Geschmückter Weihnachtsbaum (Foto:dpa)

- Online contra Straße

Weihnachtsgeschenke bequem im Internet ordern, anstatt sich in den Geschäften vom alljährlichen Trubel anstecken zu lassen: Die Zahl der online bestellten Waren steigt stetig. Wie wirkt sich das auf die Innenstädte aus? Ein Problem nur für kleine und mittlere Städte oder auch für Berlins Shoppingzentren?

Viele leer stehende Läden in Brandenburg

Die „Zu Vermieten“-Schilder sind in Brandenburger Innenstädten inzwischen allgegenwärtig. 20 Prozent aller Läden stehen leer, weil sich der stationäre Einzelhandel für viele nicht mehr lohnt. Schuld ist vor allem der rasante Anstieg des Onlinehandels.

Rasanter Anstieg des Onlinehandels

Rund 33 Milliarden Euro werden die Deutschen voraussichtlich 2013 per Mausklick ausgeben. Einen großen Teil davon zu Weihnachten. Geschenke, wie Software oder Handys, werden schon häufiger im Netz als im Ladengeschäft gekauft. Der Einzelhandel reagiert mit verschiedenen Strategien auf den Angriff aus dem Netz. Vor allem Ketten versuchen mit den meist günstigeren Online-Preisen mitzuhalten. Kommt ein Kunde mit einem günstigeren Preis aus dem Netz in eine Filiale, bekommt er das Produkt im Geschäft zum Internetpreis. Viele Geschäftsinhaber eröffnen aber auch einen eigenen Onlineshop und machen sich so selbst Konkurrenz.

Harter Kampf um die Kunden

Vereinzelt nehmen Händler sogar schon Beratungsgebühren von Kunden, wenn sie vermuten, dass der sich im Geschäft nur informieren, dann aber Online kaufen will. Aber auch die Händler im Internet haben inzwischen mit ernsthaften Problemen zu kämpfen. Zumindest wenn sie ihre Produkte auf so genannten Marktplätzen wie Ebay oder Amazon anbieten. Viele Markenhersteller beliefern solchen Händler nicht oder nur unter Auflagen. Denn solche Plattformen mit vielen Händlern sorgen für eine Preistransparenz, die Markenhersteller nicht wollen. Vor kurzem hat sich in Berlin die Initiative Choice in eCommerce gegründet, die sich für den freien Internethandel einsetzt. Laut einer Umfrage der Initiative muss schon jeder zweite Händler in Europa gegen Lieferboykotts von Marke Hersteller kämpfen.

Beitrag von: Thomas Förster

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