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Für Raser gibt es seit einiger Zeit Hilfe per Handy – denn Apps sind nicht verboten, Warn-Geräte aber schon. So lange das Gesetz nicht den neuen Bedingungen angepasst wird, bewegt sich auch die Polizei in einer rechtlichen Grauzone.
3.500 Unfälle pro Jahr führt die Berliner Polizei auf erhöhte Geschwindigkeit zurück und rechtfertigt damit die täglichen Kontrollen mit stationären und mobilen Blitzern. Diese Verkehrsüberwachung wird aber inzwischen selbst überwacht. So genannte Blitzer-Apps warnen Autofahrer vor Radarfallen - vorausgesetzt sie haben ein solches Programm auf dem Smartphone installiert.
was! testet ICoyote und Blitzer.de
was! probiert zwei der meist genutzten Blitzer Apps aus, ICoyote und Blitzer.de. Schnell zeigt sich, dass fest installierte Blitzer und Starenkästen von beiden Programmen rechtzeitig erkannt werden. Bei mobilen Radarfallen spielt die Gemeinschaft der Nutzer eine besondere Rolle. Denn die Daten von aktuell im Einsatz befindlichen mobilen Blitzern kommen allesamt von den Autofahrern selbst Die müssen solche mobilen Blitzer per Fingerdruck melden. Dann können auch andere Autofahrer gewarnt werden. Hier ist in unserem Beispiel Blitzer.de überlegen. Die App meldet eine mobile Kontrolle, die bei ICoyote nicht auftaucht.
Hohe Strafen bei der Benutzung der Blitzer Apps
Aber Vorsicht: wenn Autofahrer eine Blitzer App im Straßenverkehr nutzen oder auch nur zur Nutzung bereithalten, droht ein Bußgeld in Höhe von 75 Euro und vier Punkte in Flensburg. Kurioserweise dürfen Beifahrer diese Apps benutzen, denn sie sind ja nicht "Fahrzeugführer" und somit von dem Verbot nicht betroffen.
Beitrag von: Jörn Kersten








