Presseinformation 139/2007 vom 27.06.2007 - Medienboard und rbb fördern spannende Filmprojekte - darunter Andreas Dresens neuer Film „Wolke Neun“, „Wüstenblume“ nach dem Roman von Waris Dirie und eine Dokumentation über die Berliner Philharmoniker
Berlin/Potsdam – Die Zusammenarbeit von Medienboard und Rundfunk Berlin-Brandenburg (rbb) wurde am Wochenende von einem schönen Erfolg gekrönt: Das gemeinsam geförderte Projekt „Frei nach Plan“ von Franziska Meletzky gewann beim Shanghai International Film Festival die Auszeichnung als „Bester Film“, alle vier Hauptdarstellerinnen wurden als „Beste Schauspielerin“ geehrt.
In der aktuellen gemeinsamen Sitzung des Medienboards Berlin-Brandenburg und des rbb erhielten sechs viel versprechende neue Filmprojekte insgesamt 1,21 Mio. Euro Produktionsförderung.
Das somalische Model Waris Dirie schildert in dem Bestseller „Wüstenblume“ ihre Lebensgeschichte vom Nomadenmädchen zum Top-Model und thematisiert erstmals die Praktiken der weiblichen Genitalverstümmelung. Ihre dramatische Geschichte, die weltweit über 11 Millionen Mal verkauft wurde, wird nun verfilmt. Sherry Hormann („Helen, Fred und Ted“) führt Regie in der deutsch-englisch-österreichischen Koproduktion, die zu Teilen auch in Berlin und Brandenburg gedreht wird (450.000 Euro für Desert Flower Filmproductions GmbH & Majestic Filmproduktions GmbH).
Andreas Dresens neuester Film „Wolke Neun“ erzählt von Liebe und Sexualität im Alter: Nach über 30 Jahren Ehe verliebt sich die Rentnerin Inge in den 75-jährigen Witwer Hans. Hin- und hergerissen zwischen ihrem alten Leben und den neuen stürmischen Gefühlen, muss sie sich entscheiden (250.000 Euro für Peter Rommel Film).
Die 21-jährige Berliner Deutsch-Türkin Umay trotzt den traditionellen Verhaltensnormen ihrer Familie und kämpft für ein selbstbestimmtes Leben für ihr Kind, für ihre Zukunft und für ihre Freiheit. Das Drama „Die Fremde“ von Regisseurin Feo Aladag erzählt ihren tragischen Kampf um Liebe und Anerkennung durch ihre Familie (200.000 Euro für Independent Artists Filmproduktion).
Anlässlich des 125-jährigen Jubiläums der Berliner Philharmoniker betrachtet die Dokumentation „Unter der Glasglocke“ die Verstrickung des Orchesters in den Nationalsozialismus. Regisseur Enrique Sanchez Lansch („Rhythm is it!“) zeichnet ein Bild vom Leben innerhalb eines Ensembles, das zum musikalischen Aushängeschild des Regimes wurde und erzählt von jüdischen und halb-jüdischen Musikern, von Privilegien, Reisen, Befreiung vom Wehrdienst und vom Wiederaufbau nach Kriegsende (90.000 Euro für Eikon Media GmbH).
In „Gerdas Schweigen“ recherchiert der aus Ost-Berlin stammende Journalist Knut Elstermann ein Tabuthema seiner Familie in der Nazizeit und trifft nach der Wende erstmals seine heute in New York lebende Tante Gerda. Sie spricht mit ihm über ihr Schicksal, über ihre Schwangerschaft unter den Augen des KZ-Arztes Mengele, wie sie ihr Baby verliert und über ihre Rettung (120.000 Euro für Zeitsprung Entertainment GmbH).
„Die Tage sind endlich“ von Bernd Böhlich ist die Geschichte von Hanna (Katharina Thalbach), die in der Mitte ihres Lebens steht und trotz aller Schicksalsschläge ihre Individualität und ihren Optimismus nicht verliert (100.000 Euro für Mafilm Martens Film- und Fernsehproduktion).
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