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Presseinformation 125/2010 - Walter-Serner-Preis 2010

Der Walter-Serner-Preis 2010, vergeben von Kulturradio und dem Literaturhaus Berlin, geht in diesem Jahr an Ulrike Ulrich für ihre Geschichte „Im Hintergrund“.

Ulrike Ulrich wurde 1968 in Düsseldorf geboren und lebt seit 2002 in Zürich. Sie studierte in Münster/Westfalen Germanistik, Kunstgeschichte und Publizistik. 1999 ging sie nach Wien und arbeitete bei der „schule für dichtung“. Seit 2007 leitet sie die Schreibwerkstatt für Jugendliche im Müllerhaus Lenzburg. Sie ist Mitglied in der Autorinnen-Formation „Tittanic“. Ihr erster Roman „fern bleiben“ ist im Frühjahr 2010 im Luftschacht Verlag, Wien erschienen.

Ihre prämierte Geschichte „Im Hintergrund“ wurde von der Jury aus 373 Einsendungen ausgewählt. Auf sieben Seiten erzählt Ulrike Ulrich die Geschichte vom Akkordeonisten Antonin und dessen Freundin Isabelle, die in den Waggons der Pariser Metro aufspielen. Es ist eine Geschichte der leisen Töne und Andeutungen, die durch die poetische Sprache und die atmosphärische Dichte der Schilderungen überzeugt.

Der mit 5.000 EURO dotierte Walter-Serner-Preis (Motto: „Vom Leben in den großen Städten“) wird am 2. Dezember 2010 um 20.00 Uhr im Literaturhaus Berlin verliehen. Laudatio: David Wagner.

Walter Serner wurde 1889 in Karlsbad geboren und lebte unter anderem in Wien, Berlin und Zürich. 1942 wurde er aus Prag nach Theresienstadt deportiert und von dort weiter nach Osten, wo er wahrscheinlich in einem Lager umkam.
Serner schrieb Kriminalgrotesken, Aphorismen, Kritiken und ein Drama. Zu seinen bekanntesten Werken zählen die „absonderliche Liebesgeschichte“ „Die Tigerin“, der Erzählband „Zum blauen Affen“ und „Letzte Lockerung“, ein „Handbrevier für Hochstapler und solche, die es werden wollen“.

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