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Natur- und Tierschutz sind Themen, bei denen viele gern zu Spenden bereit sind. Entsprechend viele Verbände und Vereine sind aktiv auf Spendensuche. Doch lässt sich nachprüfen, wohin das Geld genau fließt? Die Stiftung Warentest hat das jetzt unter die Lupe genommen.
Die Adventszeit ist die Hochsaison für Spendensammler. Häufig wird dabei auch für Tierschutz und Naturschutz geworben. Was viele nicht wissen, in diesem Bereich ist das bekannte DZI Spendensiegel noch nicht weit verbreitet. Deshalb hat die Stiftung Warentest nach ähnlichen Kriterien 46 Tier- und Naturschutzorganisationen unter die Lupe genommen.
6 von 46 Organisationen unwirtschaftlich
Das Ergebnis: sechs zum Teil namhafte Organisationen wurden als unwirtschaftlich qualifiziert. Das heißt, sie geben nach Meinung der Tester mehr als 35 Cent pro gespendeten Euro für Verwaltung und Werbung aus.
Transparenz ist nicht gegeben
Beim Testkriterium "Transparenz" konnte keine Organisation die Warentester überzeugen, über eine mittlere Benotung kam keine Organisation hinaus. Sämtliche Tier- und Naturschützer, die als unwirtschaftlich bezeichnet werden, wehren sich gegen den Vorwurf. Und auch die Lobbyorganisation der professionellen Spendensammler – der Fundraising Verband – wirft der Stiftung Warentest Oberflächlichkeit vor. So würden Spendengelder, die für politische Kampagnen verwendet werden, als Werbung eingeordnet und die Organisationen als unwirtschaftlich verunglimpft. 19 der 46 angefragten Organisationen hat allerdings den Fragebogen der Stiftung nicht ausgefüllt, also überhaupt keine Angaben gemacht. Sie landeten in der Rubrik „Verweigerer“.
Beitrag von: Jörn Kersten







