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Viele StartUps suchen für ihre Ideen Investoren im Internet. Die in einer "Aktion" eingesammelten vielen kleinen Beträge sollen den benötigten großen Betrag einbringen. Wie das funktioniert, zeigt das Beispiel der Berliner Designfirma Kancha.
Was ist Crowdfunding?
Die Idee kann noch so gut sein, aber die Bank spielt trotzdem nicht mit.
Immer mehr Existenzgründer und Kreative versuchen, ihre Projekte über Crowdfunding im Internet zu finanzieren.
Die Idee dahinter: Viele Menschen geben kleine Beträge und ermöglichen so die Realisierung eines Projekts. Dafür erhalten sie eine einmalige Gegenleistung, zum Beispiel das mitfinanzierte Buch, eine DVD des realisierten Films oder das erste Produkt des Start-ups.
Geglückter Start für Kancha-Design
Sebastian Gluschak und Tobias Gerhard gelang mittels Crowdfunding der Unternehmensstart.
Mit „Kancha Design“ wagten beide den Schritt in die Selbständigkeit.
Die Produkte ihres Design-Labels: Laptop-, Tablet- und Smartphone-Hüllen aus Filz und Leder, hergestellt in Kirgistan, unter fairen Arbeitsbedingungen und zu fairen Löhnen.
Produziert wird in Kirgistan
Tobias Gerhard lebt in Kirgistan und überwacht die Produktion vor Ort. Sebastian Gluschak ist für Vertrieb und Marketing in Deutschland zuständig.
15.000 Euro benötigten beide für die Vorfinanzierung der Produktion der ersten 500 Hüllen.
Konzept in einem Video vorgestellt
Auf „startnext“, der größten deutschen Crowdfunding-Plattform mit Sitz in Dresden und Berlin, stellten sie sich und ihr Unternehmenskonzept in einem Video vor. Die soziale und ökologische Nachhaltigkeit des Projektes überzeugte die Internet-Community. Innerhalb von zwei Monaten sammelte „Kancha Design“ knapp 16.000 Euro ein. Für 10 Euro gab´s als Gegenleistung eine Postkarte aus Kirgistan, für Beträge zwischen 30 und 60 Euro die ersten Smartphone - und Laptop-Hüllen aus der Produktion. Vier Wochen nach Auktionsende lieferte Kancha diese bereits aus.
Reputation im Internet besonders wichtig
Rund 1.500 Projekte wurden bisher über „startnext“ realisiert - mit einem Finanzierungsvolumen von 9,3 Millionen Euro. Betrüger haben sich auf der Plattform noch nicht getummelt. Die soziale Kontrolle im Netz beugt Schindluder vor, meint der Geschäftsführer der Plattform. „Eine Reputation ist im Internet ein sehr hoher Wert. Ein Initiator, der seine Crowd absichtlich veralbern würde, hätte in Zukunft im Internet keine Chancen mehr, ein Projekt zu realisieren.“, so Denis Bartelt, Geschäftsführer von „startnext“.
„Kancha Design“ hat dank der Anschubfinanzierung den Unternehmensstart geschafft. 2.000 Hüllen wurden inzwischen verkauft.
Beitrag von: Gela Braun








