
Presseinformation 142/2008 vom 24.11.2008 - Der rbb trauert um Erich Nieswandt
Der Radioreporter, Moderator und Pressesprecher des SFB
Erich Nieswandt ist tot. Er starb am 18. November 2008 im Alter von 77 Jahren nach schwerer Krankheit in Berlin.
rbb-Intendantin Dagmar Reim: „Erich Nieswandt war ein engagierter Radio- und Fernsehmacher. Mit seiner Reportage vom Mauerbau 1961 in Berlin hat er Rundfunkgeschichte geschrieben. Als Pressechef des SFB war er für Journalisten in Ost und West ein kompetenter Ansprechpartner. Er bleibt als geachteter und geschätzter Kollege in Erinnerung - im Sender und darüber hinaus.“
Nieswandt wurde am 30. Dezember 1930 in Berlin-Neukölln geboren. 1961 berichtete der damalige RIAS-Reporter als Erster vom Bau der Mauer. Legendär ist, wie er am 13. August nachts von einem Nachrichtenredakteur mit den Worten „An der Grenze ist was los“ geweckt wurde. Mit seinem Aufnahmegerät eilte er ans Brandenburger Tor, um dort das Geschehen einzufangen.
Seit 1967 war er im SFB als Reporter, Moderator und Redakteur für Hörfunk und Fernsehen tätig. Viele Hörer erreichte er mit den Radio-Sendungen „Echo am Morgen“ und „Rund um die Berolina“ in SFB 2.
Später war er Abteilungsleiter des ARD/ZDF-Vormittagsprogramms und SFB-Redakteur für die „Tagesthemen“.
1989 wurde Nieswandt Pressesprecher des Sender Freies Berlin (SFB) und bekleidete diese Funktion bis zu seiner Pensionierung 1994.
Die Trauerfeier findet am Donnerstag, 27. November 2008,
um 11.00 Uhr auf dem Friedhof Heerstraße, Trakehner Allee 1,
14053 Berlin, statt.
Kontakt: rbb-Presseteam, Tel: (030) 97 99 3-12 101 bis -102.