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Ob beim Friseur, beim Ticket- oder Möbelkauf. Als Kunde muss man mittlerweile viel selbst machen oder für den Service zahlen. Dienstleister behaupten, durch die Aufsplittung ihrer Leistungen wird das Ganze billiger. Was! prüft nach.
Extrakosten für den Koffer im Flugzeug oder für das am Schalter erworbene Bahnticket, Preisnachlass für den, der beim Friseur selber zum Föhn greift, oder seine Bestellung im Internet aufgibt: "Unbundling", zu Deutsch "Entbündeln" nennen Marketingexperten den Trend, Dienstleistungen in einzelne Bestandteile aufzusplitten und jede für sich einzeln zu berechnen. Oder Teile seiner Dienstleistung dem Verbraucher aufzubürden.
Gewinner und Verlierer
Gewinner dabei sind in aller Regel die Unternehmen und alle die Kunden, die sich schnell und umfassend informieren können – und beim Verzicht auf Dienstleistungen, die sie gar nicht benötigen, eventuell auch noch Geld sparen. Verlierer sind diejenigen, die nicht die Zeit oder die Möglichkeit haben, ständig auf dem neuesten Stand zu sein – und eigentlich nur einen rundum guten Service erwarten, ohne sich um Details kümmern zu wollen.
Vorteil Packstation
Keinen Preis-, aber einen Zeitvorteil bringen Packstationen der Post. Das Porto kostet genauso viel, die Kunden haben aber anders als bei der Postfiliale rund um die Uhr die Möglichkeit, ihre Pakete aufzugeben oder abzuholen.
Selbst kassieren
Allerdings wird auch dort fleißig „entbündelt“, wo der Kunde keinen wirklichen Vorteil davon hat: Selbstbedienungskassen im Einzelhandel, wie zum Beispiel bei IKEA oder auch real. Die sparen den Unternehmen zwar Personal ein, auf die Preise wirken sich diese Help-Yourself-Kassen aber leider nicht aus.
Beitrag von: Jörn Kersten
Beitrag von: Jörn Kersten


