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Vegan Kochen, vegan Einkaufen, vegane Restaurants: Das Thema ist trendy und so bietet der Markt auch aktuell eine riesige Auswahl an Büchern. Was! lässt drei davon von einem Fachmann testen. was! liest …
Vegan kochen liegt im Trend
Vegane Ernährung, einst eine ethische Ernährungsnische für wenige, ist heute Trend. Menschen, die zum Wohl der Tiere auf Fleisch, Fisch, Eier, Milchprodukte und sogar Honig verzichten, hält man nicht mehr für seltsam – im Gegenteil: Vegane Supermärkte haben regen Zulauf, und in großen Städten wie Berlin eröffnen immer mehr vegane Restaurants. Der Verzicht auf Fleisch und tierische Produkte ist nicht mehr exotisch.
Bestseller der Ratgeberliteratur
Vegane Kochbücher sind derzeit die Bestseller in der Ratgeberliteratur. WAS! stellt drei von mehr als einhundert neu erschienen veganen Kochbüchern vor.
„Vegan for Fun“
von Attila Hildmann ist das Buch, „das sich am meisten verkauft“, sagt Thorsten Kretzschmar von der Buchhandlung Hugendubel. „Ein Lifestyle-Buch, das Lust macht auf’s vegane Kochen, ohne mit dem erhobenen Zeigefinger zu kommen.“ Ein Hochglanzbuch mit vielen großformatigen Fotos.
„La Veganista“
von Berlinerin Nicole Just bietet „veganisierte“ deutsche Hausmannskost. Eine große Rezeptsammlung, die überraschenderweise auch Königsberger Klopse und Gulasch enthält – aber eben in der veganen Variante.
„Vegan kochen, so klappt die Umstellung“
ist ein Buch, das „sinnvoll ist für den veganen Neueinsteiger“, meint Thorsten Kretzschmar. „Ein Buch mit guten Listen, welche tierischen Produkte mit welchen veganen Stoffen ersetzt werden können.“
Was sagt der Profi dazu?
Benjamin Rüdiger ist Küchenchef im veganen Restaurant Kopps in Berlin-Mitte. WAS! wollte wissen, was er von den drei Büchern hält.
Sein Favorit: „Vegan kochen - so klappt die Umstellung“ von Celine Steen und Joni Marie Newman.
Dies Buch kommt zwar am unspektakulärsten daher: kleines Format, wenig Fotos. Außerdem ist es nicht so schön aufgemacht wie die anderen beiden Titel. „Aber für jemanden der sich mit veganer Küche mit einer Umstellung beschäftigt, finde ich es am interessantesten, weil es sich wirklich am detailliertesten mit Inhaltsstoffen und den Ersatzprodukten und der veganen Küche auseinandersetzt“ sagt Rüdiger Benjamin.
„Es ist das umfangreichste Buch von den dreien. Da wird auch drauf geachtet, was der Veganer braucht, dass wirklich die Vitamine und die Eiweiße irgendwie ersetzt werden“, so das Urteil des Kochprofis.
Wer sich ausschließlich vegan ernährt, muss nämlich darauf achten, dass er die Vitamine und Eiweiße, die er in der normalen Küche mit Milchprodukten, Fleisch und Eiern bekommt, durch andere Nahrungsmittel ergänzt. Soja und Hülsenfrüchte zum Beispiel sind gute Eiweißlieferanten, die in der veganen Küche Verwendung finden.
Beitrag von: Stephanie Wätjen







