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Trotz der Insolvenz der Firma Prokon in der vergangenen Woche ist das Bedürfnis vieler Anleger, ihr Geld in ökologisch saubere Unternehmen zu investieren, ungebrochen. Wir zeigen, welche Arten der grünen Geldanlage es gibt, und wo die Risiken liegen.
Geldverdienen mit erneuerbaren Energien
Mit erneuerbaren Energien Geld zu verdienen, ist (und vor allem war) eigentlich ein gut kalkulierbares Geschäft. Neben den Investitionskosten kann man durch die Vorgaben des „Erneuerbaren Energiengesetzes (EEG)“ auch relativ sicher abschätzen, welche Umsätze und damit Gewinne sich erzielen lassen.
Sowohl die Stromabnahme als auch der Strompreis sind auf lange Zeit gesetzlich garantiert. Für Investoren ist das ein lukratives Geschäftsmodell, und für Anleger gibt es ebenfalls die unterschiedlichsten Möglichkeiten, Geld gewinnbringend anzulegen.
Der Fall Prokon aber zeigt, dass es auch gründlich schief gehen kann. Anlegern, die dort in so genannte Genussrechte investiert haben, droht der Totalverlust.
Risiko „Grauer Kapitalmarkt“
Ungeprüft sein Geld in grüne Energien anlegen darf man also auf keinen Fall. Denn viele Finanzprodukte gehören in den so bezeichneten „grauen Markt“, also in Anlageformen, die nicht oder fast nicht von der Bankenaufsicht kontrolliert werden.
Dazu zählen eben jene Genussrechte, aber auch Anleihen und bis Mitte 2013 die geschlossenen Fonds. Jede Anlageform hat ihre eigenen Chancen und Risiken. Auf jeden Fall müssen Anleger zuvor die Perfomance der sie interessierenden Finanzprodukte prüfen, am besten mit Hilfe einer unabhängigen Institution. Zudem sollte das Finanzunternehmen, bei dem man die Wertpapiere zeichnet, frühere Projekte schon erfolgreich abgeschlossen haben. Aber auch bei positivem Ergebnis: ein Rest-Risiko wird immer bleiben.
Beitrag von: Andreas B. Hewel







