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Jeder kennt es - das 1914 erfundene Brettspiel "Mensch ärgere dich nicht". Mittlerweile ist es über hundert Jahre alt und wurde weltweit 90 Millionen Mal verkauft. Noch heute fesselt es komplette Familien, die sogar verreisen, um es im Wettkampf zu spielen.

Mensch ärgere Dich nicht
In Erfurt veranstaltet der Lions Club das größte „Mensch-ärgere-Dich-nicht“- Turnier Deutschlands. Mehr als einhundert 2er-Teams kämpfen um den Lions Cup, der Erlös dient einem guten Zweck. Mit dabei ist Familie Frank aus Berlin. Mutter Laura Frank und Sohn Cédric (11) sind Team eins. Lauras Bruder Tobias Kersting und seine Freundin Jenny Milkowski sind Team Nummer zwei. Fast jeden Abend spielt die Familie „Mensch-ärgere-Dich-nicht“. Seit einhundert Jahren fasziniert das Spiel Alt und Jung - vor allem, weil es so einfach ist.

Der Erfinder
Erfunden wurde es 1914 von Friedrich Josef Schmidt für seine beiden Söhne. Er hat einfach auf eine alte Hutschachtel das Spielprinzip aufgezeichnet und später auch vermarktet, zunächst allerdings ziemlich erfolglos. Weil er für seine selbstgebastelten Spiele nicht genügend Abnehmer fand, schickte er ein paar tausend Exemplare als Spende an Kriegslazarette im Ersten Weltkrieg. Von da an trat das Spiel seinen Siegeszug an.

Eine Erfolgsgeschichte
Bis heute wurde das Brettspiel mehr als 90 Millionen Exemplare verkauft. Und noch immer gehen jedes Jahr 40.000 über die Ladentheke - so der Berliner Hersteller Schmidt Spiele. Inzwischen gibt es sogar Weltmeisterschaften.
Der Lions Cup
Gespielt wird auch in Erfurt in fünf Runden gegen wechselnde Teams jeweils 15 Minuten lang. Jeder Spielstein bekommt dann Punkte, abhängig davon, wie weit er gekommen ist. Die Ergebnisse beider Partner werden dann zusammengerechnet. Obwohl die Erwartungen hoch waren, finden sich Laura und Cédric am Ende auf Platz 70 wieder. Das zweite Berliner Team erringt immerhin den dritten Platz.
Beitrag von Anja Nehls







