem gleichnamigen Buch von Knut Elstermann. Regie führt Britta Wauer, die u. a. für ihre Dokumentation „Heldentod – Der Tunnel und die Lüge“ mit dem Deutschen Fernsehpreis und für „Die Rapoports“ mit dem Adolf-Grimme-Preis ausgezeichnet wurde. Die erste Klappe fiel am 21. August, gedreht wird bis Oktober 2007 auch in Auschwitz, Konstanz und New York.
Das Buch des Berliner Autors, Filmjournalisten und Radioeins-Moderators Knut Elstermann schildert eine außergewöhnliche Geschichte: Als Kind fragt er seine Nenn-Tante Gerda aus Amerika, die zu Besuch in der DDR war, wie sie ihr Kind im KZ verloren habe. Die Kaffeegäste schweigen entsetzt. 30 Jahre später besucht Elstermann Gerda in New York und stellt ihr erneut die Frage. Und sie erzählt ihm die ganze Geschichte. Eine Geschichte von engen Familienbanden der Vorkriegszeit, vom Überleben jüdischer Freunde und Bekannte, aber auch von Deportation und Tod. In Auschwitz musste Gerda dem Sterben ihres neugeborenen Kindes tatenlos zusehen. Später entkam sie dem Todesmarsch – ein Wehrmachtssoldat beschützte sie. Gerda hat nach dem Krieg ein neues Leben in Amerika angefangen, sie hat geheiratet, ihren Sohn Steven geboren – und geschwiegen.
Für Regisseurin Britta Wauer ist „Gerdas Schweigen“ die Geschichte einer Suche - nach Wahrheit in Akten und Zeitzeugenberichten und nach Puzzeln eines Geheimnisses, das verschüttet war und nie erzählt werden sollte. „Wir wollen nicht nur über das Leben von Gerda berichten, sondern auch über ihre Art der Verarbeitung reflektieren. Die Erlebnisse und Gefühle, die Knut, Gerda und ihr Sohn Steven durchlebt haben, seit Gerda ihr Schweigen gebrochen hat, sind für den Film entscheidend. Denn sie zeigen, dass die Erinnerungen von Gerda nicht nur ein trauriges Kapitel aus der Vergangenheit sind, sondern noch immer wirken - und zwingen, sich mit ihnen auseinanderzusetzen“.
„Gerdas Schweigen“ realisiert die Zeitsprung Entertainment GmbH („Das Wunder von Lengede“, „Contergan - Eine einzige Tablette“) in Koproduktion mit dem rbb. Produzent ist Volker Hahn. Gefördert wird der Film vom Medienboard Berlin-Brandenburg, der Filmförderungsanstalt (FFA) und dem Deutschen Filmförderfonds (DFFF). Der Kinodokumentarfilm soll 2008 im Verleih Piffl Medien starten. Das Buch „Gerdas Schweigen“ erschien im be.bra verlag.
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