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Energie wird knapper und teurer, die Zahl der Stromverbraucher in den Haushalten nimmt weiter zu. Daher lohnt es sich, jedes Gerät zuhause kritisch zu prüfen. Energieexperten schätzen das Einspar-Potential pro Haushalt auf 25 Prozent. Wir machen drei Stichproben.
In fast jedem Haushalt lassen sich versteckte Stromfresser finden, das zeigt der Test, den was! gemeinsam mit Roman Zurhold von der Deutschen Energie Agentur (DENA) exemplarisch in drei Haushalten durchgeführt hat.
Unterhaltungselektronik
Besonders ältere Unterhaltungselektronik hat im Stand-by-Modus einen hohen Stromverbrauch. So zieht ein Videorecorder beispielsweise knapp 12 Watt dafür, dass einfach nur die Uhr leuchtet. Auf das Jahr hochgerechnet ergeben sich allein daraus Stromkosten in Höhe von 25 Euro. Der fünf Jahre alte Flachbildfernseher verbraucht im Jahr 60 Euro mehr als ein Neugerät. Mit einem modernen ließe sich die Hälfte der Stromkosten sparen.
Haushaltsgeräte
Der getestete Kühlschrank mit Kaltwasser und Eiswürfelfunktion ist mit acht Jahren nicht mehr der neueste und zieht mit ca. 195 Watt Betriebsverbrauch entsprechend viel Strom. Auf das Jahr hochgerechnet, sind das Stromkosten von etwa 150 Euro. Mit einem aktuellen Gerät der höchsten Energieeffizienzklasse A Triple-Plus ließen sich die Stromkosten auf ca. 38 Euro im Jahr senken. Eine Ersparnis von 110 Euro im Jahr, so dass sich der Preis für die Neuanschaffung durch den gesparten Strom bald ausgleichen lässt.
Die meisten alten Kühlschränke verbrauchen im Jahr bis zu 100 Euro an Strom. Ein aktuelles Gerät hingegen 25 Euro.
Ähnlich verhält es sich mit alten Waschmaschinen: Bis zu 50 % Strom lässt sich pro Waschgang durch ein neues Gerät einsparen. Wer viel Wäsche wäscht, hat das neue Gerät also schnell wieder raus.
Weniger bekannte Stromfresser
Wahre Stromfresser sind Deckenfluter. Leuchtet die Lampe (314 Watt) durchschnittlich drei Stunden am Tag, sind das 90 Euro im Jahr.
Erhebliche Stromkosten verursachen auch Computer im Dauerbetrieb. Sind diese mit Grafikkarten und viel Speicherplatz für großen Spielspaß hochgerüstet, verbrauchen sie auch noch in der normalen Windowsoberfläche bis zu 460 Watt. Das sind 50 bis 100 Euro im Jahr – nur für den Rechnerbetrieb, ohne dass er was leistet. Und ein sechs Jahre alter Drucker „im Schlafmodus“ zieht 15 Watt.
Doch auch wenn ein Gerät ausgeschaltet zu sein scheint, kann es noch unbemerkt Strom ziehen. Wie der getestete Kaffeeautomat. Obwohl nicht einmal das Display leuchtet verbraucht die 7 Jahre alte Jura-Maschine trotzdem 5 Watt. Das macht im Jahr rund 20 Euro Kosten für nichts.
Fazit
Durch bewusstes Ausschalten von nicht genutzten Geräten, die Anschaffung von neuen energiesparenderen Geräten und die Verwendung von Energiesparlampen ließen sich in den getesteten Haushalten die Stromrechnungen von 200 bis 600 Euro senken.
Und das, ohne den gewohnten Komfort zu verlieren.
Beitrag von: Katja Charlé
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_05_09_2011/stromfresser.html