Strand in Usedom (Quelle: rbb)

- Teure Insel: was kostet Usedom?

Die hohen Immobilienpreise auf Sylt vertreiben die einheimische Bevölkerung und wer selbst Eigentum hat, kann sich nach einem erfolgreichen Verkauf zur Ruhe setzen. Droht den Ostsee-Inseln dasselbe Schicksal? Was kostet das normale Leben zum Beispiel in den Kaiserbädern?

Die Zinsen fallen, die Euro-Krise sorgt für Unsicherheit - da werden Immobilien für Kapitalanleger immer attraktiver. Die Investoren setzen auf Betongold. Die Immobilienpreise an der Ostseeküste sind in den vergangenen Jahren geradezu explodiert. Makler berichten von Wertsteigerungen um 50 Prozent innerhalb von drei Jahren.

Die Insel Usedom ist dabei besonders beliebt, weil sie traditionell als "Badewanne Berlins" gilt. Bis zu 7500 Euro pro Quadratmeter müssen Käufer in den Kaiserbädern bezahlen, um eine attrative Wohnung zu erwerben. Dabei gilt die Regel: Je näher am Strand, desto teurer die Immobilie.

Haus (Quelle: rbb)

Steigende Mieten in Usedom

Doch der Boom hat auch eine Schattenseite. Nicht nur die Kaufpreise steigen, auch die Mieten. Und immer mehr Wohnraum wird in Ferienappartements umgewandelt. Viele alteingesessene Usedomer können sich das Wohnen an der Küste nicht mehr leisten und verlassen ihre Heimat. Denn auch wenn die Immobilienpreise in Usedom exorbitant gestiegen sind, die Löhne sind immer noch die niedrigsten in Deutschland.

Viele Hotels haben deshalb Probleme, Mitarbeiter und Azubis zu finden. Einige sind bereits dazu übergegangen, eigene Wohnungen für ihre Angestellten zu bauen. Und einige Usedomer sind inzwischen ausgewandert - ins benachbarte Polen. Denn jenseits der Grenze, in Swinemünde, sind die Wohnungen noch bezahlbar.

Beitrag von: Andreas Vogtmeier

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