Sie sind hier:
rbbonline | Archiv

Bei eisigen Temperaturen haben schon normale Autobatterien ein Problem. Aber was ist, wenn man aussschließlich elektrisch fährt - sei es mit dem E-Auto oder mit dem E-Fahrrad? Bei Temperaturen unter Null muss man sich an strenge Regeln halten.
Wir wollten wissen, wie sich diese "Technologie der Zukunft" bei strengem Frost verhält und sind auf denkwürdige Einblicke gestoßen.
Elektrofahrzeuge offenbaren ihre Schwächen bei Eis und Kälte. Ob Fahrrad, Roller, Motorrad oder Auto – alle mit Strom angetriebenen Fahrzeuge haben die gleiche Schwachstelle, die Batterie. Je tiefer die Temperatur fällt, desto schneller entlädt sie sich. Die Reichweite verringert sich proportional zur Stärke des Frostes. Da verzichtet der eine oder andere E-Auto-Fahrer schon mal auf die Heizung, um sein Ziel zu erreichen bzw. die nächste Steckdose.
Wer noch Bleibatterien eingebaut hat, ist besonders arm dran. Die entladen sich recht schnell. Außerdem haben sie den so genannten Memoryeffekt: Sie müssen vollständig leer gefahren werden, bevor sie wieder geladen werden dürfen.
Lithiumbatterien dagegen haben dieses Problem nicht. Und sie entladen sich wesentlich langsamer als Bleibatterien. Allerdings sind sie viel teurer.
Keinesfalls sollten Fahrzeuge mit leerer Batterie strengen Minustemperaturen ausgesetzt werden. Dann droht Tiefenentladung: Die Batterie hat nicht mehr genügend Saft, um sich beim Aufladen zu regenerieren, sie geht kaputt.
Für Roller und Fahrräder gibt es dagegen tragbare Batterien. Der Fahrer nimmt sie mit in seine warme Wohnung und lädt sie dort auf. Diese Praxis bekommt der Batterie am besten.
Beitrag von: Rüdiger Paschleben
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_06_02_2012/e_mobilitaet_im_winter.html