Logo Ultraschall (Bild: rbb/Deutschlandradio)

Presseinformation 139/2010 - Das Festival für Neue Musik: Ultraschall

Ultraschall stellt Ensembles und Netzwerke in den Mittelpunkt

Vom 21. bis 30. Januar 2011 findet das Festival für Neue Musik – Ultraschall – in Berlin statt, veranstaltet vom Kulturradio des rbb und dem Deutschlandradio Kultur. Im Mittelpunkt der 21 Konzerte stehen zum einen Ensembles, kleine Besetzungen, die sich in den 1980er Jahren herausgebildet haben, zum anderen junge Komponisten und Interpreten, die sich zu Netzwerken zusammenschließen.

Einige der bedeutendsten Ensembles der Neuen Musik sind bei Ultraschall zu Gast: das ensemble recherche, das Arditti Quartet, das KNM Berlin. Und in diesem Jahr ganz besonders: das Ensemble Modern. Mit ihrer Suche nach neuen Kontexten belebt das in Frankfurt am Main beheimatete Orchester weltweit
seit 30 Jahren die Musikszene. Zwischen Frank Zappa und dem chinesischen Komponisten Cheung spielen sie den Sound unseres Lebens über alle Grenzen hinweg.

Es sind vor allem junge Musiker, die jenseits des „klassischen“ Ensembles nach neuen Organisationsformen suchen, nicht zuletzt als Reaktion auf die ökonomischen Zwänge von heute. Damit einher geht bei Komponisten eine neue Ästhetik des Alltags und des Understatements. Ein Beispiel dafür ist das Künstler-Netzwerk stock11, dem bei Ultraschall ein doppeltes Porträtkonzert gewidmet ist. Einer der originellsten Vertreter dieser Generation ist der dänische Komponist Simon Steen-Andersen. Er ist Gast des Berliner Künstlerprogramms des DAAD, mit dem Ultraschall eine langjährige Partnerschaft verbindet. Aufführungen seiner Werke durchziehen das Festival vom ersten bis zum letzten Tag – konzentriert in einem Porträtkonzert, mit dem das norwegische Ensemble Asamisimasa sein Debüt bei Ultraschall gibt.

Den jungen Komponisten stehen einige „Klassiker der Avantgarde“ gegenüber. Helmut Lachenmann, dem ein dreiteiliges Konzert gewidmet ist; Alexander Goehr oder Iannis Xenakis.

Die gläserne Halle der Neuen Nationalgalerie von Mies van der Rohe ergänzt die bekannten Aufführungsorte – Radialsystem, Sophiensaele und Haus des Rundfunks – und ermöglicht die Öffnung in die Kunstszene der Stadt. Sie ist ein idealer Ort für den Diskurs mit der Kunst und für eine Begegnung mit den Musikern.

Honorarfreie Pressefotos können unter www.ard-foto.de abgerufen werden.

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