Themenbild Ferngesteuertes Haus (Quelle: rbb)

- Das ferngesteuerte Haus

Das intelligente Haus - mit dem Siegeszug der Smartphones und digitaler Netze könnte das jetzt Wirklichkeit werden. Mit Fernsteuerung Energie sparen, Strom sinnvoll nutzen und dabei nicht auf Wärme oder Licht verzichten: das ist eines der Themen der IFA 2013.

Schon seit Jahren beherrscht der Begriff „smart“ die IFA. Gemeint ist damit die Vernetzung verschiedener Komponenten miteinander und deren zentrale Steuerung. In diesem Jahr stand auch das „Smart Home“ im Mittelpunkt.

Smart Home

Die Hersteller von Smart-Home-Anwendungen werben damit, Energie einzusparen oder den Wohnkomfort zu erhöhen. Zum Beispiel vernetzt die Firma Digitalstrom alle elektrischen Geräte im Haus, macht sie zentral über einen Lichttaster oder das Smartphone steuerbar. Dazu werden kleine Computer in der Größe eines Streichholzkastens vor die elektrischen Geräte gebaut. So lassen sich auch mehrere von ihnen gleichzeitig über einen Befehl steuern.

Beispiel „Gehen“-Funktion

Zum Beispiel die so genannte Gehen-Funktion: Mit ihr kann man beim oder nach dem Verlassen des Hauses sämtliche unnötigen Stromfresser abschalten. Während des Urlaubs wird das System zur Alarmanlage: Licht und Fernseher werden zum Beispiel regelmäßig angeschaltet, um eine Anwesenheit zu simulieren. Wird der Bewegungsmelder ausgelöst, kann man sich eine E-Mail schicken lassen, die Lichter gehen an oder eine Sirene macht Lärm. Aber mit dem System kann man auch Strom sparen: Eine Zeitschaltfunktion versorgt Geräte nur noch mit Strom, wenn diese gebraucht werden, eine App für das Smartphone zeigt an, wie viel welches Gerät in welchem Zimmer verbraucht. Auch aus der Ferne abschalten lassen sich einzelne Geräte. Noch sind solche Systeme aber teuer: Bei Digitalstrom muss man für jeden vernetzten Raum mit rund 1000 Euro rechnen. Ein großes Haus kann schnell mal 8000 Euro kosten.

Senkung von Energiekosten

Andere Smart-Home-Anwendungen versprechen, Energiekosten zu senken. So eine Anwendung hat die Technische Hochschule Wildau erfunden: Einen intelligenten Heizungsregler, der über einen Bewegungsmelder gesteuert wird. Über diesen lernt das System 3-4 Wochen lang, wann jemand in einem Raum ist und wann nicht. Danach erstellt das System ein Nutzungsprofil: Bei Anwesenheit heizt das System auf eine vorher definierte Temperatur. Ist keiner im Raum, wird die Temperatur um vier Grad abgesenkt. Das soll bis zu 20 Prozent Heizkosten sparen. Das System kann auch auf Abweichungen vom Alltag reagieren. Und falls es da klemmt: man kann die Automatik auch abschalten, dann wird die Temperatur sofort hochgefahren.


Beitrag von: Thomas Förster

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