Sie sind hier:
rbbonline | Archiv

Wer einzelne Waren oder Dienstleistungen vergleichen möchte, nutzt oft einschlägige Onlineportale. Doch wie unabhängig sind diese wirklich, wenn sie sich über Provisionen der einzelnen Mitglieder finanzieren?
Wechseln oder nicht? Diese Frage werden sich in den nächsten Wochen die Autofahrer in Deutschland stellen. Denn wer für 2012 eine neue Police abschließen will, muss bis Ende November kündigen. Bis zu diesem Termin werden die Versicherungen häufig ihre Angebote verändern, es gibt einen wahren Tarifdschungel. Einen Durchblick versprechen Vergleichsportale im Internet. Doch gibt man dieselben Daten in verschiedene Vergleichsportale ein, erhält man viele unterschiedliche Ergebnisse.
In unserem was!-Test haben wir drei Portale geprüft. Zwischen dem teuersten und dem günstigsten Anbieter lagen rund 20 Prozent. Der Grund dafür liegt im Geschäftsmodell der Vergleichsportale: Neben Werbeeinnahmen verdienen sie ihr Geld vor allem mit Provisionen. Für jeden Kunden, der über das Portal eine neue Police abschließt, zahlen die Versicherungen zwischen 70 und 100 Euro.
Es gibt aber auch Versicherungen, die keine Provisionen zahlen wollen – die tauchen dann aber auch nicht im Vergleich auf. Beim Marktführer Check 24 zum Beispiel fehlen auch Anbieter, die für günstige Tarife bekannt sind, wie die HUK.
Experten von der Zeitschrift Ökotest empfehlen daher als Alternative die Seite von navi-auto.de zu nutzen. Die Firma entwickelt die Programme für die Vergleichsportale, Verbraucher können diese kostenlos benutzen.
Allerdings kann man hier nur vergleichen, nicht aber online wechseln.
Beitrag von: Thomas Förster
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_10_10_2011/vergleichsportale.html