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Offene Immobilienfonds wurden vor einigen Jahren mit viel Aufwand an potentielle Anleger verkauft. Die nächste Stufe ist ein Dachfonds, der die besten Einzelfonds zusammenfassen sollte. Doch damit haben einige Kunden jetzt deutliche Probleme.
Die Verbraucherzentralen erleben derzeit einen wahren Ansturm von verunsicherten Kunden der Commerzbank. Diese klagen darüber, schlecht beraten worden zu sein. Die Bank hatte ihnen einen Dachfonds verkauft – angeblich ohne auf die Risiken hinzuweisen. Viele der Kunden sind bereits im Rentenalter und geben an, bei der Geldanlage sei es ihnen in erster Linie um Sicherheit gegangen.
Nun fürchten die Anleger um ihr Erspartes. Denn der Fonds steckt in Schwierigkeiten und wurde geschlossen. Die Kunden kommen nicht mehr an ihr Geld. Verbraucherschützerhaben einen Verdacht: Berater der Bank sollen 2008 gezielt Kunden angerufen und sie überredet haben, ihre bisherige Anlage zu kündigen und in den Dachfonds "Premium Managment Immobilienanlagen" zu investieren. Über die Gefahren sei dabei nicht informiert worden. Einige der Kunden haben nun einen Rechtsanwalt eingeschaltet.
Und dafür wird es auch höchste Zeit. Denn der Fonds wurde im Frühsommer 2008 aufgelegt und in Kürze endet die dreijährige Widerspruchsfrist. Die Commerzbank will sich zu den Vorwürfen nicht äußern. Sie verweist auf das Bankgeheimnis und darauf, dass es sich um laufende Verfahren handele. Doch offenbar ist man in Einzelfällen zum Einlenken bereit. Die ersten Vergleiche wurden bereits geschlossen. Doch Verluste bleiben trotzdem. Und die meisten Kunden haben nicht nur Geld, sondern auch ihr Vertrauen in die Banken verloren.
Beitrag von: Andreas Vogtmeier
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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