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Für manches Unternehmen ist die Weihnachtszeit die wichtigste Zeit im Jahr. Wenn jetzt die Kasse nicht genügend klingelt, kann das übers Jahr kaum wettgemacht werden. Wir begleiten Weihnachtsbaumvermarkter, Weihnachtsmann- und Engelvermieter und Kerzenhersteller.
Kerzenmanufaktur im Fläming
In der Kerzenzieherei in Reetzerhütten im Fläming werden die letzten Aufträge bearbeitet. 60 bis 90 Tonnen fertigt die Manufaktur pro Jahr. Neunzig Prozent der Produktion geht allein zu Weihnachten und Ostern über den Ladentisch. Chef Klaus-Peter Klenke kümmert sich um die Aufträge der Groß- und Einzelhändler und die Belieferung seiner eigenen Weihnachtsmarktstände mit Ware. Ohne Überstunden geht es derzeit nicht. Die werden dann im Sommer wieder abgebummelt, wenn wenig Arbeit ist. Kerzen sind eben ein echtes Saisongeschäft!
Weihnachtsbüro Zeuthen
Auch Petra Henkert arbeitet vor Weihnachten doppelt so viel wie sonst. Neben ihrem festen Job im Büro ist sie selbständig und plant weihnachtliche Back- und Bastelaktionen, schickt Weihnachtsmänner in Wohnzimmer und Engel in Einkaufscenter. Um die zusätzliche Arbeit zu schaffen, arbeitet sie in der Firma verkürzt und nimmt Urlaub. An den Wochenenden organisiert sie mit Ihrem kleinen Team bis zu 50 Veranstaltungen pro Saison. Zusätzlich vermittelt sie etwa genauso viele Weihnachtsmänner am Heiligen Abend. Nach Weihnachten dann macht sie ihre Buchführung, bezahlt Ware und schreibt Rechnungen - ein aufwendiger Nebenjob, der ihr jedoch viel Spaß macht und hilft, kleine Extra-Ausgaben zu finanzieren, wie den zusätzlichen Urlaub mit den Kindern.
Der Werderaner Tannenhof
Freie Wochenenden in der Vorweihnachtszeit? Auch für den Chef des Werderaner Tannenhofs, Gerald Mai, ist an Freizeit momentan nicht zu denken. Knapp drei Viertel seines Jahresumsatzes macht der Tannenhof im letzten Quartal. Auf einer Fläche so groß wie etwa 70 Fußballfelder, stehen Weihnachtsbäume, die jetzt auf ihren Platz im Wohnzimmer warten. Die Bäume können auch vor Ort ausgesucht und selbst geschlagen werden. Die meisten werden jedoch an dreißig Standplätzen zwischen Rostock und Halle verkauft. Dazu wird die Zahl der Mitarbeiter von vier auf mehr als 50 erhöht.
Beitrag von: Ira Zahlmann








