
Presseinformation 066/2009 vom 13.07.2009 - ARD Radiofestival 2009 startet am 12. Juli
Zum Auftakt ist das ARD Radiofestival 2009 beim Schleswig Holstein Musikfestival zu Gast. Das diesjährige Eröffnungskonzert wird am 12. Juli ab 20.05 Uhr live aus der Musik- und Kongresshalle Lübeck übertragen. Die Klänge aus Beethovens
9. Sinfonie, dargeboten vom NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Christoph von Dohnányi, stimmen die Radiohörer auf neun Wochen Kultursommer im Radio ein. Weiterer musikalischer Höhepunkt der Live-Übertragung aus Lübeck sind Richard Wagners „Fünf Gedichte für eine Frauenstimme und Klavier“ nach Texten von Mathilde Wesendonck. Der Liederzyklus wird interpretiert von hochkarätigen Solisten wie der Hamburger Sopranistin Michaela Kaune, dem Niederländer Kor-Jan Dusseljee, Tenor, und dem Dresdner Bass René Pape.
Konzert-Erlebnisse in der ersten Festivalwoche sind auch Haydns Sinfonien „Le Matin“ D-Dur und „Le Midi“ C-Dur – aufgezeichnet bei den Musikfestspiele Potsdam Sanssouci in der Potsdamer Friedenskirche (am 13. Juli ab 20.05 Uhr).
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen haben in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Inszenierung der Händel-Oper „Admeto“ international auf sich aufmerksam gemacht. Die Hörer des ARD Radiofestivals haben am Samstag, 18. Juli, ab 18.30 Uhr Gelegenheit, die Besonderheit des Göttinger „Admeto“ nachzuerleben.
Große Stimmen, starke Frauen, emotionale Momente
Mit einem Klassiker startet am 12. Juli ab 22.30 Uhr das umfangreiche Wortprogramm des ARD Radiofestivals:
Gert Westphal liest an insgesamt 61 Abenden den Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ – eine Produktion des NDR aus dem Jahr 1980.
„Der Text wird, wenn ich ihn lese, zu einer Partitur. Die Figuren laufen dann vor meinem inneren Auge auf und ab. Dann muss ich ihnen einfach eine Stimme geben, ich kann gar nicht anders lesen“, sagte der als „König der Vorleser“ bezeichnete Westphal einmal über sich selbst.
Ein „Leben in Moll“ führte die Jazz- und Chansonsängerin
Inge Brandenburg. In Leipzig geboren, später in Heimen aufgewachsen, wurde sie zu einer der deutschen Jazzinterpretinnen und 1960 sogar zur besten Jazzsängerin Europas gekürt. Doch knapp 40 Jahre später starb sie fast völlig vergessen und verarmt in München. Am Montag, dem 13. Juli, steht Inge Brandenburg ab 23 Uhr im Mittelpunkt der Programmstrecke „Jazz“. Mit Billie Holliday ist am Freitag,
17. Juli, eine weitere starke Frau im ARD Radiofestival zu hören.
Zum 50. Todestag der Sängerin heißt es „Lady Sings The Blues“. Gleich drei Frauen bestimmen den „Jazz“ am Samstag, 18. Juli: Dann lernen die Festival-Hörer die Musik von Esperanza Spalding, Joelle Léandre und Eva Kruse kennen – drei erfolgreiche Kontrabassistinnen der Gegenwart.
Die Rubrik „Echtzeit – Radiodokumente aus 60 deutschen Jahren“ startet mit historischen O-Ton-Aufnahmen aus dem Jahr 1949. Zitate und Aussagen von Konrad Adenauer, Otto Grotewohl und Thomas Mann lassen am 12. und 13. Juli, jeweils
ab 23.30 Uhr, die Gründung der BRD und der DDR im Jahr 1949 Revue passieren. Mit dem Arbeiteraufstand in der DDR 1953
(17. Juli) und dem legendären Kommentar von Sportreporter Herbert Zimmermann beim Fußball-WM-Finale 1954 Deutschland gegen Ungarn aus dem Jahr 1954 (18. Juli) werden Weitere zeitgeschichtliche Höhepunkte besprochen.
Auch die tägliche Radiofestival-Rubrik „Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady“ nimmt Bezug auf 60 deutsche Jahre. Hervorragende Stimmen tragen ausgewählte Werke ost- und westdeutscher Autoren unterschiedlicher Generationen vor. Zum Auftakt
(12. Juli) rezitiert Film- und Theaterschauspielerin Sandra Hüller
(u. a. Deutscher Filmpreis 2006 für Hauptrolle in „Requiem“) das Gedicht „Sonntag“ der Hamburger Schriftstellerin Karen Duve.
„Gedichte schrieb ich seit eh und je. Ich schrieb und verwarf sie. Nie hätte ich auf die Veröffentlichung all dessen gedrängt, was mir aus bloßem Schreibzwang unterlaufen war“, schrieb Günther Grass am Ende seiner Autobiographie. „Die Vorzüge der Windhühner“ sind in seinem ersten Lyrikband, veröffentlicht 1956, erschienen. Am Mittwoch, 15. Juli, rezitiert der Schauspieler Alexander Khuon (Deutsches Theater Berlin) das Grass´sche Gedicht.
Weitere Informationen: www.ard-radiofestival.de.
Honorarfreies Bildmaterial zum ARD Radiofestival 2009 finden Sie unter www.ard-foto.de.
