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Einsatz: 5.000 € - Gewinn: 40.000 € - mit Versprechungen dieser Art ziehen dubiose Schenkkreis-Organsiationen wieder durch die Lande. Das Prinzip ist dabei immer dasselbe: Der jeweils Oberste wird "beschenkt" und scheidet dann aus, die Nachfolgenden gehen meist leer aus.
Die Methode ist nicht neu, erlebt aber zurzeit eine zweifelhafte Renaissance. Die Rede ist von Abzocke in so genannten Schenkkreisen, auch Herzkreisen genannt. Dabei geht es um viel Geld. Es gibt nur sehr wenige Gewinner, dafür umso mehr Verlierer. In Berlin und Brandenburg sind Schenkkreise gerade besonders weit verbreitet.
Wie beim "Schneeballsystem"
Die Teilnehmer sollen Geld "verschenken" und dafür später selber sehr viel mehr Geld zurückbekommen. Meist geht es um 5.000 Euro, die man einzahlt, und die Hoffnung, am Ende 40.000 Euro zu bekommen. Versprochen wird ein achtfacher Gewinn. Damit ein Neueinsteiger, der schon bezahlt hat, auch nur eine theoretische Chance hat, selbst einmal "beschenkt" zu werden, ist er gezwungen, selbst neue Opfer zu finden.
Das Anwerben für einen Schenkkreis ist allerdings illegal. Die Polizei ist mit zahlreichen Straftaten konfrontiert, denn fast 90% der Teilnehmer eines Schenkkreises verlieren ihr Geld, weil das System zusammenbricht. Dennoch sind Schenkkreise in Berlin und Brandenburg derzeit sehr populär - besonders auch in türkischen und russischen Kreisen.
Der Berliner Autor und Journalist Bernd Hettlage hat sich in einen Schenkkreis eingeschlichen und deckt auf, mit welchen Methoden die Menschen zum Mitmachen bewegt werden. Das war nicht ganz ungefährlich, denn es geht schließlich um Tausende Euro. Deshalb hat er die Ergebnisse seiner Recherchen verfremdet und in einen Roman einfließen lassen: "Geschenkt", erschienen im Oktober-Verlag.
Ein Opfer hat heimlich ein Schenkkreistreffen gefilmt und berichtet, wie schwer ein Ausstieg ist, wie kompliziert es war, das bereits eingezahlte Geld wieder zurück zu bekommen.
Beitrag von: Anja Nehls
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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