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Diesmal wurde per Zufalls Generator der Beruf Streetworker gezogen. Wir begleiten Artur Darga, der mit dem Kältebus durch Berlin fährt.
Seit drei Jahren arbeitet Artur Darga als Kältebus-Fahrer für die Stadtmission der evangelischen Kirche. Bevor er zusammen mit seiner Kollegin die nächtliche Tour startet, geht er zur Andacht in die Kapelle. Das ist ihm wichtig.
80 bis 100 Kilometer fährt der gebürtige Pole täglich durch Berlin. Nacht für Nacht – fünfmal in der Woche. Er weiß, wo die Menschen leben, die keine Wohnung haben. Auch wenn die Temperaturen derzeit noch über Null sind, die Nächte auf der Parkbank sind kalt. Er verteilt Kaffee und Schokolade und kümmert sich um alles, was sonst noch gebraucht wird: Schuhe, Unterwäsche…
Viele Wohnungslose kennt er schon seit Jahren. Ein Vertrauensverhältnis aufzubauen, braucht Zeit, viele Gespräche und immer wieder Geduld. Denn viele sind Alkoholiker. Der Griff zur Flasche hat ihr Leben kaputt gemacht.
Wer möchte und es aus eigener Kraft nicht mehr zu einem sicheren Schlafplatz schafft, kann mit dem Kältebus zu einer Notunterkunft fahren.
Um 02.30 Uhr werden die letzten Kaffeebecher ausgegeben, nach sieben Stunden geht Dargas Dienst zu Ende. Die Kälte kriecht in die Knochen, und er ist müde. Was er im Monat verdient, will er nicht verraten. Nur soviel: Nebenbei bessert er sich seinen Lohn als Hausmeister auf, doch das ist ihm nicht so wichtig. Für ihn ist der Job nicht einfach ein Beruf, sondern eine Berufung.
Beitrag von: Ira Zahlmann
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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