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Wohnen in Genossenschaften ist immer noch vergleichsweise preiswert. Mit einer einmaligen Summe beteiligt man sich am Grundvermögen der Genossenschaft und die monatlichen Zahlungen decken die Kosten. In Berlin entsteht jetzt eines der größten Genossenschaftsprojekte.
Die Wohnungsmieten in Berlin sind in den letzten Jahren stark gestiegen und noch ist keine Trendwende abzusehen. Allein in den vergangenen drei Jahren kletterten sie im Zentrum der Stadt um rund 20%. Viele Mieter machen sich Sorgen, ob sie in Zukunft noch die Mieten bezahlen können oder ob sie in andere Bezirke umziehen müssen.
Eine Alternative sowohl zur reinen Mietwohnung bzw. Wohnungskauf sind genossenschaftliche Wohnungen. Hier kauft das Genossenschaftsmitglied für mehrere tausend bis zehntausend Euro Anteile und zahlt dann eine geringere Miete als sonst üblich. Der Vorteil ist, dass die Mitglieder es selbst in der Hand haben, wie hoch ihre Miete steigen wird. 185.000 Wohnungen sind in Berlin derzeit genossenschaftlich organisiert.
Eine neue Genossenschaft hat sich jetzt in Kreuzberg in lukrativer Lage gebildet. Die „Genossenschaft Möckernkiez“ will zwischen Yorckbrücken und Möckernstraße insgesamt 400 neue Wohnungen bauen. Das größte genossenschaftliche Bauprojekt Deutschlands.
Wichtig
Muss man später einmal umziehen, kann man die Wohnung untervermieten Dazu benötigt man zwar die Zustimmung der Genossenschaft, aber die kann das nur schwer ablehnen, denn es gilt das normale Mietrecht.
Oder man muss die Genossenschaftsanteile zurückgeben und bekommt zinslos sein eingezahltes Geld wieder. Der Zinsgewinn durch die Wertsteigerung geht an die Genossenschaft.
Beitrag von: Andreas B. Hewel
© Rundfunk Berlin-Brandenburg
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