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Mo 28.11.11 20:15

Auto-Standheizung

Ein vorgeheiztes Auto erleichtert nicht nur den Blick durch die dann freien Scheiben, sondern hilft auch dem Motor beim Start - vom Wohlfühlfaktor ganz zu schweigen. Doch mit bis zu 2000 € ist ein Nachrüsten nicht ganz billig.

Kosten der Standheizung – inklusive Einbau

Der Einbau ist aufwändig und dauert meist einen ganzen Tag.
Das schlägt sich im Preis nieder. Bei einem Kleinwagen muss man mit rund 1.000 Euro rechnen, Limousinen und Vans zwischen 1.400 und 2.000 Euro.
Für Dieselfahrzeuge, die bereits ab Werk mit einem Zuheizer ausgerüstet sind, ist die Nachrüstung günstiger, denn der Zuheizer muss nur noch zur funktionsfähigen Standheizung aufgerüstet werden. Kosten hierfür: rund 400 Euro.

Fernbedienung

Auch die muss extra gekauft werden, am günstigsten ist eine Zeitschaltuhr fürs Armaturenbrett für rund 70 Euro.
Eine einfache Funkfernbedienung mit Ein- und Ausschalter liegt bei rund 300 Euro. Die Reichweite beträgt ca. 1.000 Meter.
Eine komfortablere Funkfernbedienung, bei der man mehrere Abfahrtszeiten programmieren kann, liegt bei knapp 400 Euro.
Wer seine Standheizung per Anruf, SMS oder APP starten möchte, muss dafür 474 Euro zahlen.

Laufzeit und Verbrauch der Standheizung

Im Herbst reichen 30 Minuten aus, bis sich das Auto erwärmt hat. Im Winter sind 40 - 60 Minuten empfehlenswert - abhängig von der Motorleistung und dem persönlichen Wärmeempfinden.

Die Standheizung verbraucht einen viertel bis halben Liter Benzin bzw. Diesel. Durch den Warmstart des Motors spart man diesen Mehrverbrauch in der Regel aber wieder ein.

Lebensdauer der Standheizung

Man geht dabei von 10 bis 15 Jahren aus.

Ökobilanz der Standheizung

Im vergangenen Jahr verglich die DEKRA den Schadstoffausstoß eines Benziners und eines Dieselfahrzeugs mit und ohne Standheizung.
Die Autos wurden in einer Kältekammer auf minus 7 Grad abgekühlt. Dann lief die Standheizung 30 Minuten lang, bevor beide Fahrzeuge je 20 Minuten auf dem Rollenprüfstand gefahren wurden.
Der Diesel stieß nach dem Warmstart 5 Prozent weniger Kohlenwasserstoffe und Stickoxide aus und 30 Prozent weniger Kohlenmonoxid.
Im Benziner sanken die Kohlenwasserstoff- und Stickoxidwerte sogar um 22 Prozent und beim Kohlenmonoxid um 45 Prozent.

Tipps

Auch im Sommer die Standheizung regelmäßig für 5 - 10 Minuten laufen lassen – ähnlich wie die Klimaanlage im Winter.

Man sollte immer so lange mit dem Auto fahren, wie vorher die Standheizung in Betrieb war, damit die Batterie wieder geladen wird.

Beitrag von: Gela Braun

Dieser Text gibt den Sachstand vom 28.11.2011 wieder. Neuere Entwicklungen sind in diesem Beitrag nicht berücksichtigt.

© Rundfunk Berlin-Brandenburg

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