Presseinformation 114/2008 vom 11.09.2008 - Konsequenter Sparkurs führte zu positivem Jahresabschluss 2007
Der Rundfunkrat des rbb hat in seiner Sitzung am 11. September 2008 den Jahresabschluss 2007
des rbb festgestellt, den Geschäftsbericht genehmigt und Intendantin Dagmar Reim entlastet. Der Rundfunkrat folgte damit den Empfehlungen des Verwaltungsrates sowie des Haushalts- und Finanzausschusses.
Im fünften Jahr seines Bestehens konnte der rbb bei Gesamterträgen von 408,8 Mio. € und Gesamtaufwendungen
von 399,9 Mio. € einen Jahresüberschuss von 8,9 Mio. € erwirtschaften. Der Überschuss liegt um 1,5 Mio. € unter dem Ergebnis von 2006. Das Eigenkapital des rbb erhöhte sich auf
115 Mio. €.
Vor allem die hohe Ausgabendisziplin und der strikte wirtschaftliche Umgang mit den Finanzmitteln führten zu diesem positiven Ergebnis. Alle Direktionsbereiche des rbb haben ihre Sachetats unterschritten. Auch einmalige und periodenfremde Erträge haben sich positiv auf das Jahresergebnis ausgewirkt.
Zur Gebührensituation
Der Überschuss führt jedoch nicht zu einer nachhaltigen Verbesserung der Ertragssituation des Senders. Die wesentliche Finanzierungsquelle des rbb sind unverändert die Erträge aus Rundfunkgebühren. Er erhielt 2007 rd. 342,2 Mio. € Gebührenerträge. Gegenüber dem Vorjahr ist ein Rückgang um 2,1 Mio. € zu verzeichnen. Auch das geplante Ergebnis ist um
0,4 Mio. € unterschritten. Seit der am 1. April 2005 in Kraft getretenen Änderung bei den Gebührenbefreiungen haben sich die Befreiungsquoten für Berlin und Brandenburg stetig erhöht.
Auch die Haushaltsdichte liegt in Berlin im Vergleich zu anderen Großstädten Deutschlands durchweg um einige Prozentpunkte
niedriger. Vor diesem Hintergrund kann der rbb auch künftig keine signifikant steigenden Gebühreneinnahmen erwarten.
Ausblick
Der rbb wird auch in Zukunft an seinem Sparkurs festhalten müssen. Die im Rahmen des Projekts rbb2009 eingeleiteten Maßnahmen werden auch im kommenden Jahr weiter fortgesetzt. Erstmalig musste der rbb auch bei seinen Programmleistungen schmerzliche Einschnitte vornehmen, um den Fehlbetrag von
54 Mio. Euro in der Gebührenperiode 2009 - 2012 zu verringern. Die Hörfunkwelle Radiomultikulti und die Fernsehsendung „Polylux“ werden zum Jahresende 2008 eingestellt. Dennoch zeichnet sich ab, dass der rbb seine wirtschaftlichen und strukturellen Schwierigkeiten nicht ohne die Hilfe der wirtschaftlich stärkeren ARD–Häuser überwinden kann.
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Ralph Kotsch, Telefon: (030) 97993-12100