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Mo 05.12.11 20:15

Spendensammler

Seit der Abschaffung der Sammlungsgesetze im Jahr 2004 bedarf es nur noch einer Anmeldung beim Ordnungsamt, um an öffentlichen Plätzen um Spenden zu werben. Doch nicht alle, die um Geld bitten, erfüllen die Kriterien für seriöse Hilfsorganisationen.

Die Deutschen geben gern – Schätzungen zufolge zwischen 2,5 und 5 Milliarden Euro jährlich. In der Vorweihnachtszeit ist die Hochsaison der Spendenwerber. Viele Hilfsorganisationen haben die Spendenakquise an professionelle Spendensammler delegiert. Die sind auch nach dem 100. Nein noch nicht frustriert und sammeln angeblich unterm Strich mehr Geld ein als ehrenamtliche Vereinsmitglieder. Aus einem Teil der so gesammelten Spenden werden die Werber vergütet - so weit, so unproblematisch. Verbraucherschützer fordern aber, dass es dabei sachlich, seriös und transparent zugeht. Heikel wird es, wenn Spendeninteressierte Informationsmaterial verweigert oder erst nach erfolgter Unterschrift ausgehändigt wird.

Wichtig: Spendensiegel

Orientierungshilfe im Spendenmarkt bietet das Deutsche Zentralinstitut für soziale Fragen (DZI). Seit 20 Jahren vergibt es an seriöse Organisationen das DZI-Spendensiegel. Die Kriterien dafür:
• Der weit überwiegende Teil der Spenden dient dem guten Zweck und geht nicht für Werbung und Verwaltung drauf.
• Die Spendenwerbung ist seriös und sachlich.
• Die Organisation verfügt über funktionierende Aufsichtsgremien und vermeidet Interessenkonflikte bei den Vereinsfunktionären.

Beitrag von: Frank Drescher

Dieser Text gibt den Sachstand vom 05.12.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

Infos im WWW

Deutsches Zentralinstitut für soziale Fragen

www.dzi.de

Charitywatch

Der Wirtschaftsjournalist Stefan Loipfinger stellt unseriöse Spendensammler an den Pranger.

[charitywatch.de]

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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