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2005 ließ Herr Riemer für sein Haus einen wasserdichten Betonkeller bauen. Doch leider ist die so genannte weiße Wanne alles andere als dicht. Ein Gutachter hat den groben Mangel festgestellt, doch die Baufirma sagt, die Frist für die Gewährleistung sei zwei Monate überschritten, nun könne man nichts mehr für Herrn Riemer tun.
Eine häufige Methode, einen trockenen Keller zu bauen, besteht in der Herstellung einer so genannten weißen Wanne. Hier werden Fertigbauelemete auf der Baustelle aufgesetzt und dann miteinander mit Beton vergossen. Das ist ein schnelles und dadurch auch preisgünstiges Verfahren. Der Nachteil ist aber, dass beim Bau sehr sauber und genau gearbeitet werden muss, denn jede kleinste Fuge kann später zu Wassereinbrüchen führen. Die nachträglich zu versiegeln ist teuer und nervenaufreibend. Und oft geht dann ein Streit mit den Baufirmen los, wer für den Schaden aufkommt – wie in unserem Fall.
Beitrag von: Andreas B. Hewel
Regeln für Bauherren
Wer baut, gibt viel Geld aus. Damit dabei nichts schief geht, sollte man ständig selbst kontrollieren. Am besten, bevor man mit dem Bauen anfängt
Überprüfen Sie immer vor Vertragsabschluss die Baufirma, die Ihr Eigenheim errichten soll.
Das geht am einfachsten im Internet: über den elektronischen Bundesanzeiger.
Dort können Sie zum Beispiel sehen, ob das Unternehmen viel gebaut hat und ob es Gewinne macht oder in der Verlustzone steht
Vor Vertragsunterzeichnung sollten Sie den Vertrag von einem Anwalt, der auf Baurecht spezialisiert ist, prüfen lassen.
Fallen Ihnen während des Baus Mängel auf, müssen Sie diese fotografieren und den Bauunternehmer schriftlich auffordern, diese zu beseitigen. Dazu müssen sie eine Frist mit einem genauen Datum setzen.
Werden die Mängel nicht behoben, schalten sie sofort einen externen Gutachter ein.
All das kostet Geld in der Regel jedoch unter 1000 Euro- unser Rat: dieses Geld ist gut angelegt.
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
http://www.rbb-online.de/was/archiv/was__vom_22_08_2011/feuchte_tiefgarage.html