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Der rbb plant Änderungen in seinem Fernsehprogramm. „Wir zeigen künftig mehr Reportagen und Dokumentationen und bringen eine klare Struktur in die einzelnen Sendetage. Unsere Stärken im dokumentarischen Fernsehen wollen wir besser zeigen. Es ist uns aber ebenso wichtig, unser Publikum auch gut zu unterhalten. Und: Wir schaffen Raum im Programm für mehr innovative Formate. Dieses Konzept stellen wir jetzt unseren Gremien vor, im Sommer soll es sichtbar werden“, sagt rbb-Programmdirektorin Dr. Claudia Nothelle.
So sieht das veränderte Programmschema im Detail aus:
Das rbb Fernsehen startet künftig mit Krimis und Wissen in die Woche. Ein „Tatort“ um 20.15 Uhr eröffnet den Montagabend, um 22.15 Uhr hat das Wissenschafts- und Umweltmagazin „Ozon“ seinen festen Platz, ein Krimiklassiker schließt sich an.
Der Dienstag bleibt der Tag für Dokumentationen. Der Platz um 20.15 Uhr ist – wie bisher – dem dokumentarischen Blick auf die Region vorbehalten. Die Features um 21.00 Uhr kommen dazu: Sie sollen sich mit aktuellen Themen und Problemen beschäftigen, z. B. mit den Piraten im Abgeordnetenhaus oder mit der Situation ein Jahr nach der Diskussion um das Buch von Thilo Sarrazin. Eigenproduktionen stehen dabei im Vordergrund.
Information, Beratung und Service prägen künftig den Mittwoch: Zwischen der bewährten „rbb Praxis“ um 20.15 Uhr und „rbb aktuell“ um 21.45 Uhr ist Platz für ein neues, noch zu entwickelndes Format. Um 22.15 Uhr schließen sich im Wechsel das politische Regional-Magazin „Klartext“ und „was! Wirtschaft Arbeit Sparen“ an.
Der Donnerstag lebt nach den aktuellen Planungen von dem Mix aus klassischem Fernsehfilm (20.15 Uhr) und neuen Sendungen. Nach dem Kulturmagazin „Stilbruch“ um 22.15 Uhr ist 60, 90 oder auch 120 Minuten Zeit für neue Fernsehideen aus dem rbb für Brandenburg und Berlin.
Der Freitag steht im Zeichen von Comedy und regionaler Unterhaltung: So soll Michael Kessler weiterhin auf Expedition gehen, Hadnet Tesfai und Karsten Schwanke reisen der Sonne entgegen, und Dieter Moor ist in der Region unterwegs mit der neuen Reihe „Bauer sucht Koch“.
Am Samstag erhält die Reportage aus Berlin und Brandenburg nun einen festen Sendeplatz, am Sonntag wechseln sich um 18.30 Uhr „Theodor“ und „Kowalski & Schmidt“ ab. Es folgt um 19.00 Uhr nun wöchentlich der Kriminalreport „Täter, Opfer, Polizei“.
Claudia Nothelle begründet die Änderungen auch mit den Ergebnissen der repräsentativen Befragung des Publikums: „Wir wissen, wie hoch die regionale Informationskompetenz des rbb bei unseren Zuschauerinnen und Zuschauern im Kurs steht. Der beste Beweis dafür ist der große Zuspruch für unsere starken Vorabendsendungen 'zibb', 'Abendschau' und 'Brandenburg aktuell' sowie für die Spät-Nachrichten 'rbb aktuell'. Wir müssen aber auch unsere anderen Sendungen, die dieses Interesse bedienen, leichter auffindbar machen und sie schärfer profilieren. Weiterhin erwarten die Zuschauerinnen und Zuschauer von uns einen frischen Blick auf die Region und die Menschen, die hier leben. Im Abendprogramm schaffen wir dafür dienstags, mittwochs und samstags neue, feste Plätze. Gleichzeitig bleiben wir unserer Verpflichtung zu Bildung, Unterhaltung und Kultur treu, indem wir Formate wie 'Ozon', den Kulturtalk 'Im Palais', den Talk 'Dickes B.' oder das Kulturmagazin 'Stilbruch' erhalten.“
Änderungen im Überblick:
• Für aktuelle Dokumentationen gibt es einen neuen, zusätzlichen Sendeplatz am Dienstag um 21.00 Uhr.
• Für Reportagen gibt es einen neuen, wöchentlichen Sendeplatz am Samstag um 18.30 Uhr.
• Am Donnerstag um 22.45 Uhr gibt es einen Platz für neue 60 - 120-minütige Fernsehformate. (Innovationsplatz)
• Das Talk-Format „Klipp & Klar“ wird nicht mehr fortgesetzt. Claudia Nothelle: „Die regionale Gesprächsrunde hat ihr Publikum nicht mehr gefunden, die zahlreichen und prominent besetzten Gesprächsrunden im 'Ersten' und im 'ZDF' tragen dazu ihren Teil bei. Wir werden Talks anbieten, wenn sie – beispielsweise vor Wahlen oder Volksentscheiden - aktuell sinnvoll und redaktionell geboten sind, aber nicht mehr als festen Wochenbestandteil.“
• „Die Jury hilft“ wird abgelöst. Claudia Nothelle: „Die Ombudsformate haben es zunehmend schwer. Wir müssen neue Wege finden, die Alltagssorgen unseres Publikums ins Programm zu bringen.“
• „Theodor“ kommt sonntags im Wechsel mit „Kowalski & Schmidt“ alle 14 Tage, nicht mehr wöchentlich. Inhaltlicher Schwerpunkt soll die Geschichte „vor Ort“ sein.
• „was! Wirtschaft Arbeit Sparen“ ist künftig 30 statt 45 Minuten lang. „was!“ läuft mittwochs im Wechsel mit „Klartext“ alle 14 Tage, nicht wöchentlich.
• Die Talk-Sendungen „Im Palais“ und „Dickes B.“ wechseln sich am Samstagabend ab, sie sind jeweils eine Stunde lang.
• Am Freitag läuft um 20.15 Comedy und Unterhaltung im Stil von „Kesslers Expeditionen“ oder „Bauer sucht Kultur“, am Abend gibt es generell keine Tiersendungen im Stil von „Panda, Gorilla & Co.“ mehr.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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