Kontakt:
rbb-Presseteam, Tel. (030) 97993-12 101 und -12 102
9. Sinfonie, dargeboten vom NDR Sinfonieorchester unter Leitung von Christoph von Dohnányi, stimmen die Radiohörer auf neun Wochen Kultursommer im Radio ein. Weiterer musikalischer Höhepunkt der Live-Übertragung aus Lübeck sind Richard Wagners „Fünf Gedichte für eine Frauenstimme und Klavier“ nach Texten von Mathilde Wesendonck. Der Liederzyklus wird interpretiert von hochkarätigen Solisten wie der Hamburger Sopranistin Michaela Kaune, dem Niederländer Kor-Jan Dusseljee, Tenor, und dem Dresdner Bass René Pape.
Konzert-Erlebnisse in der ersten Festivalwoche sind auch Haydns Sinfonien „Le Matin“ D-Dur und „Le Midi“ C-Dur – aufgezeichnet bei den Musikfestspiele Potsdam Sanssouci in der Potsdamer Friedenskirche (am 13. Juli ab 20.05 Uhr).
Die Internationalen Händel-Festspiele Göttingen haben in diesem Jahr mit einer ungewöhnlichen Inszenierung der Händel-Oper „Admeto“ international auf sich aufmerksam gemacht. Die Hörer des ARD Radiofestivals haben am Samstag, 18. Juli, ab 18.30 Uhr Gelegenheit, die Besonderheit des Göttinger „Admeto“ nachzuerleben.
Große Stimmen, starke Frauen, emotionale Momente
Mit einem Klassiker startet am 12. Juli ab 22.30 Uhr das umfangreiche Wortprogramm des ARD Radiofestivals:
Gert Westphal liest an insgesamt 61 Abenden den Roman „Buddenbrooks. Verfall einer Familie“ – eine Produktion des NDR aus dem Jahr 1980.
„Der Text wird, wenn ich ihn lese, zu einer Partitur. Die Figuren laufen dann vor meinem inneren Auge auf und ab. Dann muss ich ihnen einfach eine Stimme geben, ich kann gar nicht anders lesen“, sagte der als „König der Vorleser“ bezeichnete Westphal einmal über sich selbst.
Ein „Leben in Moll“ führte die Jazz- und Chansonsängerin
Inge Brandenburg. In Leipzig geboren, später in Heimen aufgewachsen, wurde sie zu einer der deutschen Jazzinterpretinnen und 1960 sogar zur besten Jazzsängerin Europas gekürt. Doch knapp 40 Jahre später starb sie fast völlig vergessen und verarmt in München. Am Montag, dem 13. Juli, steht Inge Brandenburg ab 23 Uhr im Mittelpunkt der Programmstrecke „Jazz“. Mit Billie Holliday ist am Freitag,
17. Juli, eine weitere starke Frau im ARD Radiofestival zu hören.
Zum 50. Todestag der Sängerin heißt es „Lady Sings The Blues“. Gleich drei Frauen bestimmen den „Jazz“ am Samstag, 18. Juli: Dann lernen die Festival-Hörer die Musik von Esperanza Spalding, Joelle Léandre und Eva Kruse kennen – drei erfolgreiche Kontrabassistinnen der Gegenwart.
Die Rubrik „Echtzeit – Radiodokumente aus 60 deutschen Jahren“ startet mit historischen O-Ton-Aufnahmen aus dem Jahr 1949. Zitate und Aussagen von Konrad Adenauer, Otto Grotewohl und Thomas Mann lassen am 12. und 13. Juli, jeweils
ab 23.30 Uhr, die Gründung der BRD und der DDR im Jahr 1949 Revue passieren. Mit dem Arbeiteraufstand in der DDR 1953
(17. Juli) und dem legendären Kommentar von Sportreporter Herbert Zimmermann beim Fußball-WM-Finale 1954 Deutschland gegen Ungarn aus dem Jahr 1954 (18. Juli) werden Weitere zeitgeschichtliche Höhepunkte besprochen.
Auch die tägliche Radiofestival-Rubrik „Lauter Lyrik. Der Hör-Conrady“ nimmt Bezug auf 60 deutsche Jahre. Hervorragende Stimmen tragen ausgewählte Werke ost- und westdeutscher Autoren unterschiedlicher Generationen vor. Zum Auftakt
(12. Juli) rezitiert Film- und Theaterschauspielerin Sandra Hüller
(u. a. Deutscher Filmpreis 2006 für Hauptrolle in „Requiem“) das Gedicht „Sonntag“ der Hamburger Schriftstellerin Karen Duve.
„Gedichte schrieb ich seit eh und je. Ich schrieb und verwarf sie. Nie hätte ich auf die Veröffentlichung all dessen gedrängt, was mir aus bloßem Schreibzwang unterlaufen war“, schrieb Günther Grass am Ende seiner Autobiographie. „Die Vorzüge der Windhühner“ sind in seinem ersten Lyrikband, veröffentlicht 1956, erschienen. Am Mittwoch, 15. Juli, rezitiert der Schauspieler Alexander Khuon (Deutsches Theater Berlin) das Grass´sche Gedicht.
Weitere Informationen: www.ard-radiofestival.de.
Honorarfreies Bildmaterial zum ARD Radiofestival 2009 finden Sie unter www.ard-foto.de.
Kontakt:
rbb-Presseteam, Tel. (030) 97993-12 101 und -12 102