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Wasser und Heizung mit direkter Sonneneinstrahlung zu erwärmen - das klingt verlockend. Aber funktioniert das auch an den kurzen Wintertagen? Für wen ist Solarthermie eine Alternative zur Solarzellentechnik?
Nur wenige Stunden am Tag scheint die Wintersonne – wenn überhaupt. Und richtig wärmen kann sie auch nicht. Oder doch? Solarthermie heißt die Technik, die Sonnenenergie in Heizwärme fürs Haus umwandelt – auch im Winter.
Solarthermie für Selbstversorger
Anstatt, wie die Photovoltaik, Sonnenstrom ins Netz einzuspeisen, ist die Solarthermie für Selbstversorger gedacht. Auf dem Dach installierte Kollektoren speisen die aufgefangene Wärme in die eigene Heizung. Dafür braucht man einen möglichst großen Pufferspeicher: Tanks, in denen mehrere Tausend Liter Wasser erwärmt werden. Je größer die Kapazität des Speichers, desto mehr Sonnenwärme kann von den Sommermonaten in den Winter überführt werden.
Zusätzliche Energiequelle für Wärmeerzeugung
Bei längeren kalten Perioden ohne Sonne muss eine zusätzliche Energiequelle Heizwärme liefern, zeigt sich die Wintersonne, dann heizt auch sie mit.
Die Firma Dibora hat vor fünf Jahren ihr neues Bürogebäude in Oranienburg mit Solarthermie ausgestattet. Es ist ein so genanntes Sonnenhaus, das heißt mindestens 50 Prozent der Heizenergie liefert die Sonne. Rund 70.000 Euro hat die Anlage gekostet. Dafür freut sich Firmenchef Alexander Landgraf über eine unschlagbar günstige Heizkostenrechnung für sein 350 Quadratmeter großes Bürogebäude: rund 200 Euro zahlt er für das Brennholz, mit dem die Solarheizung in den kalten Monaten ergänzt wird.
Beitrag von: Jörn Kersten







